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ABC1 (ABC1)

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Jacob Roschy
Jacob Roschy
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18.May.09 20:28

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ABC1

CBC1, EBC1


Duodiode-Triode
(Verbundröhre)


Anwendung: Regelspannungserzeugung, Hochfrequenz- und Zwischenfrequenz- Gleichrichtung mit gleichzeitiger Niederfrequenzverstärkung (Transformator-, Drossel- oder Widerstandskopplung). ABC1 für Wechselstromnetzempfänger; CBC1 für Allstrom- bzw. Autoempfänger.

Eigenschaften: Geringe Anheizzeit, Heizleistungsersparnis, kleiner Raumbedarf, zwei getrennte Gleichrichtersysteme ermöglichen Trennung von Empfangsgleichrichtung und Regelspannungserzeugung. Möglichkeit eines verzögerten Regeleinsatzes. Verstärkungseigenschaft des Verstärkersystems fast gleich AC2. Klingsicherer Aufbau.

Aufbau: Indirekt geheizt. Schnellheizkathode mit bifilar gewickeltem Heizfaden. Zwei getrennte Systeme über der gemeinsamen Kathode aufgebaut.

1. Gleichrichtersystem: zwei Anoden D1 und D2 bilden mit dem unteren Teil der Kathode zwei getrennte Gleichrichterstrecken. Beide Anoden an getrennte Sockelkontakte angeschlossen, entsprechen im wesentlichen der Duodiode AB2 (mit Ausnahme der Elektrodenkapazitäten gleiche technische Daten).

2. Eingitter- Verstärkersystem: Steuergitter G1 an Kolbenkappe angeschlossen. Anode zu Sockelkontakt A geführt. Verstärkersystem entspricht in der Wirkungsweise der Röhre AC2.

Beide Systeme sind durch ein mit der Kathode verbundenes Abschirmblech gegeneinander abgeschirmt. Glaskolben außen metallisiert. Metallisierung an besonderem Sockelkontakt M angeschlossen. Domkolben, Außenkontaktsockel (8 polig).

Vorläufertype: REN924 (nur eine Gleichrichterstrecke, Stiftsockel). Stark abweichende technische Daten.

Hinweise für die Verwendung: Für das Gleichrichtersystem gelten die bei der Röhre AB2 angeführten Hinweise, während für das Verstärkersystem die Eigenschaften der Röhre AC2 Gültigkeit haben. Die Röhre ABC1 ist dann zweckmäßig, wenn man zwischen Diode und Endröhre eine entsprechende NF-Verstärkung braucht. Eine solche NF-Verstärkung kann man, auch wenn die Diode an sich in der Lage wäre, die Endröhre auszusteuern, aus zwei Gründen vorsehen. Zunächst ist eine Beschränkung der Aussteuerung der vor die Diode geschalteten ZF- bzw. HF-Verstärkerröhre erwünscht; um die Verzerrungen in dieser Stufe möglichst klein zu halten. Durch eine NF-Verstärkung kann die Vorverstärkung im HF-Teil entsprechend kleiner gewählt werden, und damit wird die vor dem Gleichrichter geschaltete Röhre entsprechend weniger ausgesteuert. Außerdem ist in den Fällen, in denen das Gerät mit Schallplattenanschluss gebaut wird, für diesen Zweck an sich eine besondere NF-Verstärkung notwendig bzw. erwünscht.

In Verbindung mit den in Betracht kommenden Endröhren ergeben sich daraus folgende notwendigen NF-Gitterwechselspannungen für das Steuergitter der ABC1:

 

zur vollen

für 50 mW


Aussteuerung:

Sprechleistung:

für AL1

etwa 0,45 V eff. NF

etwa 60 mV eff. NF

für AL2

etwa 0,7 V eff. NF

etwa 80 mV eff. NF

für AL4

etwa 0,18 V eff. NF

etwa 20 mV eff. NF

für AL5

etwa 0,45 V eff. NF

etwa 40 mV eff. NF

für AD1

etwa 1,5 V eff. NF

etwa 170mV eff. NF




Für die Verwendung der Röhre CBC1 gelten die gleichen Überlegungen wie für die entsprechende Wechselstromröhre ABC1. Es können sowohl für das Verstärkersystem als auch für den Gleichrichterteil die Kurven der Röhre ABC1 bzw. AB2 zugrunde gelegt werden. Da im Gleichstromempfänger die Höchstspannung von 250 V im allgemeinen nicht zur Verfügung steht, sind praktisch in erster Linie die Kenndaten für 200 V Anoden-Spannung maßgebend. Die erzielbare NF-Verstärkung beträgt mit Widerstandskopplung bei einem Außenwiderstand von 0.2 MOhm das 17 - 20fache der Gitterwechselspanunng.
 

Aus: "Rundfunkröhren - Eigenschaften u. Anwendung" v. Ludwig Ratheiser, Berlin 1939.

This article was edited 18.May.09 20:40 by Jacob Roschy .

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