SERVICE-EINSTELLUNGEN
Nachdem der Empfänger einige Zeit in Betrieb genommen worden ist, können Veränderungen des Bildes auftreten, hervorgerufen durch Altern von Röhren und elektrischen Einzelteilen. Es kann unter Umständen notwendig werden, eine Korrektur mit den Service-Reglern vorzunehmen.
1. Läuft das Bild nach oben oder unten weg, so ist zunächst zu versuchen, ob mit Regler R 67 (Bildfrequenz fein) das Bild zum Stehen zu bringen ist. Gelingt das nicht, so wird R 67 in Mittelstellung gebracht und mit R 68 (Bildregler grob) das Bild eingestellt.
2. Ist das Bild in schräge Streifen aufgelöst, so versucht man zunächst mit R 96 (Zeilenfrequenz fein) das Bild einzustellen. Gelingt das nicht, so wird die Zeilenfrequenz wie folgt eingestellt:
a) Ein hochohmiges Meßinstrument mit Zeigermittelstellung an Punkt a und b (siehe Stromlaufplan, Abbildung 1 und Zeichnung 2) anschließen.
b) Regler R 96 in Mittelstellung bringen.
c) Mit Regler R 99 und R 102 Nullpunkt auf dem Mitteninstrument einregeln; dabei muß die Zeile stehen.
d) Auf keinen Fall darf die Zeile nur durch einen Regler zum Stehen gebracht werden. Bei jeder Veränderung der Regler, außer Zeilenfrequenz fein (R 96), muß der Nulldurchgang wie vorgeschrieben eingestellt werden, da sonst der Fang und der Haltebereich zu klein wird und laufend zu Beanstandungen führt.

e) Der Schwungradkreis (L 56 — C 109) muß mit seiner Resonanz bei 19,5 KHz liegen. Kontrolle bzw. Neuabgleich mit Tongenerator. Anschlußpunkte c und d (siehe Zeichnung 1 und 2).Die elektrische Größe des Widerstandes „R" richtet sich je nach Ausgangsspannung des Tongenerators und nach den vorhandenen Meßinstrumenten. Wir empfehlen als Spannungsmesser ein möglichst hochohmiges Meßinstrument.
3. Die Einstellung der Bildhöhe kann mit Regler R 79 vorgenommen werden.
4. Die vertikale Linearität kann mit Regler R 82 und die Linearität oben mit Regler R 78 eingestellt werden. Bildverschiebungen
können durch Drehen des Bildlagemagneten und der Haltevorrichtung auf dem Röhrenhals korrigiert werden.

5. Die Schärfeeinstellung kann mit Regler R 118 vorgenommen werden.
6. Einstellungen der lonenfalle. Durch Hin- und Herschieben bei gleichzeitiger leichter Drehung ist sie so einzustellen, daß die Bildhelligkeit ein Maximum zeigt, evtl. Bildlage korrigieren.
7. Evtl. Bildverzeichnungen (Kissen-, Tonnen- und Eckenverzerrungen) können mit den beiden Korrekturmagneten durch An-, bzw. Abbiegen an der Ablenkeinheit ausgeglichen werden.
Kanalabgleich (Oszillator). Die Einstellung kann von unten durch das Gehäuse mit einem langen Schraubenzieher vorgenommen werden.
8. Kanalabgleich (Oszillator). Die Einstellung kann von unten durch das Gehäuse mit einem langen Schraubenzieher vorgenommen werden.
HF-ABGLEICH
HF-Bandfilter
Wobbelgenerator Hub ca. 15 MHz an Antennenbuchse.
Oszillograph an Meßpunkt M I bei beiden Kanälen Durchlaßkurve kontrollieren.
Ein Nachstimmen des HF-Teiles ist normalerweise nicht erforderlich. Bei Ersehen einer Röhre im HF-Teil sollte man aus
einer Anzahl Röhren die verwenden, die der bisher verwendeten Röhre am nächsten kommt.
Geprüft werden muß, ob die Durchlaßkurve der Normkurve mit den zulässigen Toleranzen entspricht. Sind die Voraussetzungen für diese Überprüfung nicht gegeben, da Eingriffe im Kanalwähler äußerst kritisch sind und damit die Auswechselbarkeit aller Segmente gefährdet wird, müssen alle reparaturbedürftigen Kanalwähler zum Umtausch gebracht werden. Diese Kanalwähler sind mit den bestückten Röhren zurückzuliefern.
Oszillator
Oszillograph an Messpunkt M II und Masse anklemmen und mit Wobbelgenerator Durchlaßkurve einstellen. Mit Markengeber Frequenzmarke auf Mitte der Nyquistflanke einblenden und überprüfen, ob sich die eingestellte Frequenz mit der jeweiligen Bildträgerfrequenz deckt bzw. im Variationsbereich der Feinabstimmung liegt.
Ist nur ein Kanal verstimmt, so darf keinesfalls am Trimmer gedreht werden. Nur wenn bei beiden Kanälen keine richtige Einstellung möglich, ist der Oszillatortrimmer C 19 nachzugleichen. Ist lediglich auf einem Kanal eine richtige Einstellung nicht möglich, so ist hier ein Nachgleich des Spulenkernes erforderlich.
Empfindlichkeit
Die Empfindlichkeit soll auf allen Kanälen bei 1 V Richtspannung am Meßpunkt III bei voll aufgedrehtem Kontrastregler 500x10-t2W (500 pW entspricht ca. 170 uV an 60 Ohm und ca. 340 uV an 240 Ohm) betragen.
MESSUNG DER N F- E M PF I N D LI CH KE IT
Die NF-Empfindlichkeit soll ca. 60 mV (800 Hz) bei 50 mW Ausgangsleistung betragen.












Auf vielfachen Wunsch unterbreiten wir hiermit die Abgleichmöglichkeit mit Hilfe eines Senders.
Zu verwendende Meßgeräte:
Prüfgenerator z. B. PG 1, 2006, Röhrenvoltmeter z. B. URV 1, Dämpfungsglied, Reihenschaltung eines Widerstandes von 1 KOhm und einem Kondensator von 3 nF. Anschlußenden möglichst kurz halten.
1. Prüfgenerator mit 70 Ohm Abschluß über 5000 pF an Meßpunkt MI ankoppeln. Frequenz = 36,5 MHz.
2. Röhrenvoltmeter an Meßpunkt M II (Weissensee an Meßpunkt M III).
3. Sämtliche ZF-Kerne zunächst ohne Bedämpfung auf Maximum ziehen, vorher den Kern der Tonfalle entfernen. Die für 1 Volt
Diodenrichtspannung erforderliche Messenderausgangsspannung muss dabei bei ca. 5 mV liegen.
4. Primärkreis des Videofilters bedampfen und Kern der Sekundärspule L 51 auf Maximum ziehen.
5. Sekundärkreis des Videofilters bedampfen und Primärkreis Spule L 50 auf Maximum ziehen.
6. Abgleich des Videofilters sooft wiederholen, bis keine Verbesserung mehr feststellbar ist (ca. 2—3mal).
7. Spule L 49 bedampfen und L 42 auf Maximum ziehen.
8. Spule L 42 bedampfen und Spule L 49 auf Maximum ziehen.
9. Abgleich der Spulen L 42 und L 49 bei entsprechender Bedämpfung sooft wiederholen, bis keine Verbesserung mehr erkennbar
ist.
10. Spule L 41 auf Maximum ziehen.
11. Den Kern der Tonfalle eindrehen und Spule L 42 bedampfen.
12. Sender auf 33,4 MHz einstellen und Tonfalle auf Minimum abstimmen.
13. Sender auf 36,5 MHz einstellen und Spule L 49 auf Maximum ziehen.
14. Abgleich der Tonfalle und der Spule L 49, da gegenseitige Beeinflussung vorliegt, sooft wiederholen, bis keine Verstimmung mehr erkennbar ist.
15. Dämpfungsglied entfernen und Durchlaßkurve aufnehmen. Sie muß im wesentlichen der Normdurchlaßkurve
entsprechen.
16. Vorhandene Höckerdifferenzen können leicht durch Verstimmen der Spule L 41 ausgeglichen werden.
17. Ist die Tontreppe höher als 80/0 der Gesamtkurvenhöhe, so ist durch Verringerung
des Abstandes zwischen
Tonfalle und Spule L 49 eine entsprechend festere Kopplung einzustellen und der Abgleich entsprechend
Punkt 11—14 zu wiederholen.
Allgemeine Hinweise
Nachdem in der vergangenen Zeit sich immer wieder auf Anraten der Vertragswerkstätten Privatkunden an uns direkt gewandt haben, um Kanalsegmente zu tauschen oder zu kaufen, möchten wir nochmals darauf hinweisen, daß Kanalsegmente ab Werk nur an die zuständigen FAB's gesandt werden. Gegen Bezahlung können die gewünschten Segmente nur dort erworben werden.
Sollte sich Ersatz eines lonenfallenmagnetes beim Fernsehempfänger „Alex" nötig machen, so können auch hier die für die Bildröhre B 43 M 1 vorgesehenen lonenfallenmagnete verwendet werden.
Garantiehinweise
Den Umtausch von Alex-Kanalwählern bitten wir in Zukunft ohne Röhren vorzunehmen. Ebenso bitten wir, die Wippe des Kanalwählers mit den Kanalstreifen beim Gerät zu behalten. Sollte die Wippe defekt sein, so kann Ersatz bei der Einsendung des Kanalwählers an den FAB mit angefordert werden. Den neuen Kanalwähler bestücken Sie mit einer Röhre aus dem Empfänger, die den während des Abgleichs bei uns verwandten Mittelwertsröhren (Kapazitätswerte) am nächsten kommt. Der letzte Satz unter HF-Abgleich, Absatz HF-Bandfilter, in der Alex-Information Nr. 5 I. Quartal 1959 ist nicht mehr zu beachten.
Leider müssen wir immer wieder feststellen, daß Garantiereparaturen ausgeführt werden, die aufgrund der zu geringen Feldstärke am Ort nicht zulässig sind. Wir bitten nochmals, das besonders zu beachten, da hierfür keine Verrechnung erfolgt.
Blick auf den Kanalwähler

Chassis von hinten gesehen

Chassis von hinten
