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braun: Abgleichanleitung fehlerhaft?

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Heinz LUCAS
 
 
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31.Aug.17 19:57
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Seit langem steht der SK61 wegen "UKW ist verzerrt" im  Regal. Ein Abgleich nach Vorgabe verringert die verzerrte Wiedergabe nicht. Das Null-Instrument läßt sich nicht auf Nulldurchgang einstellen, der Ton bleibt verm. deshalb verzerrt. Allerdings gibt es im Schaltbild einen Fehler, die Bezeichnungen für L16 und L18 wurden vertauscht. Vermutlich wurden deshalb vom Techniker des Vorbesitzers die Abgleichkerne erfolglos verstellt?

Die Prüfung der Spannungen und der Bauteile in UKW und ZF ergaben keinen Fehler. Im Ratio-Filter wurde der Elko ersetzt. Ich habe jedes einzelne Bauteil auf Wertigkeit geprüft, alle Werte werden eingehalten.

Nun bin ich mit meinem Latein am Ende und Frage die Sammlerkollegen, wo der Fehler liegen könnte.

 

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Jörg Haase
 
 
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09.Sep.17 21:43
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Hallo Herr Lucas
 
Vor einiger Zeit hatte ich einen Schneewitchensarg mit genau dem gleichen Problem.
Vorab kann ich feststellen, dass die Abgleichanleitung nicht zum Ziel führt.
Auch ich hatte, obwohl alle relevanten Bauteile geprüft waren, einen unsauberen Sinus.
Das reduzieren des Hub am Messsender brachte Besserung, war aber immer noch nicht befriedigend.
Ich habe dann die ZF gewobbelt und festgetstellt, dass bei Spannungsmaxima die Filterbandbreite nicht ausreichend war.
Die -3 dB Punkte habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, aber das passte alles nicht.
Mit dem Wobbler (Rigol DSA 815 mit Trackingenerator) habe ich dann die ZF abgeglichen. Danach war es besser aber immer noch nicht gut. Da der Ratiodetektor sich einwandfrei auf Null abgleichen lies, stand auch ich vor einem Rätsel.
Eine erneute, nähere Untersuchung der Ratiodetektor Dioden zeigte dann am Komponententester merkwürdige Werte.
Eine Diode wurde als Kapazität mit 1 nF erkannt?? Dann habe ich die Kennlinie dieser Diode geschrieben und diese sah merkwürdig aus. Beim abnehmen der Diode aus den Kleps, ohne jede Gewalt, zerbrach die OA Diode in zwei Teile.
Ich hatte noch 2 X AA 143, die ich als Erstatz eingesetzt habe und was soll ich sagen, einwandfreier Sinus.
Prima fertig! Ja Pustekuchen, auf einmal wanderte der Oszillator um 1 Mhz und es gab ein merkwürdiges krachen.
Nach langer Suche habe ich dann eine Kerko (C 15) im Frontend gefunden, der seine Kapazität von 20 pF auf 12 pF verloren hatte. Beim auslöten war dann auf der Rückseite ein Haarriss am Drahtanschluß zu finden.
Das krachen war weg und der Oszillator stabil, aber nun pfiff und stopfte es in der ZF.
Wieder begann die Suche, bis ich auf den Trichter kam, die ECC 85 zu tauschen und siehe da, alles in Ordnung.
Leider hatte ich zu dieser Zeit noch nicht das Roetest. Komischerweise trat dieser Fehler mit dem defekten C nicht auf, woraus ich schließe das die alte ECC 85 zu große Unterschiede im Arbeitspunkt der beiden Trioden hatte.
Mit dem Roetest gehe ich jetzt immer erst in den Röhrentest, dass ist mit dem Gerät sehr schnell erledigt und schafft Klarheit.
Der Empfang war danach klar und sauber.
Ich hoffe mit meinem kurzen Erfahrungsbericht neue Perspektiven aufgezeigt zu haben und das meine Hinweise zum Ziel führen.
 
Jörg Haase
verschoben von Board »* TALK, talk, talk - nur für Mitglieder sichtbar« am 11.Sep.17 08:00 von Martin Renz 
  
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