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graetz: Wie funktioniert der Plattenwechsler ?

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Hans Kamann
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08.Feb.05 20:37

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Der eingebaute Plattenwechsler "REX Perpetuum Ebner" funktioniert bei mir wie folgt: Legt man eine Schallplatte auf die Stapelachse und betätigt den Schalter unter dem Tonarm, wird die Platte freigegeben und fällt auf den Plattenteller. Der Arm fährt jedoch nicht in die Spielposition. Das muss manuell gemacht werden.
Meine Frage: Muss der Arm nicht automatisch nach Wechsel einer Platte einschwenken ? Wenn ja: Wie wird das mechanisch realisiert ?

Ich hatte leider früher nie das Vergnügen einen derartigen Wechsler in Betrieb zu sehen. Gibt es evtl. weiteres, technisches Material zu derartigen Wechslern hier im RM ?
Hilmer Grunert
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09.Feb.05 01:16

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Hallo Herr Kamann,

aus den Fotos beim Gerät geht leider nicht hervor, welcher "Rex" verbaut worden ist.

Die genaue Typenbezeichnung befindet sich auf einem Etikett unter dem Plattenteller.

schauen Sie auch hier:

http://www.radiomuseum.org/m/perpetuum_d_de_noindex_1.html

das ist die PE-Seite im rm.org

wenn Sie Ihren Player dort finden, können wir anhand der Nummer an einem der meinen evtl. eine 1:1 Fehlersimulation durchspielen.

Evtl. ist es auch besser das direkt beim PE-Modell zu posten, da die Musiktruhen immer mit unterschiedlichen Laufwerken ausgestattet wurden (was gerade verfügbar war).

Gruß Hilmer Grunert
Hans Kamann
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09.Feb.05 19:05

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Hallo Herr Grunert

danke für die schnelle Antwort.
Es handelt sich um ein Rex A 4 58, ich denke dass die 58 nur das Jahr angibt. Ich wollte noch ein Bild einstellen doch sind 40k einfach zu wenig, um etwas zu erkennen. Ich kann Ihnen gerne, falls hilfreich, ein Bild der Unterseite via eMail zusenden.
Habe soeben das Modellbild hier hochgeladen: http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=21999

This article was edited 09.Feb.05 19:15 by Hans Kamann .

Uwe Ronneberger
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13.Feb.05 18:21

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Habe diese Passagen dem Buch "Schallplatte und Tonband " von Hans Sutaner, Fachbuchverlag Leipzig 1954 entnommen.

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Hilmer Grunert
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15.Feb.05 00:27

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Grundsätzliche Funktionsweise des Perpetuum-Ebner REX-A:            © Hilmer Grunert 14.02.2005

Das Herzstück ist die Stapelachse:

< Dieser Pin nun, wird durch das Gewicht der Platten ca. 2-3mm nach unten gedrückt. Auf der Unterseite des Gerätes hat diese Bewegung durch einen verlängerten Hebelarm jedoch einen Hub von ca. 5-7mm. (siehe nächstes Bild)

Dort oben wird entschieden: Ist noch eine Platte auf dem Stapel - oder nicht.

Ist der Hebel ganz oben, so dass ein 1,5-2mm hohes Häkchen aus dem Achsenversatz herausragt, so heißt das, es liegt keine Platte mehr auf - der Tonarm setzt auf keiner weiteren  Platte auf.

Wird der Hebel durch die aufliegenden Platten heruntergedrückt, überträgt sich das auf das untere Ende der Stapelachse.



Die Spitze des Bleistiftes markiert das Ende dieses Hebelarms. Wenn man ihn genau betrachtet ist er wie eine Messerklinge einseitig schräg angeschliffen.

Ist die Stapelachse mit Schallplatten belegt, bewegt sich dieser Hebel zum Betrachter (in Wirklichkeit natürlich nach unten) und wird durch die Drehung des Plattentellers dann nach links verschoben, wo die "Klinge" dann einen auf einen Hebel aufgenieteten Zylinder geschoben wird, der somit den Tonarm in die richtige Position bringt.

 

Liegen keine Schallplatten mehr auf, erfährt dieser "Messerhebel" nicht genügend vortieb und schert hinter (in Wirklichkeit über) dem "Hebel mit Zylinder" ein. Deshalb der "Messerschliff".

 

Schert das Messer also immer über dem Zylinder ein, so ist dort irgendetwas schwergängig, die Stapelachse sitzt nicht tief genug im Anschlag, oder ihr Hub ist zu gering.

 

Ich brauche, glaub ich, nicht zu erwähnen, dass diese ganze Mechanik nur in ihrer wirklichen Betriebsposition d.h. Horizontal, funktionstüchtig ist.

 

Wohl dem der einen Glastisch hat. J

  
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