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Ermittlung der 'gut' / 'unbrauchbar'-Grenze Prüfkarten W19

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Joachim Röhling
Joachim Röhling
 
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17.Jan.12 11:46
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Liebe Röhren- und Sammlerkollegen,

ich erbitte Hilfe. Wie kann ich bei der Herstellung einer Prüfkarte für das W19, die es im Standardsortiment nicht gibt, die Grenzen für "gut" und "unbrauchbar" ermitteln, wenn ich zwar die Daten aus dem Buch von Herrn Müller, aber keine Kennlinie der betreffenden Röhre habe??

Konkretes Beispiel: Karte Nr. 1140 für die Röhre 7591. 

Wer kann mir in diesem Fall, oder besser generell helfen?

Vielen Dank im voraus!

Herzliche Grüße

Joachim Röhling

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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19.Jan.12 12:08

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Hallo Herr Röhling

Ich habe mal in meinen Unterlagen zu den FUNKE RPG's gesucht und unter "Meßergebnis-Auswertung" Folgendes gefunden: 

Nach 1945 wurden die Karten so eingeteilt:

60 bis 100% des Sollwertes mit "G u t"

40 bis 60%    "           "        "    " ? "  (Noch brauchbar oder zweifelhaft)

Unter 40%     "           "        "    " Unbrauchbar"

Nach den von K. F. Müller publizierten Prüfdaten für die Röhre 7591 (Karte 1140) sind die beiden Grenzwerte 40 und 60% mit 17,3 und 26 mA angegeben.

 

Danach sähe die Karte 1140 so aus:

 

Nach diesem Vorbild müssten sich auch andere Karten erstellen lassen.

Ob das bei der Vielzahl der Röhrentypen konsequent durchgeführt wurde, wage ich zu bezweifeln...

Joachim Röhling
Joachim Röhling
 
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19.Jan.12 13:22
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Hallo Herr Holtmann,

damit haben Sie mir sehr geholfen. Das ist genau das, was ich wissen wollte!

Vielen Dank für Ihre Mühe, die Sie sich gemacht haben!

Viele Grüße

Joachim Röhling

Johann Leber
 
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19.Jan.12 14:11

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Hallo Herr Röhling

Bei der Beurteilung einer Röhre geht man ja von den Zustand der Katode aus,was kann die leisten.Die Röhrenhersteller propagieren ihre Daten aus den Mittelwerten hunderte von geprüften Röhren,erst dann werden diese Daten in die Röhrenbücher gesetzt.Für mich ist der Zustand einer Röhre alleine aus diesen Daten massgebend.Stellt man seinen Röhrenprüfer auf diese Daten ein,so bekommt man einen genauen Eindruck dieser Röhre. Will man nun den prozentualen Wert bekommen so ist meine Formel

Istwert : Sollwert x 100  also z.B. Ist Anodenstrom= 80mA sollwert nach Datenbuch 100mA so würde das 80 : 100=0,8X100 =80 % heißen. Jetzt können Sie Ihre Einteilung Gut/ Brauchbar / Schlecht selber bestimmen.Ich persöhnlich sehe eine Röhre mit 70% als noch gerade "Gut"an. Ein Datenbuch ist natürlich voraussetzung hierzu,sowie aus den hier ersichtlichen Daten für die Gittervorspannung, Anodenspannung,Schirmgitterspannung e.t.c.die man sorgsam einstellen sollte. Der dabei entstehende Anodenstrom zeigt den Zustand der Röhre.

Arpad Roth † 27.3.17
Arpad Roth † 27.3.17
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19.Jan.12 16:14

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