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C3g (C3g)

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Hans M. Knoll
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07.Aug.12 21:09

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RÖHRE C3g Frage von Herrn Holtmann
 

 

Frage an das Forum:

 

Ich will nicht weiter spekulieren, sondern auch hier auf Antworten -möglichst mit Beweisen- warten.
Letztendlich geht es uns darum, Deutlichkeit in die Zuordnung der Röhren zu erhalten. Leider sind manchmal gleiche Typenbezeichnungen, bei sehr unterschiedlichen Daten, wie dieses Beispiel zeigt, anzutreffen.
 
Auf der Website der mit dem Radiomuseum.org befreundeten
GFGF findet man neu Ergänzungen zur POST- Röhre C3g
 
 
 
TEXT :

Hallo,

weiteres zur Röhre C3g.

Bei der Durchsicht meiner Unterlagen zum Röhrenmessgerät Siemens 9Rel 3K311 bin ich auf folgende Unterlagen gestoßen:

1. Prüfkartenverzeichnis von 1954, Auszug:
Hier sind insgesamt 3 verschiedene C3g Röhren aufgeführt und zwar C3g alt Prüfkarte 42,
C3g/I ab Fabrikationsnummer 501 bis 10 000, Prüfkarte 50 s und C3g/II ab Fabrikationsnummer
10 001, Prüfkarte 50.

2. Die Prüfkarte 42 für die C3g alt sagt aus, dass es sich um eine Röhre mit 9-poligem Postsockel handeln muss. Siehe beigefügten Stromlaufplan des 9Rel 3K311. Die Fassung Nr. 6 ist eine 9-polige Poströhrenfassung. Dies deckt sich mit der aus der Liste von 1943 gemachten Angabe "Flachboden".
In der Liste von 1943 wird eine Steilheit von 9 mA/V angegeben, auf der Prüfkarte Nr. 42 ist die Steilheit von 9 mA/V als gut-Wert gekennzeichnet.

Die Prüfkarte Nr. 50s für die C3g/I habe ich leider nicht, sie muss aber andere Röhrendaten und/oder Sockebeschaltung wie die Prüfkarte C3g/II haben, sonst hätte man keine Prüfkarte C3g/II erstellen brauchen.
Vermutlich war diese C3g/I noch nicht in Spanngittertechnik hergestellt worden und hat deshalb andere Daten. Eine C3g Röhre ist ja in dem Schreiben des FTZ an den Unterausschuss B4 Röhren von 1949 erwähnt. 1949 konnte die deutsche Röhrenindustrie noch keine Röhren in Spanngittertechnik herstellen.

3. Die Prüfkarte Nr. 50 für die C3g/II. Hier wird eine Steilheit von 13 mA/V als gut-Wert angegeben, die Röhrentabellen von Siemens und Lorenz geben einen gut-Wert von 14 mA/V an.
Ferner fällt auf der Prüfkarte Nr. 50 für die C3g/II und auf der Prüfkarte 46 II für die C3m der Zwischensockel 20, Loktalsockel, und nicht der in das Röhrenmessgerät eingebaute Loktalsockel Nr. 2 verwendet werden muss. Siehe beigefügter Stromlaufplan. Mit dem Sockel 2 kann z.B. die Röhre UEL71 geprüft werden.

4. Prüfkarte 46 II für die C3m-Röhre
5. Stromlaufplan für das Siemens Röhrenmessgerät 9Rel 3K311.
6. Verzeichnis der Zwischensockel, Abt. III des Prüfkartenverzeichnisses.

Es ist somit geklärt, dass es drei verschiedene Röhren mit der Bezeichnung C3g gegeben hat.

 

 

ENDE  Das O.K. vom Autor liegt vor bei: Hans M. Knoll

This article was edited 07.Aug.12 21:18 by Hans M. Knoll .

Wolfgang Holtmann
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08.Aug.12 19:10

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Lieber Herr Kull und natürlich auch Herr Knoll.

Darauf haben wir 5 Jahre gewartet, nun werden endlich die Zusammenhänge betreffend der Poströhre C3g ins rechte Licht gerückt!

Auf Grund der angeführten Dokumente gab es tatsächlich drei, technisch sehr unterschiedliche, Poströhren die die Typenbezeichnung C3g trugen. Es ist nur zu verständlich, dass man zunächst an einen Irrtum in den Röhrenpublikationen denkt. Denn, wer ist schon so einfältig und gibt seinen drei Söhnen den gleichen Vornamen? Da sind Verwechselungen doch vorprogrammiert....Sowas erwartet man nicht von einer Weltfirma wie TELEFUNKEN oder SIEMENS.

Konkret jetzt: Wir machen hier im RM für die C3g eine Dreiteilung mit entsprechenden Bemerkungen, die möglichst plausibel die Umstände per Röhre wiedergeben.

Nochmals unseren Dank.

MfG.

 

 

 

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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08.Aug.12 19:53

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Hallo Herr Holtman.

Das ist sehr freundlich, wie oft von Ihnen, den Beitrag so zu kommentieren.

Für mich: echter Teamgeist.

 

Gruss von Hans M. Knoll

 

This article was edited 08.Aug.12 19:54 by Hans M. Knoll .

Wolfgang Holtmann
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09.Aug.12 18:56

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Bei der Suche im Internet bin ich noch auf eine Variante der C3g gestoßen:

Der Typenstempel auf der Röhre, sowie auf dem Karton, lautet: C3g / s !
Die Hersteller sind ITT und VALVO.

Was die Unterscheidung /s nun beinhaltet, kann ich im Moment nicht sagen. Anhand der hohen SN sind diese nicht bei den C3g_newI einzuordnen.

 

Edit:

Es ist wiederum Herr Eckhard Kull der mit entsprechenden Originaldokumenten zur Variante der C3g -die C3g/s- offenstehende Fragen beantworten kann!

Er veröffentlicht seine wertvollen Hinweise im GFGF-Forum (Link siehe Post 1) unter der Rubrik:
Röhren, Transistoren und Bauelemente. Da jedermann dort mitlesen kann, erlaube ich mir hier zusammenfassend zu wiederholen:

Die C3g/s ist eine auf erhöhte Steilheit (=>105%) selektierte C3g und wurde auch von SIEMENS gefertigt.

This article was edited 12.Aug.12 21:50 by Wolfgang Holtmann .

  
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