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Eine "schräge" RES964

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Jan Peter Brömme
Jan Peter  Brömme
 
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28.Nov.08 13:49

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Liebe Röhren(Radio)freunde,
 
es kann sehr spannend sein, wenn man, so wie ich letztens, auf dem Dachboden seines Hauses
etwas sucht und nicht findet, aber dabei in der hintersten Ecke einige längst vergessene Pappkartons mit allerlei funktechnischem Kleinkram „wiederentdeckt“.
So stieg ich dann nicht mit dem von meiner Frau erhofften alten Adventsschmuck von Oma,
sondern mit einigen Kartons mit Röhren von der Bodentreppe.
Die Röhren, vor fast 30 Jahren dort mal deponiert, ein unsortiertes Durcheinander, nichts Spektakuläres, doch beim genauen Hinsehen fand ich interessante „Kleinigkeiten“,
die man, so meine ich, im RMorg einstellen kann.
 
Zum Beispiel eine Telefunken RES964 mit schräg eingebautem System im Rundkolben, habe ich bisher noch nicht gesehen, bei meinen anderen RES 964 stehen die Systeme alle "ordentlich" und gerade.
Übrigens die Röhre funktioniert gut und weist sehr gute Messwerte auf.
Sicherlich ist diese Röhre absichtlich so gefertigt, vielleicht zur Verringerung des Mikrophonieeffektes, weniger Sekundäremission , wirksamere Getterung o.ä.
 
So nach und nach werde ich die ca. 200 Röhren , viele Noval- Militär-Typen, „rote Serie“
A,B,C-Typen usw.   durchsehen und ggf. Photos einstellen.
 
Anbei 2 Bilder der „schiefen RES964“
Viele Grüsse
J. P.Brömme

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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28.Nov.08 17:14

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Hallo Herr Brömme

Bei dem gezeigten Exemplar handelt es sich um eine Fehlproduktion.
Der Quetschfuß ist schon schief, daher! Auf der Röhrenseite sind mehrere Fotos mit geradem Aufbau abgebildet.

Ich bitte um Verständnis, dass ich als (einer der) Röhrenadmin. Beiträge dazu etwas kritisch durchlese und auf (in meinen Augen) Fehler -im weitesten Sinn des Wortes- aufmerksam mache.

Ihre Aussage:

"Sicherlich ist diese Röhre absichtlich so gefertigt, vielleicht zur Verringerung des Mikrophonieeffektes, weniger Sekundäremission , wirksamere Getterung o.ä."

kommt verwirrend über, wenn sie ein Teil der Dokumentation zur RES964 wird, wie gefordert.

Solche "Ausreißer" gab es zu Hauf und sind nicht typenspezifisch. Könnte man unter "Kuriositäten in der Röhrenherstellung" einordnen. Die verschiedenen Fehlbezeichnungen gehören auch dazu.  

Es gab allerdings damals Röhren, wo absichtlich das System schräge eingebaut wurde. Man wollte das System in einem kleinen Glaskolben unterbringen. Hier ein Beispiel dazu:

 Dann machte Ernst noch auf eine andere Möglichkeit der Deformierung des Systems aufmerksam:

"Man sollte auch erwähnen, dass man hin und wieder "schräge Systeme" findet, die aber im Normalfall durch einen Stoss so geworden sind und dass man mit Gegenstoss wieder ausrichten kann:
Röhre an Fassung halten und diese Faust gegen die andere Handinnenfläche (leicht) schlagen. Das Glas kommt also nicht mit etwas in Berührung. Lieber einige "weiche Schläge" als mit einem Schlag korrigieren wollen."

MfG

Este artículo fue corregido 29.Nov.08 10:44 por Wolfgang Holtmann .

Thomas Günzel
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28.Nov.08 17:53

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Es wäre schön, wenn einer der Admins diesen schönen Beitrag auf das Röhrenmodell verschieben könnte.

Es gilt auch für Röhren und Halbleiter; immer vom Modell aus posten wenn entsprechende Beiträge die Historie ergänzen!

Gruß

Thomas

Este artículo fue corregido 29.Nov.08 16:53 por Thomas Günzel .

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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28.Nov.08 18:28

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Guten Abend Herr Günzel

Ihre Bemerkung ist grundsätzlich schon richtig!

Nur, in diesem speziellen Fall wird der Röhrenseite RES 964 nichts Wissenswertes hinzugefügt. Im Gegenteil, für manche eher verwirrend.

Eigentlich hätte TELEFUNKEN die "schräge" Röhre vernichten müssen, weil Ausschuss. Aber, elektrisch funktioniert sie ja, so dass sie als Bastlerröhre weiterleben durfte. 

MfG

Este artículo fue corregido 29.Nov.08 10:46 por Wolfgang Holtmann .

Ernst Erb
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28.Nov.08 21:16

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Es ist grundsätzlich richtig, was Thomas schreibt: Der Beitrag ist spezifisch für die Röhre und gehört von der Röhre aus gepostet. So wie es war, geht er unter. Deshalb habe ich auf die Röhre verschoben. Ich werde diesen Post und die beiden oberen später löschen.

Wenn ein Beitrag verwirrend wirken sollte, dann ist es an uns, entwirrend zu schreiben, (nur) notfalls sollte der verwirrende Beitrag geändert werden. Lieber Wolfgang: Ich finde schon, dass das etwas Wissenswertes ist - und interessant dazu. Vielleicht nimmst Du den zweiten Teil Deiner Aussage in Deinen oberen Thread auf? Danke. Du könntest darin auch erwähnen, dass man hin und wieder "schräge Systeme" findet, die aber im Normalfall durch einen Stoss so geworden sind und dass man mit Gegenstoss wieder ausrichten kann: Röhre an Fassung halten und diese Faust gegen die andere Handinnenfläche (leicht) schlagen. Das Glas kommt also nicht mit etwas in Berührung. Lieber einige "weiche Schläge" als mit einem Schlag korrigieren wollen.

Natürlich kann ein Thread auch derart wirr oder falsch sein, dass wir ihn entweder ins Talk verschieben oder löschen. Die Bilder von Herrn Brömme sind übrigens vorbildlich im Speicherplatz reduziert - trotz der Bildgrösse nehmen sie wenig Speicherplatz ein. Interessant wäre es schon zu wissen, wie diese Telefunken-Qualität auf den Markt kam.

Jan Peter Brömme
Jan Peter  Brömme
 
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01.Dec.08 11:27

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Hallo Herr Holtmann,
ich danke Ihnen und den anderen Herren für die Ausführungen.
Sie haben völlig Recht, dass es sich bei dieser RES964 um eine fehlerhafte Produktion handelt. Ich wollte natürlich mit meiner Vermutung die Fachwelt nicht verunsichern, ich hatte früher mal gelesen, dass Röhrenhersteller mit solchen schrägen Konstruktionen experimentierten, wo das stand , weis ich heute leider nicht mehr.
Aber meine Neugierde war nun geweckt und habe mit W.Scharschmidt über "fehlerhafte Röhrenkuriositäten" gesprochen und gebe seine Ausführungen hier sinngemäß wieder :
Meine RES964 ist an der Sockelunterseite mit dem Telefunkencode „uo“ gestempelt, gleichbedeutend Abnahme 12. Monat 1948, d.h. nicht gefertigt, das kann zu einem früheren Datum geschehen sein. Aus den Telefunkenunterlagen von W.S. geht ebenso hervor , das RES964 zu dieser Nachkriegszeit wieder produziert wurden.
Dass in der frühen Nachkriegszeit gefertigte Röhren in den Handel gekommen sind, die vor dem Kriege die Qualitätskontrolle nicht passiert hätten, ist durchaus plausibel.
Man musste mit neuen Kräften eine Produktion aufbauen, es standen nicht alle Maschinen zur Verfügung, über die man vor dem Kriege verfügte, sodass viel improvisiert werden musste.
In dieser kurzen Zeit der Nachkriegsfertigung und des Wiederaufbaues und der Not wurde alles verwendet, was man in der Lage war „funktionierend“ herzustellen.
 
Meine schiefe RES964 hat jetzt bei mir einen Ehrenplatz bekommen und wird jetzt eine Weile den Lautsprecher in einem passenden Vorkriegs-Telefunkenradio antreiben.
Viele Grüsse

J.P.Brömme

 

Este artículo fue corregido 01.Dec.08 11:28 por Jan Peter Brömme .

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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01.Dec.08 12:57

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Danke Herr Brömme,
für die Ergänzungen zur "schiefen" Röhre.

In der Zwischenzeit habe ich mich bemüht, die wahrscheinliche Fehlerursache etwas deutlicher, anschaulicher zu machen.
Eigentlich jetzt überflüssig geworden, aber will das doch noch einbringen, damit der Zeitaufwand nicht ganz umsonst war. Kann dann später gelöscht oder verschoben werden, könnte ja für viele alte Röhren zutreffen.

Schiefgelaufen -im wahrsten Sinn des Wortes- ist es bei der Verschmelzung vom Quetschfuß-Elektrodensystem mit dem Glaskolben. Da muss noch im weichen Zustand eine seitliche Kraft eingewirkt haben, so dass keine korrekte Ausrichtung (Zentrierung) erfolgte.

Oberes Bild habe ich aus: "Funktechnik", Prof. I. Herrmann, 1936, entnommen.
 

 

Damit kein Missverstand entsteht:
Wir freuen uns auf weitere interessante Röhren aus Ihrem Bestand. Gerade die abnormalen Exemplare sind das "Salz in der Suppe", um es mal salopp auszudrücken.

MfG 

Este artículo fue corregido 02.Dec.08 16:59 por Wolfgang Holtmann .

  
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