Model: Pastorale F535WH (F 535 WH)






Antique radios, Old Time Radios

Pastorale F535WH (F 535 WH)
EAA11
Country:
Germany
Manufacturer/Brand:
Blaupunkt (Ideal)
Year: 1952 / 1953 ?
Type:
Broadcast receiver (Radio).
Im Gegensatz zu Radioempfängern für kommerzielle und/oder militärische Zwecke und den frühen Empfängern für Morsezwecke nennen wir hier Radio bzw. Rundfunkempfänger. Aber: Gemäss internationaler Sprachregelung führt der Radiokatalog Band 1 alle Empfänger mit aktiven Bauteilen als RADIO. Wir unterscheiden hier ebenfalls nicht, ob mit Röhren bestückt, hybrid, mit Transistoren oder/und ICs.Radio or Tuner
Mod.-ID = 83516
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Schematics etc.: 4 (for
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Principle
Superhet - normally without a preamplification stage (as far as known). Please use «To add informations to model» if you know more! Thanks.
Récepteur TSF superhétérodyne. Normalement sans préamplification de HF.
Superhet ohne Vorstufe.
Nicht immer war bei der Erfassung klar, ob der Empfänger eine Vorstufe aufweist oder nicht. Im Zweifelsfall kam das Gerät in diese Kategorie.Super-Heterodyne (Super in general); IF-Freq. 450 kHz
Tuned circuits
6 AM circuit(s);
9 FM-circuit(s)
Wave bands
AM (long-, medium- and short waves) and FM (VHF). GO, PO, OC et MF (onde ultra-courte, bande FM).
LW, MW, KW und UKW
Wahrscheinlich sind keine Bänder unterteilt. Bei älteren europäischen Geräten ist der UKW-Bereich noch nicht bis auf 108 MHz erweitert (87,5 oder 88 bis 100 oder bis 104).Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM.
Power type and voltage
AC set plus voltage range.
/ = 2 different voltages
- = voltage from-to
* = «Special»
Apparareil à courant alternatif. Tensions mentionnées.
/ = 2 Spannungswahlen
- = von-bis
* = Fabrikwahl/«Spezial»
Trafo ist nicht immer mit Primär- undSekundärwicklungen versehen. Dadurch kann das Chassis ein gefährlichesPotential führen.Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 220-240 Volt
Loudspeaker/pwr.out
Two built-in loudspeakers of any principle.
Deux haut-parleurs.
Zwei eingebaute Lautsprecher mit nicht erfasstem System.2 Loudspeakers
from Radiomuseum.org
Model: Pastorale F535WH (F 535 WH) EAA11
Material
Wooden case. Most radios have a wooden cabinet until the WW2. Caisse en bois.
Die meisten Heim-Rundfunkempfänger führen von Beginn an bis etwa Ende 60er Jahre Holz als Gehäuse. Auch frühe Reiseempfänger zeigen Holz (speziell in den 20er Jahren) oder Holz mit Stoffüberzug etc.Wooden case
Shape
Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD)
570 x 380 x 220 mm / 22.4 x 15 x 8.7 inch
Valves / Tubes
6:
EF80
(more
for members)
This model was suggested by H. P..
Mäßig erhaltenes Gehäuse aber gute Empfangsleistung. Ein schönes Radio mit ungwöhnlichem Gesicht.
More information on
Pastorale F535WH (F 535 WH) EAA11 (Blaupunkt (Ideal))
Reparaturbericht:
Ich erhielt das Gerät vor einigen Tagen auf einem Trödelmarkt in der Nähe (Brüggen am Niederrhein) zum Preis von 10 Euro. Es war komplett mit allen Zierteilen, Knöpfen, Tasten und Rückwand, dafür optisch aber in einem jämmerlichen und stark verstaubten Zustand. Eigentlicher Kaufgrund war die gut gemischte Bestückung mit EF80, ECH81, EF93, EM85, EAA11 und EL41. Röhren aus vier Serien in einem Gerät, das bekommt man nicht alle Tage.
Nach einer ersten Bestandsaufnahme bei abgenommener Rückwand habe ich mich getraut, das Radio anzuschließen und einzuschalten. Zunächst war ein geringer Netzbrumm zu hören, die eingesetzte Feinsicherung 250mA brannte nicht gleich durch, ein gutes Zeichen also. Es war aber kein Empfang möglich.
Als erste Ursache hierfür war eine falsche Röhre auszumachen, die EF80 war durch eine EF89 ersetzt worden. Nachdem ich dies rückgängig gemacht hatte, war immerhin schon ein Rauschen in der NF vernehmbar. Die anderen Röhren wiesen alle noch gute Messwerte auf, waren mit Ausnahme der EF93 und der EAA11 wohl auch bereits früher bereits getauscht worden.
Anschließend habe ich dann das Chassis ausgebaut und dabei eine weitere Ursache des Fehlers bemerkt: Staub. Dieses Radio hat ja eine Tastatur. Allerdings waren sich die Konstrukteure bei Blaupunkt damals ihrer Sache wohl nicht ganz sicher, die Stellung der Tasten wird nämlich durch ein ingeniöses, aber schwergängiges Schaltgestänge auf einen runden Wellenschalter in Vorkriegsmanier übertragen, die AM/FM-Umschaltung geschieht zusätzlich mit einem quer über das Chassis laufenden Schaltschieber, der 6 einzelne Schalter bedient und über einen Seilzug von der Tastatur aus betätigt wird. Der Schaltschieber wird an einer Chassisseite mit einer starken Zugfeder gehalten, der ihn immer in Richtung der AM-Kontakte zieht, wenn die UKW-Taste nicht gedrückt ist. Der Seilzug steht also in der beliebtesten Stellung ständig unter Zuglast, unnötig zu sagen, dass dieser Zug gerissen war? Jedenfalls habe ich eine so abenteuerliche Konstruktion noch nie gesehen, es wurde immer interessanter.
Die erwähnten 6 Schalter sind offen und ihre Kontaktflächen zeigen nach oben, Berge von Staub hatten sich dort angesammelt und jeden Kontakt unmöglich gemacht. Nachdem der entfernt war, habe ich die Kontakte mit Tunerspray eingesprüht und solange bewegt, bis sie langsam blank wurden.
Damit war dann auch der erste Empfang möglich. Der verzerrte Klang hat dann sofort Anlaß gegeben, den Koppelkondensator zum G1 der EL41 zu tauschen, wie sich zeigte, war auch der Kathodenelko der EL41 „reif“. Damit war der Klang auf AM schon sehr gut, auf UKW leider noch immer verzerrt, der Ratioelko war der Fehler, beim Ablöten zerlegte er sich dann auch in zwei Teile. Ein „Bosch“-Fabrikat ! Nach dem Einlöten eines neuen Elkos spielte das Gerät auch auf UKW wieder gut.