philips: 22 RB292 versus B1X42

ID: 584970
philips: 22 RB292 versus B1X42 
23.Aug.22 21:24
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Rudolf Drabek (A)
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Rudolf Drabek

Beide Geräte habe ich entwickelt. Wenn sie die Beiträge vergleichen sind einige Gemeinsamkeiten zu entdecken:

1. Im Netzteil des B1X42 ist ein Selengraetz samt Begründung im Beitrag ab Modell zu lesen. Hier im 22RB292 ist ein Vollweggleichrichter vorgesehen. Offenbar war Kupfer in 1969 noch billiger als Silizium. Bei Vollweg sind ja die Kupferverluste in Summe gleich wie bei Graetz. Nur unter der Voraussetzung dass der Drahtquerschnitt gleich wie bei Graetz wäre. Die jeweiligen Wicklungen für Vollweg könnten, thermisch gesehen halben CU-Querschnitt haben, allerdings steigt dann der Innenwiderstang der Versorgungsspannung. Die Kalkulanten und ich haben daran damals nicht gedacht.

2. Der 22RB292 hat ja, wenn ich mich recht erinnere, 2 MW-Bereiche. Da war ein Wunsch der kommerziellen Leute in Eindhoven. Warum das "state of the art" sein sollte"?  Es gab eine ganze Reihe von Geräten mit 2 MW-Bereichen.

Technisch gesehen werden die Schaltkapazitäten unkritisch, da der Bereich 510...1620 kHz doch ein Kapazitätsverhältnis von 1:10 verlangt, was bei kleineren Drehkokapazitäten schwierig werden kann. 

3. Störstrahlungsmessungen bei beiden Geräten. Bei B1X42 war einge Mühe erforderlich. Entwicklungsjahr war 1964, habe noch das Freigabeschaltbild aus diesem Jahr. Beim 22RB292 war die Störstrahlung sofort unter den verlangten Limits. Na ja, man lernt halt doch etwas, in den 5 Jahren zwischen den Geräten, dazu.

4. Beide Geräte haben aus Kostengründen einen kleinen Drehko mit Foliendielektrika, wie weltweit fast alle Geräte in dieser Zeit. Solche Drehkos wären im Ingelen "Geograph" natürlich unbrauchbar. Nehme es zumindest an, weil u.U. der falsche Sender aufleuchtet. 

 

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