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Die E1R genauer betrachtet

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Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » Die E1R genauer betrachtet
           
Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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08.May.09 11:29

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 Siehe auch diesen Eintrag.

Mir gefallen die vielen Widersprüche zur diesem Typ nicht.
Klar, das RM.org strebt an, noch genauer als die herkömmlichen Röhrentabellen (ausgenommen natürlich die Datenblätter der Hersteller, obwohl es da auch Schnitzer gibt) zu informieren. Das ist ein sehr hoch gestecktes Ziel wenn man bedenkt, dass über 35 000 Röhrentypen bei uns gelistet sind. Das kann und wird nie fehlerlos sein! Diese Fehler bzw. Ungenauigkeiten gilt es auf ein Minimum zu reduzieren. Daran sind alle Mitglieder des RM beteiligt.     
 
E1R Triode-Hexode oder -Heptode?
Da wird oftmals die E1R mit der ECH4 gleichgestellt, was wohl in den meisten Anwendungen seine Richtigkeit hat. Daher waren bisher die Sockelschaltbilder der ECH4 auf der Röhrenseite abgebildet d.h. als Heptode mit Bremsgitter (g5). Andererseits wird angegeben, dass die E1R elektrisch mit der ECH3 zu vergleichen ist. Letztere ist jedoch eine Hexode, also ohne ein zusätzliches Bremsgitter. Dazu kommt noch, g3 ist mit dem Steuergitter der Triode intern verbunden, was die universelle Verwendung einschränkt.
 
Normalerweise ist das anhand der Anzahl der Gitterstäbe von außen leicht zu beurteilen. Das gilt nicht für die E1R. Was ist die Wahrheit? Über den Umweg einer Messung des Ia in Abhängigkeit der Ua -bei einer überhöhten Ug2+4- kann man diese Frage zuverlässig beantworten.
 
Wir wissen, wenn die Schirmgitterspannung wesentlich höher als die Anodenspannung ist, fliegen die meisten Sekundärelektronen von der Anode zum Schirmgitter. Durch das Einfügen eines Bremsgitters wird dieser ungewünschte Effekt unterbunden.
 
 
 
 
Obige Ia/Ua Kennlinie zeigt uns, die E1R ist unumstößlich eine Hexode. Auf Grund der erwähnten Sekundärelektronen sehen wir eine Abnahme des Ia, obwohl die Ua ansteigt, gleichbedeutend mit einer negativen Widerstandscharakteristik. Nebenbei: Beim DYNATRON (A. Hull, USA) wird dieses Verhalten ausgenutzt.
Zum Vergleich darüber, die Kurve einer ECH4 (mit Bremsgitter) unter den gleichen Messbedingungen. 
 
In der Röhren-Taschen-Tabelle (Franzis Verlag, 2. Auflage) konnte ich unter Au45 das für die E1R zutreffende Sockelschaltbild finden, jedoch keinen direkten Bezug zu einem bestimmten Röhrentyp in den Tabellen.
 
MfG
 

This article was edited 08.May.09 11:32 by Wolfgang Holtmann .

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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08.May.09 16:56

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Hallo Wolfgang,

das Thema E1R und Umgebung scheint in der Luft zu liegen.

Im Verlauf einer Recherche und "Flurbereinigung" der ECH4- Octal-Versionen ECH34, ECH4G, ECH4A und ECH4K bekam ich auch von unserem Kollegen Emilio Ciardiello den ausschlaggebenden Hinweis (in Post 2), dass die E1R lediglich der Triode-Hexode ECH3 entspricht, jedoch mit unabhängigen Systemen, so zu sagen als pin-kompatible Billig-Version zur ECH4.

Derartige Röhren waren eine italienische Spezialität, denn das Gleiche gab es auch in der Octal-Serie. Dort gab es passend zur Triode-Heptode ECH4A die pin-kompatible Triode-Hexode 6TE8GT, die sonst sehr ähnlich der 6E8 ist.
 

Weitere Information findet man auch hier, wenn man ein Übersetzungs- Programm verwendet.

Die im Bild zu sehende E1R von mir ist oben stark verspiegelt, so dass man nicht nach innen sehen kann. Anstelle einer ECH4 eingesteckt, brachte sie nur sehr schwachen Empfang; sie scheint verbraucht zu sein.


 

M. f. G. J. R.

This article was edited 09.May.09 07:45 by Jacob Roschy .

  
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