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Bakelit stumpf

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Forum » Technique, Repair, Restoration, Home construction ** » Cleaning and restoring » Bakelit stumpf
           
Willi Ribbe
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21.Jul.06 16:51

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Hallo allerseits,

ich wollte hier an dieser Stelle nun nach weiterer Hilfe nachfragen:

Bei einen ''Kaiser UKW" im Bakelitgehäuse habe ich das Gehäuse separiert und laut den Hilfen in die Geschirrspülmaschine gestellt.
Die Innenflächen und abgedeckte Ecken wurden 1a, die Außenflächen gleichmäßig stumpf. Der Goldlack fiel beim handtieren aus den Fugen.
Eine Metallpolitur (Auto) brachte nichts - weiterhin stumpf.

Wie lautet nun die Empfehlung der Verfechter der Spülmaschinentechnik?

MfG. W. Ribbe
Eckhard Etzold †
 
 
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21.Jul.06 18:33

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Bitte überhaupt nicht in die Sülmaschine, sondern das stumpfe Bakelit mit einer Mischung von zwei Teilen Reinigungsbenzin und einem Teil Glyzerin einreiben. Schon geringe Mengen reichen aus, um das Bakelit wieder erstrahlen zu lassen.

Gruss
E. Etzold
Jacob Roschy
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21.Jul.06 22:32

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Die Spülmaschinentechnik hat sich bisher bestens bewährt, als dass es irgend einen Grund gäbe, davon abzuraten.

Hier liegt nur ein Problem der Politur vor.

MfG JR

Willi Ribbe
Willi Ribbe
 
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22.Jul.06 15:52

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Hallo nochmals,

ich habe nun nochmals die Politur versucht - aber ohne so durchschlagenden Erfolg.

Das Gehäuse sieht aus, als wäre es tatsächlich schon mal 600derter Nass geschliffen worden und wartet nun auf Klarlack (sorry, habe mehr mit Autos zu tun).

Wäre es möglich, das soetwas auch im Werk gemacht wurde und ich die Versigelung herausgespült habe..

MfG. Willi Ribbe
Georg Richter
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22.Jul.06 16:46

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Hallo zusammen,

In 1996 war ein ausführlicher Thread in der Newsgroup rec.antiques.radio+phono, das Wichtigste schrieb
ein gewisser Frank:

"I've restored a couple hundred small Bakelite cabinets (they must've been popular in my area), and have learned some interesting and sometimes frustrating lessons.

I've been holding out on this thread, for someone months ago mentioned to me a cleaner/polish specifically formulated for Bakelite; I've been hoping someone here would know its name, and post it. 

But here goes: 
I use Simichrome paste.  Lots of vigorous and circular rubbing, and some
experience recommended for even results..  This is just a jewler's rouge
formulation, which works just like Brasso or automotive rubbing compound.
The latter also works well with a stationary buffing wheel, if you are
getting serious with a number of Bakelite cabinets, and have the skill to
use one safely.  As for the previous poster's comments about Armor-All, I
wholeheartedly concur.  While good for shining more modern plastics (if
you like that wet-silicone-slippery look and feel - I don't), remember
that Bakelite is full of sawdust and/or other organic filler crap, and is
porous, especially so when partially deteriorated.  Also, once you put
silicone (any) on it, it is there forever; and it indeed does often
eventually deteriorate back to its previous appearance (or worse).  The
silicones used can also sometimes "ball up" molecularly with uneven
absorbtion into the partially-deteriorated Bakelite, and give a very
uneven finish which is nearly impossible to correct.  It is also more
difficult to then repolish, as the silicones reduce the needed friction of
the abrasives in the polish.  FWIW, ArmorAll on motorcycle tires at first
looks like wonderful new rubber, but later turns faint brownish and
actually *accelerates* cracking of the sidewalls (a serious safety issue
on a 'cycle).  For rubber parts of old radios, try Ruglyde or silicone (if
you must) grease, or other real rubber lubricant.  After successfully
polishing Bakelite to the desired luster (and not before), a good Carnuba
wax gives excellent protection, as do some other suggestions already
mentioned in the thread.

Don't use Windex or any solvents on dulled Bakelite when preparing it; use warm water and a good detergent or surfactant, and let it dry quite
thorougly before working further with it's finish.  Both will take time.
Even after all this, accept that *some* Bakelite cabinets are deteriorated so deeply below the surface that they will never completely regain their original lustre, though all can be improved considerably.

People have initially mistaken my once-dull Bakelite radios for new
reproductions <aarrghhh!>.   But whatever your method, you really have to love that lowly $40 AA5 to go to such labor and trouble. Separates
collectors from dealers, perhaps.

Frank"

Gefunden durch Suche in Google (Groups) nach "bakelite refinish"

Freundliche Grüsse
Georg Richter

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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22.Jul.06 20:17

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6
 

Hallo Herr Ribbe,

wie das aussieht, ist das wohl ein hoffnungsloser Fall.
Die einzige Rettung wird da nur noch Klarlack sein. Das habe ich auch schon mal gemacht, mit Erfolg.
Es glänzt danach so, dass es etwas überrestauriert wirkt, aber ich denke, damit kann man leben.

Hobbygrüße
Jacob Roschÿ

Ernst Erb
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22.Jul.06 20:50

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Wir hatten schon einige Anfragen behandelt - und doch kommen wieder neue Aspekte zum Vorschein. Es wäre gut, wenn sich ein Mitglied mit grosser Erfahrung die Mühe machen würde, zuerst die Oberflächen- und innere Materialstruktur mit einem Aufschnitt zu zeigen, denn es kommt auf die Material-Qualität und den Abnützungsgrad bzw. Abnützungsursache an. Bakelit zeigt eine andere "Oberfläche" als das innere ist, also kann man die Oberfläche nicht beliebig durch Material abhebende Methoden "strafen".

Der zweite Schritt wären Muster von Verschmutzungen zeigen, gefolgt von Reinigungsmethoden mit solchen Mustern und dem Endergebnis. Vielleicht passiert das hier einmal? Wenn nicht, bitte mit hier oder besser dem "Ursprungs-Hauptartikel" verlinken. Danke. Ich bin überzeugt, dass man mit dem Thema viel weiter ist, als ich es (als Nebengebiet) in "Radios von gestern" in den 80er Jahren behandeln konnte.

Ich nehme an, dass Herr Ribbe die vorhandenen Beiträge mit dem SEARCH abgesucht hat, z.B. mit dem Stichwort Bakelit reinigen, doch verlinke ich den ersten Hauptartikel mit dem hier - und umgekehrt.
Friedrich Meierhöfer
Friedrich Meierhöfer
 
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28.Jul.06 14:36

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8

Recht gute Ergebnisse kann man mit Cockpit-Spray (für Auto-Armaturenbrett) erzielen.
Natürlich erst an unsichtbarer Stelle probieren.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Meierhöfer

Klaus Pahr
 
 
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30.Jul.06 17:39

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   9 Verehrte Kollegen,

mir ist mal ein schöner, brauner Philetta BD254U von Philips aus Unachtsamkeit vom Tisch gefallen. Dabei sind an den Ecken größere Teile vom Gehäuse abgesprungen. Da Ärgern das Gerät nicht wieder heil werden lässt, blieb nur die Variante Kleben. Dazu habe ich alle Teile vorsichtig mit Zweikomponentenkleber zusammengefügt und die Löcher, die wegen verloren gegangener Splitter nicht ersetzt werden konnten, ebenfalls mit Zweikomponentenkleber verspachtelt (Zweikomponentenkleber ist farblos transparent nach den Aushärten). Nach dem Aushärten habe ich dann alles sauber verschliffen. Danach wurde das Gehäuse komplett mit Klarlack gespritzt. Heute sieht man praktisch nichts mehr davon, wenn man die Stellen nicht kennt. Dies könnte also auch eine Variante sein.

Viele Grüße

Klaus Pahr
Werner Thünel
 
 
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25.Sep.07 16:50

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   10 Hallo verehrte Kolleginnen und Kollegen,

auch ich reinige Bakelit-Gehäuse in der Geschirrspülmaschine. Allerdings haben wir in bei uns eine Wasserhärte von 1,2dH (deutscher Härte) und deshalb kein Regeneriersalz in der Maschine. Auch bei der normalen Nutzung der Maschine verursacht unnötiges oder falsches(?) Regeneriersalz einen weißlichen Schleier auf den Gläsern. Wir hatten zunächst auch welches in der Maschine und die gleichen Probleme. Die Gehäuse wurden rauh und unansehnlich.  Ohne Salz kommt das nicht mehr vor. Am besten also mal beim Wasserversorgungsunternehmen nach dem Härtegrad fragen und die Maschine entsprechend den Herstellerempfehlungen betreiben.

Viele Grüße

Werner Thünel

This article was edited 25.Sep.07 16:56 by Werner Thünel .

Michael Schott
 
 
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25.Sep.07 19:25

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   11 Guten Abend, Herr Ribbe,

ich habe hier einen alten Telefunken Andante mit Bakelitknöpfen und einem ebensolchen Frontrahmen stehen, dessen Oberflächen nach dem Geschirrspüler aussahen wie Ihr Gehäuse: Völlig stumpf. Ich habe dann folgendes gemacht:
Mit einer Polierwatte aus dem Baumarkt, genannt "Nevr Dull" schön gleichmäßig wieder polieren. Das ist zwar sehr mühsam, aber sie werden über das Ergebnis erstaunt sein! Anschließend gut abreiben, und evtl. noch mit einem Kunststoff-Pflegemittel nachbehandeln, fertig. Viel Spaß!

Mit herzlichen Grüßen!

Michael Schott
Walter Schmidt
 
 
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25.Sep.07 21:02

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   12 Hallo, ich verweise noch mal auf meinen kurzen Hinweis bei der Frage "Holzoberfläche regenerieren". Bei hoffnungslos verwitterten Oberflächen ist das Polieren mit Polierpaste eine endlose Mühe und führt wohl erst nach vielen  Stunden (oder Tagen) zum erwünschten Erfolg (wenn überhaupt). Andere Verfahren (Möbelpolitur, Chrompolitur) führen meist nur zu einer kurzzeitigen Besserung. Ich hatte die Erfahrung gemacht, daß man bei Bearbeitung mit Lackreiniger, wie er im KFZ-Bereich üblich ist, die Sache nur noch schlimmer macht, der hatte Anteile der Bakelitoberfläche einfach herausgelöst. Eine Lackierung mit Klarlack ist nur ein Notbehelf, die Oberfläche sieht unnatürlich aus. Ziel ist es, die Poren der verwitterten Bakelitoberfläche dauerhaft zu verschließen. Ich hatte vor Jahren Versuche mit "Clou Ballenmattierung" gemacht, mit großem Erfolg. Die Oberfläche sieht wieder wie neu aus, nicht unnatürlich glänzend, die Maserung des Materials kommt wieder wunderbar zur Geltung. Die Oberfläche hat sich bisher als wasserfest erwiesen (was man bei Holzpolitur nicht sagen kann). Dabei sind einige Dinge zu beachten: Mit Kunstharz (passend einfärben!) ausgebesserte Stellen mit 600er Schleifpapier beischleifen, dann die Ballenmattierung (ich benutze alte Baumwollgardinen) hauchdünn auftragen und unter ständiger Bewegung aufpolieren. Vorsicht, klebt erst einmal der Ballen fest, kann man von vorne anfangen. Das Verdünnungsverhältnis mit der entsprechenden Verdünnung für Holzoberflächen ist von der Firma Clou mit 1:3 angegeben, ich empfehle, den Lack weiter zu verdünnen, da das Material natürlich im Gegensatz zu Holzoberflüchen nicht einzieht und nur eine hauchdünne Schicht aufzutragen ist. Achtet man auf einen streifenfreien Auftrag, sieht die Oberfläche wieder wie neu aus. Das Bakelit darf natürlich nicht grundiert werden! Zugegeben, es gehört schon eine gehörige Übung dazu. Falls es mal schief geht, kann man ja die mißlungene Politur mir Verdünner wieder abwaschen und von vorne anfangen.- Einfach mal ausprobieren, wird schon schiefgehen. Übung macht den Meister. Kaputtmachen kann man eigentlich nichts.
Freundliche Grüße, Walter Schmidt
Thomas Schmiereck
Thomas Schmiereck
 
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23.Sep.08 23:43

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   13

Hier im Auszug den momentanten Text aus meiner Homepage  http://www.schmiereck.de/jawiki/user/HiFi/Bakelit

Ich habe das Verfahren inzwischen bei verschiedenen Gehäusen und Knöpfen angewendet und bin bisher zufrieden. Das Ergebnis ist verblüffend.

Ich vermute das im Zusammenhang mit der "Glyzerin" Methode aus Antwort 2 steht, auch wenn mir momentan nicht ganz klar ist, ob Glyzerin und Paraffin ähnlich oder gleich zu setzen sind.

Als "Vorbehandlung" bei sehr stumpfen Oberflächen ist 00-Stahlwolle tatsächlich nicht schlecht, so kommt schon einiger Glanz zurück - allerdings wird dabei natürlich Material abgetragen...


Beim restaurieren eines alten Röhrenradios bin ich zum erstem mal mit Bakelit in Berührung gekommen. Nach den ersten Versuchen mit Seifenwasser und verschiedenen Lösungsmitteln bin ich schnell dahinter gekommen, das ich damit das Material völlig ruinieren - es löst sich schlicht immer weiter auf und die Oberfläche wird stumpf.
Bei der Suche im Internet bin ich auf die folgende "Anleitungen" gestoßen:

  • Bakelit Konservieren und Reinigen
    • Paraffin, aufgelöst in Benzin. Verschiedene Mischungen zu probieren, meistens ist weniger Paraffin besser. Mit einem weichen Lappen auftragen. Wiederholen bis das ganze Gehäuse wieder eine einigermassen gleichmässige Oberfläche hat.
    • Ich habe 1 Teil Parafin (aus der Apotheke) auf 3 Teile Waschbenzin (aus dem Baumarkt) benutzt.

 

This article was edited 23.Sep.08 23:49 by Thomas Schmiereck .

  
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