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Die GRUNDIG UKW-SUPER mit und ohne Vorstufe

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Papers » Principles of schematics etc. » Die GRUNDIG UKW-SUPER mit und ohne Vorstufe
           
Hans M. Knoll
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19.Jan.14 20:31
 
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Die Grundig UKW-SUPER mit und ohne HF-Vorstufe, sowie multiplikativer Mischstufe mit Triode- Hexoden (ECH42) der Jahre 1951 bis 1952.

 Im Vergleich zu den Modellen von 1953, die eine Triode (EC92) als Mischer hatten, jedoch meist ohne HF- Vorstufe.


In Sammlerkreisen wird die Technik mit nur einer Triode im UKW –Teil in Unkenntnis der technischen Daten, als „Billigversion“ abgetan. Der Artikel soll die Schaltungen dem ernsthaften Sammler technisch näherbringen. Dabei wird mit Zahlen und Formeln gearbeitet die nur soweit gehen, dass die gemachten Aussagen beweiskräftig werden.
Der Ausgangspunkt.
Im Jahr 1950 kam der Markt mit Radios die vorbehaltlos mit einem UKW -Empfangsteil ausgestattet waren so recht in Gang. Bei GRUNDIG waren  die Modelle  bis  298DM noch mit Pendlern aus gestattet. Mit zwei Modellen 196W-(225W) -UKW und 238W-UKW kamen einfache UKW Empfänger die man als „Flankensuper“ einordnete, weil sie im Gegensatz zur Klasse oberhalb 355 DM, nicht mit einem  FM- Demodulator „Ratiodetektor“ ausgestattet waren.  
Diese Flankensuper waren eigentlich AM –Super deren Empfangsbereich oberhalb der Kurzwelle, mit einem Ultrakurzwellen - Bereich  versehen, auf den Bereich 87,5 – 100Mhz, ausgeweitet wurde.  Dass man dazu eine zweite Zwischenfrequenz von 10,7 Mhz neben der 468Khz vorsah, spielt dabei einen Nebenrolle weil die ZF –Lage,  468Khz oder 10,7Mhz,  nicht  mit der Art der Demodulation  verbunden werden kann.  Schon 1938 gab es Diskriminatoren (FM- Demodulatoren) bei Frequenzen  unterhalb 500Khz.
Beispiele: TELEFUNKEN: T7001WK, T8001WK, T898WK,
Blaupunkt: 11W78, 11W79

Im  Modelljahr  1951 /52 von GRUNDIG,  waren echte Fortschritte im UKW-Teil  der -Modelle in der Preisklasse um 150,00 DM und weiteren in der Klasse von 198,00 bis 298,00 DM als auch der naechsten Klasse von 350,00 bis 390,00 DM, vom Markt erzwungen worden.  Mit dem Ergebnis:  Das Streben nach Billigmodellen der unteren und mittleren Preisklasse, ist der Firma  technisch nicht so recht gelungen.

Was ist der Hintergrund zu dieser  Aussage?
Das findet man als durchsuchbare PDF in der Anlage.

Diese Anlage  ist im Inhalt mit Index 4a geändert.

Die Angabe „mit Deemphasis“ war falsch!

Was leisten Modelle: Signal ohne Bewertung durch eine Deemphasis. Das heisst: Messwerte= linear im Bereich von 40 bis 15.000 Hz am NF- Eingang. In der Praxis wirkt die Deemphasis mit einer Rauschminderung max. 13,5dB down bei 15Khz. Siehe Anlage Deemphasis


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EDIT: Die Tabelle TV-Störungen wurde bei Kanal 9 und 10 korrigiert (new)  

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This article was edited 03.Dec.14 10:28 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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01.Feb.14 22:02

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Eine zusätzliche Information zur Störung des Fernsehempfanges durch die zweite Harmonische oder die 1. Oberwelle des Oszillators im UKW-Teil eines Rundfunk-empfängers, sowie der Oberwellen aus dem Zwischenfrequenzteil.

In diesem Artikel,    wird auf der Seite VI kurz nur beschrieben, dass mit der Einführung des Fernsehens im Band I und III in Deutschland ab 1953, wegen der  Abstrahlung der Oszillator- Grundwelle und der ZF- Oberwellen, die den Ton - Rundfunk stören kann und der ersten Oszillator-. -Oberwelle und den Oberwellen der ZF die in den Fernsehbereich fallen, Grenzwerte für die Klemmenspannung an den Antennenbuchsen und der Strahlung im Freifeld eingehalten werden.müssen.  In einem Abstand von 30 Metern durfte die Störfeldstärke bis 111Mhz nicht mehr als 1mV/m  und oberhalb 111Mhz bis 223Mhz nicht mehr als 30 µ V /m betragen.   Diese Werte wurden nur von ganz wenigen existierenden Modellen eingehalten.

Die gesammte Rundfunkindustrie in „D“  und Europa, musste sich von ihren mehr oder weniger offenem Aufbau der UKW –Eingangsteile, die entweder mit einer multiplikativen Mischstufe mit Trioden/ Hexoden(Heptoden) wie ECH.. UCH.. oder additiven Mischstufen mit einer Pentode ohne Vorstufe wie EF42 / UF42 bestückt, oder bei GRUNDIG die ECF12 als moderne Schaltung, wie sie später mit der ECC85 realisiert wurde, trennen .Wie im Artikel beschrieben, mussten sie deshalb mit einer additiven Mischstufe mittels Triode, abgeglichener Oszillator- Brückenschaltung, mit und ohne Vorstufe ausgestattet werden. Selbst damit war viel Entwicklerkoennen notwendig, die Grenzwerte zu halten.

Ein sehr kritischer Leser hat die Notwendigkeit in Frage gestellt, weil er nie Probleme  mit einem GRUNDIG 380W mit der modernen Superschaltung mit der ECF12, beobachtet hatte. Warum nicht, kann er der Tabelle entnehmen.
                                                             
Das die Post und mit ihr die Industrie, mit jedem Modell jeden vorkomnenden Störungsfall in die Vorschrift aufnehmen musste, war den Kritikern in diesem Geprächskreis wenig sinnvoll erschienen und  der Aufwand, vorhandene Modelle mit aufwändigen Umbausätzen auf die neue  Vorschrift zu bringen, als wenig sinnvoll angebracht bewertet .
Als „Mitschuldiger“ der Modelle und Autor des Textes,  kann ich das nicht ein-fach hinnehmen.  Auch wenn es heute modern ist, gegen Alles oder Vieles zu sein, was als Vorschriften existiert oder erlassen wird.
Hans M. Knoll

Als Anlage eine Tabelle die zeigt was  im Einzelfall wen oder was im TV- Band III stört.  Ich habe die jeweiligen Unter-  und Ober-Grenzen der UKW Kanäle aufgenommen. z.B. 88 und 88,9 Mhz, dann 90 und 90,9Mhz usw.  Im jeweiligen TV Kanal kann die Häufigkeit der Störmöglichkeiten abgelesen werden. so: im K7 2 Fälle, K8 6 Fälle, K9 15 Fälle und K10 5 Fälle,  sind zu finden.

Im TV Band I sind es vorzugsweise die Oberwellen aus dem Zf-Teil

Der K2 wird mit 4Fällen, K3 mit 5 und K4 mit 6 Fällen gestört. Alles bei einer ZF von 10,7 Mhz.

Hier im Forum gibt es einen Beitrag mit einer auch  mir bekannten Umbauanleitung  von Telefunken.

Das Original von Telefunken UCAS notwendig. 

Darin wird gezeigt wie Modelle die Störungen erzeugen oder es noch koennten, mit einer modernen UKW-BOX technisch  auf neuesten  Stand gebracht werden konnten.    

 

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This article was edited 03.Dec.14 10:23 by Hans M. Knoll .

  
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