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Deutsche Wehrmachtsröhren

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Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
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22.Dec.08 19:53

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Die ehemalige Deutsche Wehrmacht verwendete speziell entwickelte Röhrentypen, von denen allerdings nicht alle zum Einsatz kamen. Diese Röhren waren in keinem Fall für zivile Anwendung bestimmt. Einige Typen fanden nach Kriegsende vielfach Anwendung als Ersatz für nicht beschaffbare Typen, aber auch für die Neukonstruktion von "Notradios". Vor allem die RV12P2000 war ausserordentlich verbreitet und wurde noch jahrelang hergestellt.
Der Begriff "Wehrmacht" kommt übrigens erst um 1936 in Gebrauch.

Die Luftfahrt hatte eigene Röhren, ebenso das Heer. Es scheint keine Zusammenarbeit gegeben zu haben, was sich durch die konkurrierenden obersten Herren der Waffengattungen erklären lässt. Natürlich sind die Anforderungen an eine Luftfahrtröhre meist höher, z.B. wasTemperaturbereich, Beschleunigung etc. betrifft. Aber die Einigung auf einen gemeinsamen Typ mit höheren Spezifikationen wäre wirtschaftlicher gewesen als die Verzettelung auf mehrere leicht unterschiedliche Typen, von denen aber jeder seine eigene Fertigung erforderte.

Natürlich bedingte das auch unterschiedliche Bezeichnungssysteme:

Luftfahrt:
1.Buchstabe einheitlich L
2.Buchstabe 
  B = Braunsches Rohr (Kathodenstrahlröhre)
  D = Dezimeterröhre für <1 m
  F = Ikonoskop, Bildwandler, Fotozelle, Elektronenstrahlschalter
  G = Gleichrichterröhre, Spezialröhren zur Impulserzeugung
  K = Konstanthalter (Regelwiderstände, Stabis, Glimmlampen)
  M = Magnetfeldröhre
  S = Senderöhre für >1 m
   V = Verstärkerröhre für >1 m
Kennziffer : fortlaufende Nummerierung in der Reihenfolge der Entwicklung

Heer:
1.Buchstabe einheitlich R
2.Buchstabe 
  D = Dezimeterröhre für <1 m 
  = Gleichrichterröhre, Diode 
  L  = Leistungsverstärkerröhre, Senderöhre 
  = Kathodenstrahlröhre 
  V = Empfangsverstärkerröhre
Serienziffer = mittlere Heizspannung in Volt 
3.Buchstabe 
  A = Abstimmanzeige 
  D = Doppelweggleichrichter 
  G = Gleichrichterröhre 
  H = Hexode 
  L = Laufzeitröhre 
  M = Magnetfeldröhre 
  MM = doppelt magnetische Ablenkung 
  MS = magnetische und elektrische Ablenkung 
  P = Pentode 
  SS = doppelt elektrische Ablenkung 
  T = Triode 
Kennziffer/Kennbuchstabe:
- entweder fortlaufende Nummerierung
- oder Verlustleistung
- oder theoretischer Verstärkungsfaktor µ

Abweichend davon die Heeres-Batterieröhren der D-Serie, deren Bezeichnungsschema dem der Rundfunkröhren folgt und sich nur durch das angehängte w unterscheidet:
DAC41w
DC41w
DCH41w
DDD41w
DF41w
DL41w 

Die Kennzeichnung der Röhren erfolgte nach unterschiedlichen Systemen durch die verschiedenen Wehrmachtsstellen. 

 

This article was edited 18.Dec.13 08:50 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

  
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