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graetz: 157WR: Problem mit dem Stromfluß

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H. P.
 
 
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27.Sep.05 15:21

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Hallo Forum,

 

für 10 Euro bekam ich ein noch ganz akzeptables Gerät dieses Typs. Hier ist eine Reflexschaltung mit EF42 als UKW-Vorstufe und NF-Vorstufe realisiert, das merkte ich aber erst nach dem Kauf.

Nach Ersatz des Koppel-C und des Kathodenelkos der EL41, sowie des Kathodenelkos der EF42 und eines weiteren C vor dem Gitter1 der EF42 spielt das Gerät ganz ordentlich, beginnt aber nach etwa 20 Minuten ganz leicht zu verzerren. Dies ist unabhängig von der EL41, deren Katodenspannung liegt bei unter 7 Volt. Eine neue EL41 zeigt dasselbe Bild. Weiter ist mir aufgefallen, daß sowohl der Netztrafo wie auch der becherförmige Gleichrichter beim Betrieb recht warm werden, wärmer jedenfalls, als ich es von anderen Geräten kenne. Also habe ich mal die Verbindung nach der Feldspule des elektrodynamischen Lautsprechers aufgetrennt und den Stromfluß gemessen. Ergebnis: 91 mA statt der im Schaltplan stehenden 76 mA.

Daraufhin habe ich alle Röhren außer der EM34 abgezogen, dann ergibt sich ein Wert von zunächst 17 mA, der nach einer längeren Weile auf 15 mA sinkt, also ohne Last.

 

Dann habe ich mal alle Röhren jeweils einzeln aufgesteckt und den Stromfluß beobachtet (immer die EM34 im Gerät belassen):

 

EF42                         24,1mA

ECH42                     28,6 mA

EF43                         23,7 mA

EAF42                      24,4 mA

EL41                         84,3mA ???

 

Ist das jetzt ein Zeichen für einen Defekt (Windungsschluß) im Netztrafo ? Ein Tausch sämtlicher gegen Masse stehender Kondensatoren rund um die Endstufe brachte keine Besserung. Ich möchte das Gerät nun nicht weiter betreiben, da ich ernste Folgen befürchte, etwa für die Feldspule des Lautsprechers.

 

Zusatz für Herrn Dehne:

Jens, ich schreibe das ins Forum, damit alle was davon haben.

 

Gruß

Holger Pflug

Wolfgang Bauer
Wolfgang Bauer
 
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27.Sep.05 17:18

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Répondre  |  Vous n'êtes pas connecté, mais en mode visiteur   2 Sg. Herr Pflug,

mit dem Netztrafo hat das sicher nichts zu tun.
Wenn Ihre Angaben stimmen, fließt ein Strom von 60mA durch die EL41. Das ist sicher zuviel, messen Sie doch den Anodenstrom, der im Schaltplan mit 36mA angegeben ist.
Hilfreich ist es auch, die Spannung am Gitter 1 der EL41 ohne eingesteckte Röhre zu messen. Darf nicht positiv sein.
Mein Verdacht ist, dass der 500pF Kondensator Leckstrom hat, was Sie auch schon einmal bei einer anderen Reparatur hatten.
Den 25nF Koppelkondensator haben Sie nach Ihrer Angabe schon getauscht.

Mit den besten Grüßen
WB.


Cet article a été édité 28.Sep.05 08:39 par Wolfgang Bauer .

H. P.
 
 
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28.Sep.05 08:52

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Répondre  |  Vous n'êtes pas connecté, mais en mode visiteur   3 Hallo Herr Bauer,

vielen Dank für Ihre Antwort. Den 500pF hatte ich schon vorher im Verdacht gehabt, gemessen und getauscht. Wie alle anderen 11 getauschten Kondensatoren in dem Gerät hatte er einen Feinschluß, der sogar mit dem Multimeter zu sehen war. 
Gestern nachmittag erhielt ich aber noch einen Anruf von Herrn Birkner, der mir riet, auch den 2500pF zu überprüfen, der primärseitig über dem AÜ liegt: tatsächlich hatte der einen Widerstand von fast 0 Ohm (knapp Linksanschlag am Isotest). Außerdem solle ich mal, falls noch nicht geschehen, den Spannungswähler auf 240 Volt stellen. 
Beide Maßnahmen zusammen brachten den Erfolg, der Stromfluß liegt jetzt bei 76,1 mA, die Spannung bei 267 statt 272 Volt. Also ist auch der Gleichrichter noch gut bei Atem.
Vielen Dank deshalb an Herrn Birkner, rm hat wieder mal geholfen !

Gruß an alle Mitleser

Holger Pflug
 
  
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