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grundig: 2000; Satellit, hier: weiche Sicke des Lautsprechers

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Michael Schott
 
 
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19.Jul.14 18:45

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Hallo zusammen,

wenn man mal so einen Weltempfänger aus dem Hause Grundig sein eigen nennen konnte, kommt man nicht mehr davon los. Mal ganz abgesehen von den Empfangsqualitäten (er ist von allem Geräten der empfindlichste, besonders auf den AM-Bereichen, verweist jeden digitalen "Neukram" auf seinen Platz), ist natürlich der Klang ein besonderes Merkmal dieser Geräte. Allerdings haben nach Aussage meines im Januar diesen Jahres verstorbenen Freundes alle Geräte aus dieser Zeit das Problem, daß die Sicke weich wird und die Systeme dadurch stark zum verzerren neigen.

Ich habe einige Versuche gemacht, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Als bisher beste Lösung erwies sich, die Sicke mit Plastikspray einzustreichen. Dazu nehme ich ein kleines Gefäß, in das ich etwas Plastikspray gebe, um es dann mit einem Pinsel auf die Sicke zu bringen; auch die Membran wird auf ca. 2mm Breite mit eingestrichen. Danach sollte das Spay gut durchtrocknen können, ich lasse den Lautsprecher dazu mind. 48 Stunden ruhen. Nach dieser Prozedur klingen die Lautsprecher wieder normal, soweit ich das sagen kann, sie zerren nicht mehr; im originalen Zustand konnte ich sie ja nicht hören. Auch der Lautsprecher meines Satellit 2000 mußte ausgetauscht werden, allerdings habe ich ihn noch nicht behalndelt, da er offensichtlich eine schon veränderte Sicke hat; hier wurde bereits ein Mittel aufgetragen, daß diesem Effekt entgegenwirken sollte, was aber offensichtlich nicht gut funktioniert hat. Es ist weich und schwarz glänzend, weiß jemand, was genau das ist? Es müßte ursprünglich wohl von der Konsistenz deutlich fester gewesen sein, würde ich vermuten.

Vielleicht hat aber jemand noch eine bessere Idee, wie man dieses Problem in den Griff bekommt? Oder gibt es sogar Ersatz für die Lautsprecher?

Und noch etwas ist mir bei meinem Satellit aufgefallen: Es scheint, das mit der Zeit der Kunststoff des Gehäuses etwas nachgibt, sodaß der Chassisrahmen nach unten absackt. Das führt dazu, daß der Antennentrimmer in seiner Öffnung aufsetzt und sich nicht mehr, oder nur schwer betätigen läßt. Abhilfe: Rückwand abnehmen, Gerät auf den Kopf stellen, die unteren  3 Schrauben lösen, Rahmen nach oben drücken, Schrauben wieder festziehen, fertig. Ggfs. kann man unter den Rahmen etwas unterlegen, damit er auf dem Gehäuseboden aufsitzen kann.

Mit freundlichem Sammlergruß!

Michael Schott

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22.Jul.14 12:37

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Hallo,

ich habe eine Antwort per Mail von Herrn Seidel erhalten, die ich an dieser Stelle in den Thread einfügen möchte:

Hallo Herr Schott,

Ich habe als Membranbeschichtung LTS 50 von Visaton benutzt, das Mittel färbt schwarz. Vom Geruch her würde ich tippen, dass es auf Holzleim basiert. Je öfter man überstreicht umso steifer wird die Membran. Es ist nur für Papiermembranen geeignet, die Sicken nicht zu oft überstreichen sonst werden sie zu steif. Ich habe die Sicken nur einmal beschichtet, den Rest der Membran je nach wie sehr sie ausgeblichen war. Man kann es sogar so weit treiben, dass die Membran schwarz glänzt.
 

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Seidel

Vielen Dank für diesen Tip!

Mit freundlichem Gruß!

Michael Schott

Michael Schott
 
 
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22.Jul.14 21:38

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So, und hier ist eine weitere Antwort, die ich auf Nachfrage in den Thread einfügen darf:

Hallo Herr Schott,

wenn die Sicke einer Membran zermürbt ist, gehe ich folgendermaßen vor: Ich löse "Pattex Transparent" in reichlich Azeton auf und bepinsele damit die Sicke bis sich die Feuchtigkeit deutlich auf der anderen Seite zeigt. Nach dem Trocknen sind dann die Pappe-Fasern wieder besser miteinander verbunden und der Klang ist deutlich besser. Ob die Original-Qualität erreicht wird, kann ich allerdings mangels Vergleichsmöglichkeit nicht sagen. Angeregt wurde ich zu dieser Vorgehensweise dadurch, daß ich in einem (diesem?) Forum gelesen habe, daß dort jemand in Wasser gelösten Holzleim verwendet. Da hatte ich allerdings so rein gefühlsmäßig befürchtet, daß das zu steif werden könnte. Pattex ist auch im getrockneten Zustand noch elastisch.
Was allerdings die beste Vorgehensweise ist, weiß ich nicht. Vergleichende Untersuchungen der verschiedenen Vorgehensweisen sind mir nicht bekannt und so ist wohl jeder mit seiner Methode zufrieden, wenn's nicht mehr scheppert.

Freundliche Sammlergrüße
Reinhard Müller

Vielen Dank Herr Müller!

Mit freundlichem Gruß!

Michael Schott

  
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