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grundig: 2140; Musikgerät

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Wolfgang Romeyke
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28.Dec.09 13:32

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Grüß Gott,

ich habe mir aus dem berühmten Auktionshaus dieses Radio geholt. Neben den üblichen aufgequollenen Kondensatoren und einer durchgebrannten EM 84 hat das Gerät noch einen gravierenden Fehler: der UKW Drehko sitzt fest. Im Prinzip funktioniert der UKW und AM Empfang aber. Gibt es hierfür einen speziellen Reparaturhinweis oder wie üblich viel Öl und viel Geduld? Bevor ich mich an die Reinigung des Gerätes und die Kondensatoren mache, möchte ich den Antrieb herrichten.

Nachweihnachtliche Grüße aus dem sonnigen Pfaffenwinkel  W.R.

Peter von Bechen † 15.7.19
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28.Dec.09 20:39

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Hallo Herr Romeyke,

bei mir hat sich das gezielte Einsprühen der Drehko-Lager mit Ballistol (Waffenöl) bewährt. Man muss dem Zeug Zeit lassen, dass löst sich jede verharzte Schmierung.

Löst auch angerostete Schrauben z. B. Madenschrauben in Drehknöpfen. Man muss allerdings ein wenig Geduld haben!

Viel Glück und Gruß

Peter von Bechen

Hans-Dieter Haase † 5.2.18
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29.Dec.09 09:59

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Wichtig ist zunächst, dass das alte verharzte Schmiermittel gelöst und auch entfernt wird. Wird es nicht entfernt, verharzt es wieder. Hierzu ist ein Rostlöser wie z.B. Nigrin oder WD-40 geeignet. Gezieltes Aufbringen mit einer Einwegspritze und feiner Nadel verhindert ein Verschmieren der gesamten Umgebung.

Geduld ist angesagt. Später wird mit Kontakt WL oder Isopropylalkohol bestmöglich nachgespült. Zum Schluss kann sparsam mit einem Multifunktionsöl geschmiert werden. Auch hier ist wieder der Einsatz der Einwegspritze mit Nadel angesagt.

Isopropylalkohol eignet sich übrigens auch gut zum Reinigen von kratzenden Potentiometern. Meistens muss noch nicht einmal ein kleines Loch gebohrt werden, sondern es reicht, wenn man es durch einen Spalt in das Potentiometer spritzt.

Bei dem Gebrauch von Ballistol ist Vorsicht geboten.  Ich zitiere hier aus der Restaurieranleitung zum Torn.E.b. von Wolfgang Schröer:

 ....auf keinen Fall das allenthalben für diesen Zweck hochgelobte und empfohlene Ballistol verwenden, sofern kupferhaltige Bauteile, also auch Bronze und Messing, in der Nähe sind. Der auf Leinöl basierende Oberflächenschutz greift solche Metalle oberflächlich an und führt nach einiger Zeit zu häßlichen grünblauen ‚Patina’-Überzügen....

MfG HDH

 

Wolfgang Romeyke
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03.Jan.10 13:10

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Vielen Dank für die Antworten. Dann werde ich mich an die Reinigung machen. Es hätte ja sein können, daß bei diesen preiswerten Geräten Teile verbaut wurden, bei denen nach einigen Jahrzehnten Betrieb andere, mechaniche Fehler zu Tage treten.

Viele Neujahrsgrüße aus dem winterlich - sonnigen Pfaffenwinkel!  W.R.

  
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