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Opus Studio 2650 (2650MX)

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Telefunken: Opus Studio 2650 [Radio] ID = 200323 933x700
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For model Opus Studio 2650 (2650MX), Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Year: 1965–1968 Type: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 6: ECC85 ECH81 EF89 EAF801 EM87 ECF80 ZA1004
Semiconductors (the count is only for transistors) 19: AC122 AC171 AC117 AC175 AD149 BA121 AA113 AA111
Principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 460/10700 kHz
Tuned circuits 8 AM circuit(s)     12 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 220; 240 Volt
Loudspeaker - This model requires external speaker(s).
Power out 15 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Opus Studio 2650 - Telefunken Deutschland TFK,
Material Wooden case
Shape Book-shelf unit.
Dimensions (WHD) 650 x 255 x 270 mm / 25.6 x 10 x 10.6 inch
Notes Halbleiter teilweise mehrfach vorhanden.
Drehbare Ferritantenne; Stereo-Decoder eingebaut,
Stereo-NF-Verstärker mit 2 Gegentakt-Endstufen je 15 W.
Parallelmodell mit AEG Tambour Studio 2650.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 15 kg / 33 lb 0.6 oz (33.04 lb)
Price in first year of sale 698.00 DM
Collectors' prices  
Source of data Handbuch VDRG 1965/1966 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Mentioned in Handbuch VDRG 1966/1967 (und 1967)
Literature/Schematics (1) HiFi-Jahrbuch 2 & 3, Verlag G. Braun Karlsruhe 1965 und 1967

All listed radios etc. from Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Here you find 3107 models, 2662 with images and 1770 with schematics for wireless stes etc. French TSF for Télégraphie sans fil.

 


Forum contributions about this model
Telefunken: Opus Studio 2650
Threads: 5 | Posts: 22
Hits: 4020     Replies: 3
telefunken: 2650; Opus Studio
Michael Brandt
14.Jan.09
  1

Hallo Forum,
ich möchte mich mit einigen Reperaturhinweisen zu diesem schönen Gerät beteiligen.
Ich habe den Opus 2650 Studio vor einiger Zeit in Ebay gebraucht gekauft.
Der Radioempfang war bei Erhalt auf allen Bändern noch einwandfrei, auch Stereoempfang.
Leider spielte die rechte Endstufe sehr leise und stark verzerrt.
Ich konnte folgende Fehler feststellen und erfolgreich beheben - nun klingt das Gerät wieder besser als so manche aktuelle Stereoanlage.

1) Ruhestrom und Mittelpunkteinstellung der Endstufen:
Eine Endstufe lief quasi ohne Ruhestrom, die andere mit falschem Ruhestrom.
Die Potis R304/1304, R305/1305 (siehe Schaltplan unter dem Modell) in den Endstufen sind eher von minderwertiger Qualität und haben Ihre Widerstandswerte durch Oxidation tw. auf R= unendlich geändert. Ich habe mich entschlossen, das Problem an der Wurzel zu beseitigen, da auch aktuelle Trimmpotis nach einiger Zeit das gleiche Problem zeigen.
Nach versuchsweisem Einlöten von passenden Festwiderständen (aus der Trimmpotistellung am jew. Originalgerät abschätzen !) zeigte sich, daß der einmal eingestellte Ruhestrom und die Mittelpunktspannung der Edstufen auch über Zeit und Temperatur sehr stabil sind.
Ich habe dann einfach die Widerstandswerte auf korrekte Einstellung nach Abgleichanweisung (siehe Pläne) geändert und die passenden Festwiderstände eingelötet.
Das dürfte dauerhaft Abhilfe bringen - nach Tausch der Endtransistoren muß natürlich neu abgeglichen werden, aber das halte ich angesichts verbesserter Zuverlässigkeit der Endstufen für akzeptabel.

2) Endstufendefekte:
Bei meinem Gerät war an einer Endstufe die Sicherung defekt - dies scheint bei dem Modell öfter vorzukommen, wie andere Beiträge zeigen. Die flinken 1,25 A Sicherungen sind zum Schutz der Endstufen sinnvollerweise recht knapp bemessen und sollten keinesfalls durch stärkere ersetzt werden.Die Sicherungen schützen die Spannungsversorgung der linken bzw. rechten Endstufe und damit mittelbar den LS-Ausgang und sitzen nicht etwa direkt in den den Lautsprecherausgängen, wie manchmal vermutet.
Man sollte in jedem Fall mit Kurzschlüssen an den Ausgängen aufpassen, die Transistoren AD149 sind recht gut ausgereizt mit 2 * 15 W Ausgangsleitung bei diesem Modell und ca. 40 V Versorgungsspannung im Leerlauf.
=> Im Fall Spannungswähler auf 240 V schalten, das reduziert die Leerlaufspannung etwas und schmälert die Leitung noch kaum - die Netzspannung liegt ja inzwischen bei 230 V.
Da die Original-Endstufen wohl dennoch tw. recht instabil waren (dies dürfte auch auf Schwingneigung zurückzuführen sein, s.u.), hat TFK selbst eine Schaltungsänderung zum Umbau herausgegeben - siehe Pläne. Allerdings sind die dort genannten Bauteile kaum noch zu beschaffen. Wenn die Original-Endstufen AD149 mit Treibern AC117/AC175 also nach 40 Jahren noch einigermaßen funktionieren, sollte man sie auch so lassen.
Zumal es die AD149 Endstufentransistoren auch noch fabrikneu z.B. über RS-Elektronik für ca. 4 Euro/Stk gibt - natürlich nicht mehr TFK original, aber das halte ich für vertretbar. (Original-TFK-Transistoren tw. noch über Ebay).
Achtung - die AD149 sollten natürlich auf ähnliche Stromverstärkung und ähnlichen Reststrom selektiert werden.

3) Schwingneigung der Endstufen:
Bei meinem Gerät neigen beide Endstufen sehr leicht zu nieder- und hochfrequenten Schwingungen.
Dies dürfte an der für 1965 recht breitbandigen Auslegung der Transistor-Endstufen bis knapp 20 kHz liegen (oder an der recht langen Verkabelung zwischen Endstufen-Transistoren und der Treiperstufe auf der Platine. Mein Gerät hat wie auch im Schaltplan angegeben 1k Dämpfungswiderstände direkt an den Lautsprecher-Ausgängen. Diese können problemlos auf ca. 100 Ohm reduziert werden, was die Stabilität verbessert und die Impedanz an den Ausgängen noch nicht unzulässig ändert.
Man sollte den NF-Verstärker dennoch nicht mit offenen Eingängen oder Ausgängen laufen lassen oder im Betrieb an Bauteile bzw. an die Eingänge fassen.
Der Transistor-NF-Verstärker hat eine sehr hohe Eingangsimpedanz, und verhält sich bzgl. Schwingneigung daher ganz ähnlich wie die Röhrenverstärker der Vorgängergeräte.

4) Rauschen der Endstufen:
Mein Gerät hat nach wie vor das Problem, daß eine Endstufe viel stärker rauscht als die andere (die Quelle liegt in der NF-Verstärkerbaugruppe). Die "gute" Endstufe liegt bzgl. Rauschen fast auf dem Niveau aktueller Geräte - es ist im Lautsprecher nichts zu hören. Die "schlechte" Endstufe wurde vermutl. vom Vorbesitzer oder durch Schwingneigung überlastet, was die Ge-Transistor-Endstufen zwar meist grundsätzlich überstehen, allerdings mit deutlich erhöhtem Rauschen und ggf. verminderter Verstärkung.
Die betroffene Endstufe hatte bei mir auch die defekte Endstufen-Sicherung, s.o.
Der Fehler äußert sich folgendermaßen:
Direkt beim Einschalten rauscht die Endstufe sehr stark, so daß es fast schon unangenehm ist und klingt wie ein UKW-Empfänger ohne Sender bei Zimmerlautstärke.
Nach einigen s/min geht das Rauschen auf ein erträgliches Maß zurück, daß ich für ein Gerät von 1965 fast noch akzeptieren würde. Das ganze ist beliebig reproduzierbar.
Da es die "gute" Endstufe deutlich besser kann, habe ich mir gerade AD149/AC117/AC175 Ersatztransistoren besorgt, wer weiß wie lange diese noch verfügbar / bezahlbar sind, s.o.
Ich tippe stark auf die AD149 Endstufe, da diese vermutl überlastet wurde - ich werde berichten, sobald die Transistoren getauscht sind.
Achtung - die AD149 sollten natürlich auf ähnliche Stromverstärkung und ähnlichen Reststrom selektiert werden.

5) Interessante Treiberschaltung in den Endstufen
Die Endstufe hat zwischen B und E der AD149 bzw. an den AC175/AC117 Treibern eine sehr interessante Schaltung.
Die B-E Strecke der AD149 sieht zunächst einmal aus wie über die Drosseln Dr301/301/1301/1302 DC-mäßig kurzgeschlossen. Allerdings haben diese Drosseln sehr dünnen, langen Draht und einen DC-Widerstand von ca. 22 Ohm (an allen 4 Drosseln gemessen).
d.h. bei einem geschätzten Treiber-Ruhestrom von ca. 10 mA der AC175/AC175 können die Endstufentransistoren trotz der B-E-Drosseln aufgesteuert werden, bei einem NF-Signal wg. höheren Trieberstromes sowieso.
Ich habe diese Schaltung noch nicht gesehen - kann mir jemand die genaue Funktion erklären ???
Ich vermute jedoch folgende Funktion der Drosseln:
1) durch die niedrige Impedanz zwischen B-E der AD149  wird die Endstufe wohl rauschärmer gemacht
2) die Drosseln zwischen BE dürften die stark ausgereizten Ge-Transistoren der Endstufe bei 40 V Versorgung robuster / spannungsfester machen - es ist bei Transistoren meist VCE(Rbe~0) > VCE(Rbe>0). Ich kenne von Schaltendstufen / Horizontalendstufen (seinerzeit BU208) das gleiche, niederohmige BE-Widerstände bzw. Drosseln mit < 5 Ohm.
Allerdings habe ich das in einer Audio-Endstufe noch nie gesehen.
3) Die Drosseln dürften dazu dienen, den Frequenzgang der Endstufe auf ~ 20 kHz zu bringen, denn die AD149 Transistoren selbst dürften bei 20 kHz bereits bandbegrenzend sein. Eine Drossel zwischen B und E bewirkt damit quasi ein Hochpaß-Verhalten, daß den Tiefpaß-Charakter der AD149 und der Treiberstufe(n) quasi kompensieren kann.
=> könnten die Drosseln dann aber für die Schwingneigung der Endstufe mitverantwortlich sein ?

Wer kann helfen ??

Viele Grüße aus Baierbrunn
Michael Brandt

 

Ernst Erb
23.Jan.09
  2

Hier erhaltet man von Titel und bis nahezu am Schluss des Textes den Eindruck einer Reparaturbeschreibung. Das wurde bis jetzt wohl überlesen. Jetzt, mit dem Fragezeichen, sollte es klar sein, dass da Fragen "drin stecken". Besser wäre es in einem solchen Fall, mit der Frage anzufangen oder sie anzukündigen, dann zu bringen, was man schon getan hat.
Viel Glück.

Rolf Nickel
07.Mar.09
  3

Lieber Herr Brandt,

der letzte Teil Ihrer Erklärung (3) geht in die richtige Richtung.

Der Wechselstromwiderstand einer Spule steigt mit zunehmender Frequenz : RL =  2 pi f L. Daraus folgt, dass bei steigender Frequenz f der Kollektorwiderstand des Transistors AC 175, eine Parallelschaltung aus dem Festwiderstand 100 Ohm und der Drossel Dr 302, von einem unteren Wert aus, der durch den Gleichstromwiderstand (22 Ohm, wie von Ihnen gemessen, parallel zu 100 Ohm) der Spule bestimmt wird, zunimmt bis maximal 100 Ohm. Das gilt auch für die Höhe der dort abfallenden NF-Spannung, die den Endtransistor AD 149 steuert und bedeutet eine Bevorzugung der hohen Frequenzen. Die am Emitterwiderstand des AD 149 abfallende NF-Spannung wirkt dagegen frequenzunabhängig gegenkoppelnd.

Leider wird durch diese Maßnahme (Dr 302) eine etwa vorhandene Schwingneigung unterstützt. Was Sie machen könnten (ausprobieren): jeweils einen niederohmigen Widerstand in die Basis-Zuleitung der AD 149 setzen, der zusammen mit der Basis-Emitter-Kapazität als Tiefpass wirken würde.

Mit freundlichem Gruß

Rolf Nickel

Michael Brandt
11.Mar.09
  4

Hallo Hr. Nickel,

herzlichen Dank für die techn. Erleuterungen und die Bestätigung der Theorie zur Erweiterung des Frequenzbandes.

Schönen Tag noch,

M Brandt

 

 
Hits: 1277     Replies: 1
telefunken: 2650; Opus Studio
Jens Woyke
05.Apr.08
  1

            Hallo radiomuseum.org

Hier ein kleiner Reperaturbericht zu meinen TFK Opus Studio 2650 MX (Ser.-Nr.779955)

 Dieses Radio dient mir seit einiger Zeit als Gartenradio.Da es aber neuerdings immer öfter

Durch ein sporatisch und auch Temperaturunabhängiges lautes Krachen und feines Krispeln

unangenehm auf sich aufmerksam machte,landete es bei mir auf der Werkbank.Dieses Fehlerbild  lies sich weder mit den Statonstasten,noch mit den Lautstärke-und Klangreglern  beeinflussen.

Nach einer Grundreinigung(mit Staubsauger und feinen Pinsel) entdeckte ich als erstes den

Korrodierten Sicherungshalter ,und den metallumantelten röhrensockelartigen Stecker für die

Versorgungsspannungen , welscher an den Stiften ebenfalls stark korrodiert war.Nach Reinigung mit Einem Drehmel mit feiner Messingbürste und anschließender Konservierung mit Kupferfett ,spielte das Teil schon wieder einwantfrei. Weiterhin bemerkte ich ein ganz leises Brummen, welsches nur bei gedrückter Stereotaste auftratt.Nach propeweisen  Austausch der ECF80 im Stereodeccoder  ,war auch dieser Fehler behoben .Jetzt musste ich nur noch eine Skalenlampe ersetzen,und die Skalenanzeige für UKW neu justieren.

      Mit besten Grüßen  Jens Woyke.                                                                                                                                                                                                  

PS:Würde euch auch gerne ein paar Bilder zu diesen Beitrag schicken,leider ist mir dies noch nicht gelungen. Außerdem habt Ihr davon schon einige.

Martin Renz
06.Apr.08
  2 Hallo Herr Woyke,
auf der Startseite des Radiomuseum gibt es einen Link "FAQ und Hilfe". Dort finden Sie viele Hinweise zum Gebrauch des RM und sollten diese auch einmal ganz gelesen haben. Unter "Wie Bilder etc. hoch laden?" finden Sie Hinweise, die Sie zu weiteren Erklärungen führen. Damit sollte es eigentlich möglich sein, Bilder ohne Probleme hochzuladen. Probieren Sie es aus. Sie dürfen gerne ein Bild aus ihrer Sammlung zeigen, auch wenn schon viele Bilder beim Modell sind. So baut sich ja erst ihre persönliche Seite mit ihrer Sammlung auf.

Hier noch einige Links mit nützlichen Beiträgen zum Thema:

Anleitung zum Editor des Forums
Übersicht über die zu verwendenden Dateiformate und der Forumsbeitrag dazu
Schaltbilder und Schriftstücke scannen und bearbeiten mit vielen weiterführenden Links zum Thema
Fotografieren von Geräten und Röhren:
Bildbearbeitung der Fotos mit kostenlosen Programmen

Wenn Sie gar nicht weiterkommen, können Sie auch über das Kontaktformular im Admin-de nachfragen. Aber bitte mit konkreten Fragen und einer Beschreibung, was Sie tun möchten und wo es nicht weiterging.
viele Grüße
Martin Renz
 
Hits: 2660     Replies: 7
telefunken: 2650; Opus Studio Fehlerbehebung
Jochen Amend
28.May.07
  1 Hallo liebe Sammlerkollegen,

folgender Fehler trat auf:

Gerät geht an, spielt aber nur extrem leise. Bässe fehlen völlig, dafür überschlagen sich die Höhen.

  • Ursache        : Vier defekte Elkos.
  • Namentlich    : C552, C554, C1552 und C1554 auf der Klangregelplatine.
  • Werte            : Jeweils 2µF bei 35V spannungsfestigkeit





Nach deren Austausch konnte ich das Gerät vor lauter Kraft kaum bremsen!

Beste Grüße,
Jochen Amend
Rolf Nickel
29.May.07
  2 Lieber Herr Amend,

erst einmal Gratulation zur erfolgreichen Reparatur ! Diese Koppelelkos sind vermutlich ausgetrocknet. Dadurch verringert sich die Kapazität C. Das bedeutet, der Wechselstromwiderstand ist angestiegen. Ich habe mal nachgerechnet: Für C = 2 µF und f = 50 Hz erhält man für RC = (2π f C)–1 etwa 1,6 kΩ. Bei kleinerem (z. B.) C = 20 nF und 50 Hz wären wir schon bei etwa 160 kΩ ! Mit dem bei transistorisierten Verstärkern vergleichsweise niedrigen Eingangswiderstand der nachfolgenden Stufe erhält man einen Spannungsteiler für die tiefen Töne. Folge: es werden nur noch die höchsten Frequenzen zufriedenstellend übertragen wie bei Ihrem Gerät.
Nun meine Fragen :

1. Könnten Sie die (verbliebene) Kapazität einmal messen, falls Sie die Teile noch haben ? Nach 40 Jahren sind offenbar auch wenig beanspruchte nasse Elektrolytkondensatoren "am Ende". Wissen Sie vielleicht, wie intensiv das Gerät genutzt wurde ? Wie sehen die Ausgangselkos der Endstufen und die Netzteil-Elkos aus ? Alle noch o. k.?

2. Dieses Gerät enthält noch den Röhren-HF-Teil und den Stereodekoder mit der ECF 80 des Vorgänger-Modells. Ich hatte versucht, unserem Kollegen zu helfen, der damit möglicherweise ein Problem hat. Wären Sie eventuell bereit und in der Lage, auf Nachfrage (nur falls dieser sich noch mal meldet) für einen Vergleich ein paar Spannungswerte zu messen ?

Herzliche Grüße
Rolf Nickel
Jochen Amend
29.May.07
  3 Hallo lieber Herr Nickel,
vielen Dank für Ihre Gratulation! Da ich mich immer noch als Anfänger bezeichne, bin ich auch richtig stolz auf die Reparatur meines ersten "Hybriden". Aber ich muss dazu sagen, dass der Claus Marker sich wieder viel Zeit für mich genommen hat und mir erklärte, worauf da besonders zu achten sei. Anders als bei Röhrenendstufen besteht hier doch eher die Gefahr, dass sich das ganze Netzwerk in Rauch auflöst.
ALSO: Vorsicht, alle Anfänger!!! Lieber ERST Rat suchen. Gerne auch hier im Forum.
Nun zu Ihren Fragen. Die vier Kondensatoren habe ich natürlich noch. Zwei haben eine gemessene Kapazität von etwa 3,25µF. (C554+ C1554) die beiden anderen hatten nichts mehr messbares zu bieten (keine Anzeige). Der (gemessene) Ohmsche Widerstand lag bei den beiden ersten bei ca. 140 M Ohm, bei den schlechten bei etwa
40K Ohm.
Da dieses Gerät von der Hanauer Sperrmüllannahme stammt (HIER, Post 6) vermag ich leider nicht zu sagen, wie intensiv das Radio genutz wurde. Allem Anschein nach (äussere Erscheinung, Verschmutzung etc.) nicht extrem viel. Auch der Höhenregler war wie festgeschweisst.
Ein erstmaliger Dauerbetrieb von ca. 2h brachte vor der Reparatur keine Verbesserung. (Elkos formieren)
Die Kondensatoren des Netzteiles und der Endstufe haben augenscheinlich nicht gelitten. Auch konnte ich hier alle Spannungen messen, die im Stromlaufplan angegeben waren (+/- 0,5V)
Und, natürlich bin ich gerne dazu bereit, noch einmal mein Messgerät am Opus anzulegen, wenn ich helfen kann!

Mit den besten Grüßen,
Jochen Amend
Bernhard Nagel
30.May.07
  4
Hallo Herr Amend,

erst mal Glückwunsch zur Reparatur Ihres Opus 2650!

Herrn Nickels Einschätzung kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Gerade die von den Abmessungen kleinen Elektrolyt-Kondensatoren sind nach 40 und mehr Jahren ausgetrocknet bzw. weisen massiven Kapazitätsverlust auf.
Die grösseren Bauformen, also auch die Auskoppel- und Netzteilelkos, sind häufig noch einwandfrei. Sowohl von der Kapazität her als auch vom ESR (Equivalent Series Resistance)und der Güte. Beim Altern eines Elkos erhöht sich leider auch dieser innere Widerstand, in Netzteil-Anwendungen ist das unerwünscht.

Mit welchem Gerät und bei welcher Meßfrequenz haben Sie die Elkos gemessen? Mit verschiedenen Meßgeräten kommt man gerade bei Elkos zu erstaunlich verschiedenen Ergebnissen! Die in den Multimetern integrierten (einfachen) C-Messer sind v.a. bei Elko-Messungen nicht unbedingt aussagekräftig.

Empfehlenswert ist für unsere Zwecke ein Kapazitätsmeßgerät, was eine umschaltbare Meßfrequenz von 100Hz bis wenigstens 10kHz, besser noch 100kHz, bietet. Wenn dann noch der ESR bestimmt werden kann, haben wir den fast perfekten Kapazitätsmesser. Bestimmung von Güte bzw. Verlustfaktor ist bei einem solchen Gerät dann auch möglich.

Für das Messen von Parametern an Kondensatoren aller Art (..und Induktivitäten) verwende ich seit einigen Jahren eine handliche Meßbrücke in der Grösse eines Handmultimeters der Fa. Motech (MT 4080). Weiterhin können  Z-Messungen (Impedanz) und natürlich sehr genaue R-Messungen damit durchgeführt werden. Es gestattet Messungen im Vierleiter-Modus, d.h. die Zuleitungswiderstände (und bei höheren Meßfequenzen eben auch die Induktivität resp. Kapazität) geht nicht auf das Meßergebnis ein. Ein Gerät, was ich nicht mehr missen möchte! Vor nicht allzu langer Zeit war so eine Leistung nur in einem grösseren Tischgerät zu haben.

Viele Grüße,
Bernhard Nagel
Jochen Amend
30.May.07
  5 Hallo werter Herr Nagel,
auch Ihnen vielen Dank für die Glückwünsche! Sowas freut mich immer ausserordentlich!
Leider besitze ich keine hochwertigen Messgeräte. Selbst wenn ich diese hätte, müsste ich erst einmal lernen damit umzugehen.
Die Werte dieser Kondensatoren habe ich mit einem 35€ günstigen Multimeter nachgemessen
(eher nachgeschätzt)  HIER finden sie in Post 19 ein bild dieses Schätzeisens. Es reicht aber immerhin aus, um zu merken, dass etwas "faul" ist... Ein Messgerät wie Ihr MOTECH würde mich schon interessieren. Ist es DIESES HIER ?
Mit welchen Verkaufspreisen muss ich denn da rechnen? Würde sich das überhaupt für mich lohnen...?
wie gesagt, ich befinde mich noch im Anfängerstadium der Radiotechnik.

Mit den besten Grüßen,
Jochen Amend
Bernhard Nagel
30.May.07
  6 Hallo Herr Amend,

ja, das ist das genannte Gerät. Gibt es in einer "D" Variante bis 10kHz und in der "A" Ausführung bis 100kHz Meßfrequenz. Die niedrigste f Mess ist jeweils 100Hz. Billig ist das Gerät leider nicht, aber "preiswert". Ich habe meines mal gebraucht über ebay erworben, was aber immer noch 10x der Preis Ihres Multimeters war... Dafür waren aber schon die Vierleiter-Meßkabel (Kelvin Clip) dabei, die kosten sonst beim Neukauf extra.

Mit Wissen der Grenzen eines Meßgerätes/Meßsystems kann man natürlich auch mit einfacheren Geräten fehlerhafte Kondensatoren aufspüren. Ihr Gerät scheint aber eine recht hohe Meßfrequenz zu haben, wenn ich die Meßergebnisse aus Ihrem sehr anschaulichen Saba Freiburg Bericht (Motorkondensatoren) richtig deute. Mit 50 oder 100Hz neu gemessen, dürfte der angezeigte Wert bedingt durch den Verlustfaktor deutlich höher liegen. Und da die Motorelektronik ja mit Resonanz bei 50Hz arbeitet, müssen die Kondensatoren hier so ideal wie möglich (Polypropylen!) sein.

Viele Grüße,
Bernhard Nagel
Rolf Nickel
30.May.07
  7 Guten Abend, Herr Nagel,

genau so äussert sich das typische Ausfallverhalten von nassen Elektrolytkondensatoren : der effektive Ersatz-Serienwiderstand (ESR) steigt, und die Kapazität fällt.

Im Übrigen gilt hier, lieber Herr Amend, wie immer (leider ist das so !) der alte Grundsatz :"Wer mit Mist misst, misst Mist". Natürlich können die meisten von uns keine utopischen Beträge in Messgeräte investieren, aber man sollte sich mit der Zeit ein "gesundes Misstrauen" angewöhnen (ähnlich wie man trotz Taschenrechner immer einen Überschlagswert berechnen sollte).
 
Nach IEC-Norm sollen Elektrolytkondensatoren mit 100 Hz oder 120 Hz gemessen werden.

Viele Grüsse
Rolf Nickel
Jochen Amend
31.May.07
  8 Hallo Herr Nagel und Hallo Herr Nickel,
vielen Dank für die Erklärungen! Ein Messen ist das, was ich mache, wirklich nicht. Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Es ist mehr ein Suchen nach Abweichungen zu Vorgaben. Vielleicht sollte ich doch einmal den Geldbeutel zücken und mir professionellere Messgeräte zulegen. Wer weiss, was dieses schöne Hobby noch an Aufgaben bereit hält.
Im Moment beginne ich mit der Zerlegung meines Visseaux RB22, welches ich diese Woche hier neu angelegt habe. Eventuell rentiert sich auch dafür ein kleiner Bericht...
Beste Grüße,
Jochen Amend
 
Hits: 2106     Replies: 5
telefunken: 2650; Opus Studio
H. P.
07.Apr.05
  1 Hallo Forum,
ein Bekannter bot mir einen gebrauchten Plattenspieler mit Magnetsystem an, leider fehlen mir die Schaltplankenntnisse, um entscheiden zu können, ob man den direkt an den Opus 2650 anschließen kann oder noch einen Entzerr-Vorverstärker braucht. Kann einer der Experten hier im rm mal einen kritischen Blick in den Plan werfen und mir das schreiben ?
Danke im Voraus
Holger Pflug
Hans M. Knoll
07.Apr.05
  2 Hallo Herr Pflug,
 
leider brauchen Sie fuer dieses Geraet einen Entzerrer_Vorverstaerker um ein Magnetsytem  
der Art nach 1945 anschliessen zu koennen.

Auf Blatt 1 (Daten)  steht: TA 200mV an 470 kohm, das sind Normwerte fuer Keramik/ Kristall Systeme. Fuer Magnet-Systeme muessen 2 bis 5 Millivolt an 47 Kohm vorhanden sein.

Logischerweise habe ich auch die Schaltung geprueft! Is'  nicht.



Gruesse von Hans M. Knoll
H. P.
08.Apr.05
  3 Hallo Herr Knoll,

vielen Dank für Ihre Auskunft. Das ist schade, denn einen Vorverstärker gibt es nicht dazu, der Plattenspieler ist jüngeren Datums.

Gruß
Holger Pflug
Jens Dehne
08.Apr.05
  4  

Hallo Herr Pflug,

der Entzerrer sollte doch kein Problem sein, gut funktionierende Bausätze sind preiswert bspw. bei ELV zu haben. Mit schönem Gehäuse kann sich das Teil dann sogar sehen lassen.

Natürlich lässt sich ein solcher Entzerrer auch mit Röhren aufbauen...

In einer von mir erstandenen "Belcanto - Truhe" hatte man seinerzeit jahrelang Schallplatten auf dem (nachträglich) eingebauten "DUAL 1257" mit magnetischem AS abgespielt - ohne Entzerrer! Also voll aufgedrehte Lautstärke und miserabeler Klang, hoffe nur, dass es seinerzeit kein RF-Techniker war!

Ein schönes Radiowochenende wünscht

Jens Dehne

H. P.
08.Apr.05
  5 Hallo Herr Knoll, hallo Herr Dehne,

ich kann mich erinnern, in meiner lang zurückliegenden Jugendzeit schon einmal so ein Ding besessen zu haben, noch mit Din-Buchsen in einem stabilen Metallgehäuse. Leider war das Teil aber für seinen eigentlichen Zweck unbrauchbar, da es sich mehr als fest abgestimmter Mittelwellen-Empfänger betätigte und das Plattensignal immer von irgendwelchen Geräuschen überlagert wurde.

War das Ding einfach nur defekt oder ist das ein dem Prinzip innewohnender Mangel gewesen, den es heute vielleicht nicht mehr gibt ?

Gruß
Holger Pflug
Andreas Steinmetz
08.Apr.05
  6 Hallo Holger,

meistens hört man irgendeinen oder mehrer starke Kurzwellensender. Die Berliner Sammlerkollegen werden das sicherlich bestätigen können, denn zumindest vor der Wende gab es allein im Stadtgebiet mehrere starke AM-Sender. Die streuten sogar kräftig in die Hochpegeleingänge ein!

Der Grund, weshalb man die Sender hört, liegt darin, daß die HF der Sender in den Phono-Eingang gelangt und an unvermeidbaren, immer vorhandenen, Nichtlinearitäten des Verstärkers teilweise demoduliert wird, so daß sich dann die Sender-NF zur Platten-NF hinzugesellt. Der Verstärker mag zwar für den NF-Frequenzbereich noch so linear sein, aber für die HF-Anteile kann er trotzdem sehr nichtlinear sein, besonders bei ungünstiger Schaltung und bei großen Feldstärken!
Die Entzerrervorverstärker gab es von vielen Firmen, so z.B. die im Metallgehäuse von der Firma Dual (z.B. TVV 46). Prinzipiell ist ein Phono-Eingang, genauso wie übrigens Mikrofoneingänge, sehr anfällig für HF-Einstreuungen. Wie empfindlich, liegt letztlich an der Realisierung des Verstärkers durch den Hersteller. In diesem Zusammenhang spielen die Erdungs- und Abschirmungsverhältnisse, das Verdrahtungs-Layout und die dem Eingang immer parallelgeschaltete Eingangskapazität eine entscheidende Rolle. Auch bezüglich des Schaltungskonzeptes gibt es deutliche Unterschiede. Letztlich kann der Anwender am fertigen Gerät natürlich nicht mehr viel verändern. Deshalb geht oft Probieren über Studieren. Ein wenig kann man mit den Erdungsverhältnissen herumexperimentieren, aber dafür kann ich auch kein allgemeingültiges Rezept angeben. Was besonders im Hinblick auf einen optimalen Frequenzgang aber auf jeden Fall angepaßt sein sollte, ist die Eingangskapazität. Genaue Wertvorgaben erhält man auf dem Datenblatt zum Tonabnehmersystem. Leider schwanken diese Werte von Typ zu Typ, sind also nicht genormt. Grober Anhaltspunkt: 250 ... 500 pF. Je größer, desto besser die HF-Unterdrückung.


Andreas
 
Hits: 3156     Replies: 1
telefunken: 2650; Opus Studio
H. P.
20.Sep.04
  1 Hallo Forum,

vorgestern habe ich auf dem Trödelmarkt in Krefeld ein Exemplar dieses schönen Modells in gutem, spielfähigen Zustand gekauft, einziger Defekt war eine durchgebrannte Sicherung in der linken Endstufe. Es ist ja schon ein kurioses Gerät, Röhren und Transistoren sorgen in Eintracht für den Klangerfolg ! Dazu habe ich einige Fragen, die hier sicherlich von einigen Lesern im Handumdrehen beantwortet werden können.
1) Kennt jemand den Originalpreis von 1965 ? (Ich habe lachhafte 10 € bezahlt.) 
2) Wozu ist die Taste außen rechts ? Sie ist mit einem Pfeil nach unten bezeichnet. Von der Wirkung her würde ich auf ein AFC tippen. 

Wenn jemand einen Originalprospekt oder gar eine Bedienungsanleitung von damals hat, wäre ich an einer Kopie davon sehr interessiert, selbstverständlich gegen volle Kostenerstattung.

Viele Grüße aus Nettetal

Holger Pflug
Konrad Birkner † 12.08.2014
20.Sep.04
  2 Das Gerät ist in den Grosshandelskatalogen 1965/66 und 1966/67 aufgeführt, aber ohne Preis.
Da die Vorgängermodelle 2550 etc um die 800-900DM kosteten (empfohlene Richtpreise, die Preisbindung war ja schon 1961 gefallen) gehe ich von der gleichen Grössenordnung aus.

Die Tasten sind wie folgt aufgeführt (ob von links nach rechts oder umgekehrt oder in anderer Reihenfolge, weiss ich nicht):
U / K / M / L / TA+TB / UKW-Automatik / Stereo / Rumpelfilter / Rauschfilter / Aus ;

Gruss
KoBi
 
Telefunken: Opus Studio 2650
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