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DKE restaurieren

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Peter Mench
 
 
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27.Dec.17 13:44

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Ich habe noch aus früheren Zeiten ein Chassis von einem DKE 38 liegen gehabt, welches ich nun wieder zum Leben erwecken möchte. Ich muß das Chassis praktisch neu aufbauen, denn es fehlten einige Komponenten, die ich mir erst beschaffen mußte. Gefehlt haben Lautsprecher, Gehäuse, Heizwiderstand, Röhrensockel VCL11, Abschirmblech unter der VCL11 und alle Widerstände und Kondensatoren. Es fand sich glücklicherweise noch ein passender Röhrensockel in meinem Fundus, den ich dann auch eingenietet habe.Das Gehäuse habe ich mich entschlossen, selber zu bauen, weil die Angebote in Ebay entweder schlechte Qualität oder zu teuer waren. Das Abschirmblech habe ich nun aus Messingblech nachempfunden, das Gehäuse ist bereits angefangen; nur überlege ich noch, wie es lackiert werden soll. Vielleicht hat Jemand schon mal ein Gehäuse selbst gebaut und mit der Lackierung Erfahrung gesammelt. Welche Komponenten (Widerstände,Kondensatoren) sind eigentlich unter dem Abschirmblech verbaut? Die Röhren sind auch noch vorhanden, sowie die Drehknöpfe und das Skalenrad. Den Sicherungshalter muß ich auch noch reparieren, eine Feder ist abgebrochen.

Der Lautsprecher, den ich ersteigert hatte, war natürlich defekt. Der Steg von der Zunge zur Membran war abgerissen und die Membran selbst war auch nicht mehr die Beste. Die Reparatur ist mir aber ganz gut gelungen. Die Membran hatte ich noch als Neuteil liegen. Der Drehkondensator gehört natürlich auch nicht zum DKE, aber auch den hatte ich noch lagermäßig gefunden.

This article was edited 27.Dec.17 13:52 by Peter Mench .

Walter Schmidt
 
 
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27.Dec.17 20:27

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Hallo Herr Mench,

auch hier gibt es einen Verdrahtungsplan.

Die Gitterkombination der Triode liegt natürlich unter der Abschirmung.

Vergessen Sie nicht die Modifikation nach Herrn Roschy im Netzteil: Sicherung 0,1A, Schutzwiderstand von ca. 330-470 Ohm vor der Anode der VY2.

Bei Schwingneigung (Pfeifen) den Gegenkopplungskondensator 30pF auf 50-75pF vergrößern, das hilft in 90% der Fälle.

Freundliche Grüße!

W.S.

Peter Mench
 
 
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28.Dec.17 00:12

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Hallo Herr Schmidt,

 

Sie haben mir sehr geholfen; dafür bedanke ich mich recht herzlich.

Die angesprochenen Modifikationen sind mir schon bekannt, trotzdem danke für den Hinweis!

 

besten Dank

P. Mench

 

 

This article was edited 28.Dec.17 00:13 by Peter Mench .

Stefan Hammermayer
Stefan Hammermayer
 
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09.Jan.18 06:43

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Guten Morgen,

 

Gehäuse lackieren: Gute Erfahrungen hatte ich mit folgender Methode:

Erst mit Wasserbeize (Baumarkt) auf den gewünschten Farbton beizen.

Dann zuerst mit Wasserbasis Klarlack (Acryl-Lack) in mehreren Schichten (mit Zwischenschliff) mit der Rolle lackieren, bis die Poren des Holzes gefüllt sind und die Oberfläche so glatt ist, wie man das möchte. Vorteil des Wasserlacks: Trocknet superschnell und man kann früh am Morgen eine Schicht lackieren und mittags schon schleifen, nächste Schicht und so ist binnen eines Tages die Grundlackierung fertig.

Endlackierung dann mit normalem Kunstharz-Klarlack in hochglanz oder seidenmatt oder einem Zwischengemisch aus Beidem, je nach gewünschtem Glanzgrad.

Ganz wichtig, sagte mir mal ein pensionierter, inzwischen verstorbener Arbeitskollege:

Staub rieselt von oben nach unten, deswegen entweder in einem absolut staubfreien Umfeld lackieren (überdachter Balkon bei Regenwetter beispielsweise, jahreszeitlich möglichst ausserhalb der Insekten-Pollenflug-Zeit) oder nur senkrechte  stehende Flächen lackieren, da rieselt der Staub meistens dran vorbei. Schön dünn mit der Rolle lackiert, sollte sich schon nach dem  Vorlackieren mit Wasserlack schon im zweiten Durchgang (nach Zwischenschliff) mit dem Endlack ein zufriedenstellendes Endergebnis einstellen.

 

Soweit meine Methode, mit der ich gut zurechtkomme.

 

Viele Grüsse, Stefan

Peter Mench
 
 
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09.Jan.18 23:25

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Danke für die Beschreibung!

Ich vermute, daß man das Lackiern auch mit der Spritzpistole verwirklichen kann.

mfG

P. Mench

 

Peter Mench
 
 
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25.Jan.18 00:17

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Wer kennt es nicht, alte Kondensatoren müssen ersetzt werden!

Das gilt auch für die Siebelkos im DKE. Es gibt zwei Möglivhkeiten: 1. Man entfernt das Eingeweide aus dem alten Kondensator und ersetzt es durch einen modernen Typ. Wenn die Beschriftung noch einigermaßen tauglich ist, hat man großes Glück gehabt. 2. Man sucht ein entsprechend von den Maßen her passendes Kunststoffröhrchen (Tablettenröhrchen z.B.) und verpackt einen neuen Kondensator darin.

Nun fehlt aber noch die originale Beschriftung! Ich habe mir mal aus Spaß die Mühe gemacht, die Beschriftung dieser Kondensatoren nachzuempfinden und ausdruckbar zu machen.

Vielleicht existiert ja hier schon etwas in der Richtung, was ich nur nicht gefunden habe.

Trotzdem will ich Euch das nicht vorenthalten.

Es hat sich herausgestellt, daß das preiswerte Programm von Abacon "sPlan 7.0" hierfür sehr gut geeignet ist.

Gruß

Peter

Peter

Stefan Hammermayer
Stefan Hammermayer
 
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25.Jan.18 08:41

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Guten Morgen, Herr Mench,

sicher geht das auch mit der Spritzpistole. Trotzdem bevorzuge ich die Rolle. Warum?

1. ich habe keine Spritzpistole.

2.: Spritzpistole reinigen ist viel Aufwand. Die Rolle ist ein Pfennigsartikel. Zwischen zwei Lackiergängen mit Wasserlack wasche ich sie im Waschbecken aus. Bei Kunstharzlack stecke ich das ganze Rollenhalter-Vorderteil mit der Rolle voraus in eine kleine Plastiktüte und binde sie luftdicht zu, damit lässt sich das Eintrocknen etwa 30 Std. lang aufhalten und ich kann sie für mehrere Lackiergänge benutzen. Trocknet sie trotzdem ein, ersetze ich sie. Bei 2,99 für einen Fünferpack finanziell verkraftbar.

Mir ging es weniger um das Arbeitsmittel, sondern hauptsächlich um den Aspekt, dass für eine geschlossene Oberfläche zuerst die Poren des Holzes geschlossen werden müssen. Das geht mit Wasserbasislack superschnell und man kann binnen eines Tages bis zu den Vorbereitungen für die Endlackierung kommen. Mit Kunstharzlack würde aufgrund 24 Std. Wartezeit zwischen den Lackiergängen dasselbe mehrere Tage dauern. Mir persönlich geht es halt so: Wenn es zügig vorangeht, bleibe ich am Ball und bin zufrieden. Sehe ich nicht jeden Tag einen erkennbaren Fortschritt und verbringe zuviel Zeit mit Warten darauf, dass etwas trocken wird, verliere ich relativ bald die Motivation, weiterzumachen...

 

Viele Grüsse

Stefan Hammermayer

This article was edited 25.Jan.18 08:42 by Stefan Hammermayer .

Peter Mench
 
 
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12.Feb.18 18:21

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Hallo Herr Hammermayer,

 

ihre Argumente leuchten mir ein, deshalb werde ich es auch mit der Rolle versuchen.

Ich habe jetzt mal einen Elektrolytkondensator für den DKE produziert. Ich hatte noch ein Stück Kunststoffrohr liegen, das genau den Durchmesser von den original Kondensatoren hat. Ein Kunststoffkorken von einer Weinflasche hatte genau den passenden Durchmesser für das Rohr. Zwei Scheiben davon habe ich in das Rohr gedrückt, nachdem ich den neuen Kondensator mit Drahtenden versehen hatte und anschließend mit Prestolit vergossen.

Gruß

P. Mench

Christoph Jänichen
 
 
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22.Jan.19 19:15

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Als notorischer Perfektionist hätte ich den Weg zum Trödelmarkt meines Vetrauens angetreten und hätte dort nach einem vergilbten bzw. patinierten Stück Packpapier Ausschau gehalten. Selbiges mit dem Bügeleisen geglättet und auf DIN Format geschnitten um es alsdann dem Laserdrucker zuzuführen. Ein Finish aus Schellack, Zapon oder, oder hätte dem ganzen den letzten Pfiff gegeben. Hätte, hätte ....

This article was edited 22.Jan.19 19:28 by Christoph Jänichen .

Markus Zluwa
 
 
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22.Jan.19 20:17

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Um das Papier künstlich zu altern geht Schwarzer Tee ziemlich gut! Kaffesatz noch mal aufgießen sollte auch gehen.

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