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philips: Hässliche Kratzer auf der Glasscheibe (fast) unsichtbar mach

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Axel Paap
 
 
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25.Feb.18 16:13

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Hier am Beispiel eines Philips 17TD259 der mehrere hässliche,

große und störende Kratzer auf der Schutzscheibe hatte

 

 

mit Stahlwolle Größe 000 und Auto Lackreiniger geht’s ans werk


 

Durch Punktuelles Bearbeiten mit Stahlwolle und Holzspatel

den tiefen Kratzer so lange bearbeiten bis dieser wieder „durchsichtig“ wird und keine hellen stellen mehr vorhanden sind.

Dabei wird das umliegende Glas nicht verkratzt!

 

 

Anschließend mit dem Lackreiniger kräftig nacharbeiten

Nun sind die Kratzer schon „fast“ unsichtbar

 

Bei normalem Licht

 

 

Mit Blitzlicht

 

Im Betrieb bei hellen Bildern und genauem hinschauen zeigt sich der Kratzer

als „schillernde“ stelle (Lupeneffekt) was aber weniger oder gar nicht stört

 

 

um solche stellen komplett zu beseitigen wäre aufwendiges großflächiges Glasschleifen erforderlich oder der komplette Austausch der Scheibe.

Ich find das eine gute Alternative mir der man durchaus leben kann ;-)

 

Andreas Steinmetz
 
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25.Feb.18 18:20

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Ein sehr wertvoller Tipp. Vielen Dank!

Könnte man sowas auch direkt auf Bildröhren-Glas machen, oder wäre das (so wie der Betrieb einer solchen Bildröhre an sich vielleicht schon?) viel zu gefährlich?

Axel Paap
 
 
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25.Feb.18 20:27

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Hallo Herr Steinmetz

Diese Methode funktioniert auf jedem Glas also auch auf Bildröhren

wobei ich das etwas differenzieren muss…

 

Bei Bildröhren die ohne Schutzscheibe in ein Gerät eingebaut sind

haben eine Verbundglasscheibe vom Werk aus auf dem Schirm

(Implosions Schutz)

da können sie sogar mit dem Hammer arbeiten ohne dass was passiert (zumindest nicht ihnen ;-)

 

Mit Bildröhren ohne diesen Schutz zu hantieren (alle Bildröhren bis ca. 1963)

ist da generell Vorsicht geboten!!!

 

laut Vorschrift:

Vollvisier Gesichtsschutz, Lederschürze, Lederhandschuhe mit langen Schaft

 

Natürlich kann man auch an solchen Röhren

auf der von mir beschriebenen Art arbeiten…

 

Denn ein Kratzer ist eine Kerbe und die Kerbwirkung

kann Risse begünstigen…

 

Indem man den Kratzer abrundet, glättet entschärft man diese Gefahr.

 

Das von mir beschriebene arbeiten an der Röhre birgt eigentlich keine Gefahr

 

Nur das Hantieren und Lagern bei der Arbeit ist sehr sehr Wichtig!!!

 

Also bitte generell mit gebührenden Respekt und Sorgfalt den „Glasbomben“ entgegentreten!!!    

Andreas Steinmetz
 
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26.Feb.18 21:34

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Hallo Herr Paap,

danke für die erweiterten Hinweise!

Der falsche Umgang mit Bildröhren besonders älterer Fabrikation kann sehr große Gefahren mit sich bringen. Deshalb möchte ich hier nach Absprache für alle die E-Mail des RMorg-Kollegen Herrn Roland Langfeld wiedergeben, der mich im Hintergrund angeschrieben hatte:

"Hallo Herr Steinmetz,

ich kann auf Ihre Frage nicht direkt antworten, deshalb per Mail:

Ich rate dringend davon ab, auf Bildröhren mit abrasiven Mitteln herumzukratzen! Sie schwächen das Glas und riskieren eine Implosion.

Ich sage dies als Wissenschaftler, der 30 Jahre in einer großen deutschen Glasfirma an verantwortlicher Stelle gearbeitet hat!

Bei Kratzern im Glas gibt es ein simples Mittel, diese weniger auffällig zu machen: Einfach einen Tropfen Silikonöl (z.B. Kontakt Chemie 72) auf den Kratzer geben und etwas wischen, schon ist der Fehler weniger auffällig

Mit freundlichen Grüßen
Roland Langfeld"

This article was edited 26.Feb.18 21:35 by Andreas Steinmetz .

  
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