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FM-ZF-Abgleich, Wobbler und Eichmarkengeber?

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Stefan Seitz
 
 
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03.Oct.06 12:22

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In der FM-ZF-Abgleichanweisung von einigen Schaub-Lorenz Geräten aus den 60er sowie 70er-Jahren  findet man hierzu folgenden Hinweis:

Erforderliche Messgeräte:
1 Wobbler mit 10,7MHz Wobbelbereich und Eichmarke, 1 Oszillograph , 1 Outputmeter

Hat jemand hierzu Erfahrung und kann mir bei der Klärung folgender Fragen helfen?

  1. Wie sieht so ein Abgleichaufbau bestehend aus Wobbler mit Eichmarke und Oszillograph aus?
  2. Wie kann man sich einen Wobbelgenerator mit Eichmarkengeber selbst bauen?

 

 

 

 

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Henning Oelkers
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03.Oct.06 19:34

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Hallo, Herr Seitz,

Ein Wobbler ist ein HF Generator, der einen bestimmten Frequenzbereich ( z. B. 9,7 bis 11,7 Mhz ) in regelmäßiger Folge "abfährt" und ein Amplitudenkonstantes einstellbares Ausgangssignal liefert.

Das "abfahren" des Bereiches wird von einer intern erzeugten Wechselspannung ( 20 - 50 Hz, Sägezahn oder Sinus ) gesteuert, die üblicherweise über eine Kapazitätsdiode die Frequenzänderung bewirkt.

Während des "Rücklaufes" dieser Steuerspannung wird der HF Generator ausgetastet, damit eine Nullinie sichtbar wird.

Das Oszilloskop wird nun mit dem Eingang X-Extern mit der Steuerspannung ( Der Wobbler hat extra einen Ausgang dafür )verbunden. Dadurch folgt der Elektronenstrahl in X-Richtung exakt der Steuerspannung der Kapazitätsdiode, und damit der Frequenzänderung des HF Generators.

Der Y-Eingang wird mit dem Messobjekt gemäss Abgleichanweisung verbunden.

Damit nun sichtbar gemacht werden kann, wo denn nun genau 10,7 Mhz ist, ist im Wobbler ein weiterer HF Generator ( auch Markengeber genannt ) eingebaut, dieser wird auf 10,7 Mhz eingestellt, und das Signal dem Wobblersignal überlagert.

Dort, wo die Frequenzen fast gleich sind, ergibt sich eine kleine "Marke" in der Darstellung, wie Sie das in der Abgleichanweisung sehen können.

Sie erkennen schon, das Ganze ist nicht so einfach, und es muss dann auch alles stabil laufen.

Nichts ist schlimmer, als ein nicht stabiler Messender / Wobbler während des Abgleiches.

Industrielle Beispiele sind der Grundig AS2, Grundig Wobbelsender 6016 oder Nordmende UW 958.

 

Wenn Sie sich ansehen, welcher Aufwand ( auch mechanisch ) erforderlich war, werden Sie sehen, dass der Selbstbau schwierig werden dürfte.

 

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Henning Oelkers

This article was edited 03.Oct.06 19:38 by Henning Oelkers .

Georg Beckmann
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03.Oct.06 20:53

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Hallo Herr Seitz, Herr Oelkers,

hier mein Wobbelaufbau aus vorhandenen Geräten. Der Vorteil dabei war für mich, dass Oszi und Generatoren zur Verfügung stehen.

Das Einzige, was ich kaufen musste, war der grüne Demodulatortastkopf. ( Gibt es z.B. bei Bürklin. )

Was hier noch fehlt, ist der Markengeber, dafür müsste man einen dritten Funktionsgenerator spendieren. Herr Oelkers hat das schon genau erklärt. Das Markensignal wird über einen Widerstandsteiler dem zu dem Signal vor dem Demodulatorkopf addiert.

Damit kann man die Kurve vermessen und die Modulationsamplitude auf den gewünschten Wert einstellen.

Üblicherweise steuert das Wobbelsignal einmal die Frequenz des Messenders und liegt an der X-Ablenkung des Oszi. Das gab keine schönen Bilder. Mit dem Wobbelsignal am Triggereingang wird das Gleiche errreicht und das Bild sieht schöner aus.

Gruß

Georg Beckmann

 

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Henning Oelkers
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04.Oct.06 01:18

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Hallo, Herr Seitz,

liebe Freunde haben mich noch auf folgende Links im RM.ORG hingewiesen, die Ihnen sicher auch weiterhelfen können.

 
 
 
 
 
 
Mein Dank gilt allen Mitstreitern,
gruß aus Berlin,
Henning Oelkers
Konrad Birkner † 12.08.2014
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Von Darius erreichte mich dieser Beitrag mit der Bitte um Veröffentlichung:

Selbstbau - Wobbler

Mit dem Funktionsgenerator IC MAX 038 http://www.datasheetcatalog.com/datasheets_pdf/M/A/X/0/MAX038.shtml 
lässt sich sehr schön ein Wobbler bis 20MHz aufbauen.

Durch den linearen RC Generator lassen sich Anfangs- End- und Centerfrequenz genau einstellen und man kann so jedem Punkt auf der Zeitachse eine Frequenz zuordnen ohne einen Marker haben zu müssen. Die Centerfrequenz stelle ich mit dem Frequenzzähler ein, dann schalte ich auf End- oder Anfangsfrequenz und stelle den Wobbelhub entsprechend ein.
Das Oszilloscope bekommt nur Triggerimpulse. Ich stelle das Oszilloscope dann so ein, dass am linken (und rechten) Rand der Triggerimpuls liegt, dazwischen liegt dann der Wobbelbereich. So brauche ich keinen XY- Betrieb und Rücklaufdunkeltastung wie sonst beim Wobbeln üblich. 

  

Diodentastköpfe verwende ich nicht, weil sie immer den Kreis verstimmen. Ich lege einen Tastkopf in die Nähe (nicht berühren!) des Kreises, bei entsprechend empfindlicher Einstellung des Y-Verstärkers sieht man dann genug HF was zum Wobbeln immer ausreicht.

This article was edited 04.Oct.06 13:40 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

Georg Beckmann
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04.Oct.06 13:36

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Hallo Herr Birkner,

bei meiner Lösung, das ganze aus zusammengesuchten Teilen zu realisieren, wurde ich von folgenden Überlegungen geleitet:

- gebrauchtes altes Gerät im ebay suchen.

Ein Uraltgerät das vielleicht geht oder auch nicht. Wenn es ausfällt ist die Reparatur ein Theater.

- Neues Gerät.

Für die Hobbyzwecke unbezahlbar, wenn ich es für die Firma anschaffe, muss ich eine Ausrede erfinden, wozu wir so etwas benötigen.

- Selbstbau

Wird nie fertig.

Also war die aufgezeigte Lösung für meinen Fall die Beste von Allen..

Gruß

 

Georg Beckmann

 

Konrad Birkner † 12.08.2014
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04.Oct.06 13:50

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Ja Herr Beckmann, ich halte Ihre letzte Lösung für die Beste. Der Vorteil: man kann sich etwas nach Maß schneidern. Dass Sie nicht fertig werden, ist allerdings ein Problem, das Sie mit vielen Mitmenschen teilen.

Ich versuche immer ein Vorhaben fertigzustellen, ehe das nächste in Angriff genommen wird. Es funktioniert nicht immer, aber es vermeidet doch, dass ein Dutzend Halbleichen herumstehen. Das spart Zeit und Platz und Ärger (über sich selber). Hab ich auch erst relativ spät im Zeitmanagement gelernt.

Aber: Viele Wege führen nach Rom.

Georg Beckmann
Georg Beckmann
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04.Oct.06 21:17

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Hallo Herr Birkner,

grad habe ich bei ELV ein Gerät gefunden, das wohl alle Ansprüche erfüllt. Sh.

http://shop.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=6124

Ob es was taugt, kann ich nicht sagen, aber von den Daten hätte das alles, was man braucht und

ist mit dem Hobby-Geldbeutel noch erreichbar. Es wird ja sogar als Bausatz angeboten.

Gruß

Georg Beckmann

Johannes Bernhauser
Johannes Bernhauser
 
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05.Oct.06 09:19

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   9 Liebe Sammlerkollegen,
ich habe mir dieses Gerät gebaut und bin damit recht zufrieden. Allerdings mußte ich monatelang auf die Lieferung des Bausatzes warten (vermutlich, weil das Gerät damals ganz neu entwickelt und das Vorgängermodell (das ich eigentlich bestellt hatte) nicht mehr lieferbar war).
Der Zusammenbau war eine Herausforderung für mich, weil zahlreiche winzige SMD-Bauteile, vor allem ICs, einzulöten sind. Die Beschreibung war aber gut und es hat alles auf Anhieb geklappt.
Für meine Reparatuer- und Bastelzwecke ist der Generator völlig ausreichend und spart - durch den eingebauten Frequenzzähler - Platz und Kabelsalat.
Was mich stört: Die Frequenzeinstellung wird nicht gespeichert, nach dem Einschalten muß man sich wirder "hinkurbeln".

Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Bernhauser
  
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