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funke: Fehler auf Karte 144

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Reiner Scholz
Reiner Scholz
 
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19.Apr.13 21:35

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Die LOEWE Mehrfachröhren 3NF, 3NF Bat und 3NF Net werden mit den Karten 144 und 145 geprüft. Nach 1948 wurden diese LOEWE Karten mit neuen Röhren überschrieben. Der Fehler wurde entdeckt oder auch nicht, auf jeden Fall bis zum Kartensatz  W10, 11, R(undfunktechnik) 12 und 13 nicht korrigiert. Ich bitte Besitzer von W16 und W18 - Geräten, das mal zu überprüfen.

Für die Prüfung von System 1 der 3NF soll laut Prüfvorschrift die Buchse "8" der Karte (hier wird die weiter unten gesteckte Anodenspannung herangeführt) mit der Buchse "8" des Adapters verbunden werden. Letztere führt jedoch zum Mittenkontakt der Fassung und endet somit im Nichts, da die 3NF ja keinen Mittenanschluß besitzt. Buchse 1 und 8 des Adapters sind intern nicht miteinander verbunden.

Funke hätte hier für die Prüfung der 3NF System 1 eine weitere Karte schaffen müssen, auf der die Buchse Anodenspannung hier dann mit "1" zu bezeichen gewesen wäre und dementsprechend mit Buchse 1 des Adapters hätte verbunden werden müssen.

Im Nachhinein ist das weniger sinnvoll, da die Querverweise im blauen Buch fehlen würden. So habe ich für mich und die späteren Besitzer die Buchse 8 (1) neutral in "A" umbenannt und der Karte einen Hinweis hinzugefügt. 

Für die Prüfung des 3. Systems ist keine Änderung erforderlich, hier ist Buchse "A" korrekt mit "2" gekennzeichnet

 

Gruß RS

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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20.Apr.13 18:46

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Lieber Herr Scholz

Ich besitze das Funke RPG W16, aber ohne den Loewe-Röhren Zusatz! Sie haben jedoch eine Skizze der internen Verdrahtung angefertigt, die ich übernehme. 

Meine Karte 144 zeigt den gleichen Fehler: „A1 ist mit Buchse 8 des Zusatzes zu verbinden“, welche –wie Sie schon richtig erkannt haben- bei der 3NF ins Leere läuft, weil kein Mittelkontakt vorhanden. Also muss die 8 durch eine 1 ersetzt werden, dann ist die Karte gültig für alle drei(!) aufgeführten Typen!

Begründung:
Es wird der Anodenstrom an Stift A1, A2 gemessen. Genauer gesagt, der Strom der durch die 1. Triode und 2. Triode fließt und zwar mit(!) den dazugehörigen Außenwiderständen! Diese sind sehr hochohmig, mehrere Megohm! Darum ist der GUT-Bereich nur um die 0,5 mA.

Ihr Vorschlag mit einer getrennten Messung (in Gelb) für die 3NF Bat und 3NF Net mit Mittelkontakt über Buchse 8 erfordert eine ganz andere Stromeinteilung. Dann wird nämlich nur der Anodenstrom der 1. Triode gemessen ohne(!) den internen Ra!
Dieser beträgt sicherlich einige mA. Den genauen Wert kann ich nicht sagen, ich besitze keine neuwertige Röhre dieser Art.

Stutzig macht mich das zusätzliche Loch für A1 (ganz oben links) auf meiner Karte 144. Für die Prüfung der 3NF wird das nicht benötigt...

MfG  

 

 

Wolfgang Eckardt
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20.Apr.13 20:07

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Hallo Herr Scholz,

ich bin auf Ihren interessanten Beitrag aufmerksam geworden, habe aber im Moment nicht ausreichend Zeit, diese Problematik genauer mit "unter die Lupe" zu nehmen. Deshalb nur kurz meine ersten Feststellungen:

Ich habe das W18 und den kompletten Kartensatz. Die Karten 144 und 145 von 1.48 (und auch weitere Karten zu Loewe-Röhren von 1.48) unterscheiden sich wesentlich von denen zum W16. Funke schreibt selbst dazu:
"Da die Herstellerfirma dieser Röhren die Spezialfassungen seit 1940 nicht mehr liefert ..... ist eine direkte Prüfung in der Originalfassung nicht mehr möglich. Will man trotzdem eine Messung vornehmen, macht man fliegende Verbindungen zwischen der Röhre und den Buchsen ... wie folgt: ..."

So sehen die beiden Karten aus von Januar 1948:

Die Karten 146, 147, 148, 150, 153, 154, 155, 157, 160 sind auch Loewe-Röhren von 1.48 und tragen den gleichen Text wie oben. Die anderen Karten dazwischen sind zu Urdox-Widerständen "mutiert", auch 198 und 199.

Nun habe ich aber auch einige dieser Karten von 8.43 zum RPG4/3. Diese sind nun wieder völlig anders. Dort ist ein Zusatz anzuschließen, ohne fliegende Verbindungen. Das lässt den Schluss zu, dass es noch einen anderen Loewe-Zusatz gegeben haben könnte, der anders ist, als der von Ihnen dokumentierte. (Zu dem hatte ich ja nur die Lichtpause der Schaltung beigesteuert, die beim Modell hochgeladen ist.)

Hier die beiden Karten 144 und 145 von August 1943:

Karten zum W16/W17 von 1938/39 habe ich auch einige, aber nicht die 144 und 145. Die sind aufgebaut wie die von Ihnen gezeigten.
Wenn es von Bedeutung sein sollte, würde ich die anderen Karten - also 3 verschiedene "Generationen" von 1938/39, 1943 und 1948 - einmal gegenüberstellen und scannen für einen Vergleich (nur in allernächster Zeit nicht).  

Soviel erst einmal als Information - hoffentlich zum Nutzen für den interessanten Disput.

Beste Grüße
Wolfgang Eckardt

 

Reiner Scholz
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20.Apr.13 19:47

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Hallo Herr Holtmann, vielen Dank für die aufklärenden Hinweise. Dieses Wissen um die korrekte Meßschaltung fehlte mir. Werde meine Karte schnell wieder ändern.

"Stutzig macht mich das zusätzliche Loch für A1 ...."

Zusätzlich zu den auf meiner Karte abgebildeten Löchern? Wenn ja, wo genau in XY Koordinaten zum Loch A/8/1? Wie ist dieses Loch denn auf dem Steckerfeld bezeichnet?

Gruß RS

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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20.Apr.13 20:23

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Hallo Herr Scholz

Das Loch was ich meine ist bei Ihrer Karte nicht zu sehen, dort ist die halbrunde Aussparung.

Das Loch (oberste Reihe, 2. von links) verbindet A1 mit Stift 1 der Röhrenfassungen, wird aber nicht gebraucht.

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Kann hier auf Beiträge im Forum antworten, aber keine Bilder oder Links mehr hochladen und auch keine Wörter unterstreichen. Daher auch kein Bild meiner Karte.

Die Ursache liegt an meinem Hauptcomputer, weil das mit dem Laptop sehrwohl geht.
Ich vermute, dass das mit dem sogenannten "RegClean" Programm zu tun hat, was ich installiert habe. Viel Verstand davon habe ich wenig...

MfG

Reiner Scholz
Reiner Scholz
 
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20.Apr.13 20:50

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Hallo Herr Eckardt, sehr aufschlußreich, vielen Dank. Den letzten Adapter mit Kabelverbindung gab es somit für W16. Und einem Adapter für RPG 4/3 wurden also die Spannungen nicht mehr über Kabel und separate Buchsen, sondern über den Kreuzschienenverteiler an die per Pfeil angezeigte Fassung geliefert.

Gruß Reiner Scholz

This article was edited 21.Apr.13 17:45 by Reiner Scholz .

Reiner Scholz
Reiner Scholz
 
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21.Apr.13 17:18

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Hallo Herr Holtmann,

würde das oben gesagte dann auch für die Prüfung der Röhren 3NFW, 3NFK und 3NFL gelten?

Gruß RS

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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21.Apr.13 18:11

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Hallo Herr Scholz

Die Karten 198 & 199 sind in Übereinstimmung mit meinen vom W16.
Auf dem Zusatzkasten müsste Buchse 6 an den seitlich isoliert herausgeführten Katodenkontakt der Röhre gehen. Buchse 5 dann an den vom Metallsockel nicht isolierten Seitenkontakt.

Ich sehe keinen Fehler. Jetzt ist Buchse 8 richtig gewählt, sie geht an den Mittelkontakt, also direkt an die Anode des 1. Systems. Dann ist der Anodenstrom auch -wie schon dargelegt- höher. 
Für die 3NFW etwa 1,4 mA und für die 3NFK, 3NFL etwa 5 mA.

Während bei den 3NF (Batt & Net) der Anodenstrom von System I plus System II angezeigt wird, ist bei den 3NFW -K -L wirklich nur das 1. System prüfbar.

Karte 147 dient zur Prüfung des 3. Systems der 3NFW.
Karte 146 dient zur Prüfung des 3. Systems der 3NFK und 3NFL. Hier hat sich bei mir der Druckfehlerteufel eingeschlichen: anstatt 3NFK steht da 3NFW! 

MfG

 

This article was edited 21.Apr.13 18:23 by Wolfgang Holtmann .

  
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