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graetz: Superhet abgleichen, welche Kernstellung?

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Hans M. Knoll
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22.Apr.04 14:46

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Superhet: Rundfunkgeraet abgleichen.

Wie (wo) muss der Abgleichkern stehen?

Oder welches Maxima ist das richtige?

Hier die original Frage von H. Kamann: 

 Mit meinen nun vorhandenen genauen Messgeräten ( Stabiler Wobbelgenerator bis ca. 300 MHz und digit. Frequenzzähler) bin ich endlich in der Lage, den Abgleich der Geräte wie gefordert durchzuführen. Bei diesem Gerät habe ich eine Frage zum FM Abgleich: Die Induktivität "L4" hat zwei Maxima ( Kern Weit hineingedreht bzw. Kern an der oberen Kante des Spulenkörpers ), welches ist das Richtige ?. Gruss

Hallo Herr Kamann,

die Frage die Sie aufwerfen ist eine so umfassend wichtige, dass ich mich schon lange wundere, wieso die noch keiner gestellt hat. Wahrscheinlich sind alle so informiert ( was jetzt nicht gegen Sie sprechen soll ) oder Sie machen halt irgend was!

Sie werden es sich bestimmt vorstellen koennen, dass dieses Problem oder dessen Loesung zu meinen Jobb gehoert hat wie die Mittagspause.

Diese lange Einleitung deshalb, weil diese Frage wohl niemand adaequat beantworten kann.

Grundsaetzlich gilt einmal:

Wenn nirgends in der Abgleich -Vorschrift ( so vorhanden) dazu was steht, gilt: aus der Richtung , in der der Abgleichschluessel eingefuehrt wird , wird stets das erste Maximum genommen. Ja, da fragt man sich wenn es zwei Richtungen gibt aus den man abgleichen kann? Dann gibt es leider ohne Vorschrift keine Loesung .

Wenn es eine Vorschrift gibt, steht dort oefters mal: "Kern zum Flansch" oder " inneres Maximum". Das waere das 2te Maxima von ausen.

Wenn Sie in Ihrem 174W nachsehen steht da nichts! Es gilt also wie oben geagt: das 1te oder aeusseres Maxima.

Wie Sie sehen koennen , hat die Oszillator - Spule einen Abgriff.

Mit dem Kern kann man nun die Abgriffe wie mit einer Schiebespule "rauf und runter" fahren Je nachdem wo der Kern steht. Das wirkt so wie wenn Sie den (die) Abgriffe an einer anderen Stelle anbringen wuerden. Oft mit schlimmen Folgen. In Ihrem Fall, aendert sich mit Bestimmheit der Amplitude der Oszillatorschwingung. Das hat zunaechst einmal keine so grosse Auswirkung.

Es kann aber sein, dass bei falscher Stellung des Kern's die Schwingung am oberen oder untern Skalenende abreisst , oder es bei bei Netzunterspanung und / oder schwaecher werdenden Roehre tut.

Auf jedenfall wird aber die ab Werk eingestellte "Oszillatorbruecke" veraendert. Siehe Punkt 8 der Abgleichvorschrift. Die stoerende Ausstrahlung der Oszillatorfrequenz ueber die Antenne wird damit veraendert. Stoerungen des FS-Empfangs im Band III sind die Folge!

Nachtrag: aus Graetz 168W

 

Auf diesem Photo, sieht man dass der Kern satt in der Rueckkopplungswicklung steht, die mit ihren beiden Wicklungdhälften die Osc-Brücke bildet. Siehe Schaltbild

Das kann man aber mit einfachen Mitteln nicht messen!

Abschliessend bei Ihnen, das 1te Maxima von oben ist das richtige.

Hans M. Knoll

 

This article was edited 25.Apr.04 19:08 by Hans M. Knoll .

Hans Kamann
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23.Apr.04 20:20

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Das war mal wieder eine hervorragende Arbeit, Ich wusste doch, dass Sie der "Abgleich Guru" sind. Damit ist meine Frage eingehend beantwortet.

 

Cheers

Hans M. Knoll
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23.Apr.04 23:35

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Hallo Herr Kamann,

schön wenn es passt! Ich habe zur Info noch zwei Photos eingebaut.

MfG Hans M. Knoll

  
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