kleines Röhrenradio-Museum Ledergerber in Bühler AR

ID: 128657
Dieser Artikel betrifft das Museum: Zum Museum

kleines Röhrenradio-Museum Ledergerber in Bühler AR 
21.Dec.06 06:51
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Josef Ledergerber (CH)
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Josef Ledergerber

Artikel vom Mittwoch, 20. Dezember, 2006 - 18:38
Röhrenradios, Detektoren oder Werberradios
Im Röhrenradio-Museum in Bühler von Josef Ledergerber sind bis zu 80 verschieden Geräte zu finden.
Josef Ledergerber ist stolz auf seine Sammlung.
Die unzähligen Radios...
...hat Ledergerber von überall her zusammengetragen.
Speicher. Er ist ein Sammlertyp. Einer, der nie mit leeren Händen von Flohmärkten nach Hause kommt. Dabei gilt die Aufmerksamkeit von Josef Ledergerber vor allem alten Radios.
Bis zu 80 Stück in allen Variationen hat er in «seinem kleinen Röhrenradio-Museum» in Bühler, wie er es selber betitelt, ausgestellt. Den Ursprung hat diese nicht ganz alltägliche Leidenschaft vor vielen Jahren gefunden, als Josef Ledergerber noch ein Kind war. Sein Grossvater, der damals ein Radiogeschäft in Zürich-Oerlikon führte, brachte seinen Enkeln regelmässig alte Radios mit. «Wir nahmen die Geräte Stück für Stück auseinander und schraubten daran herum. Für uns war es wie ein Spiel», sagt Josef Ledergerber.
Erinnerungen wecken
Das Röhrenradios für den heute 41-Jährigen mehr sind als nur ein Spiel waren, zeigte sich bald darauf, als ihm seine Urgrossmutter einen Eumig Radio schenkte. «Das Gerät war damals schon eine Antiquität», sagt er, «ich war so sehr fasziniert, dass mich die Sammelwut gepackt hat.» Als er zusammen mit seiner Familie 1998 sein heutiges Zuhause in Speicher bezog, kamen neben dem sonstigen Hab und Gut noch 20 Röhrenradios dazu. Auf den Input seiner Frau, stellten er «seine Lieblinge» im Stickereifenster aus.
Das Haus der beiden befindet sich direkt zwischen Speicher und der Waldegg. «Da dachte ich mir, die Stücke würden vielleicht den Fussgängern ins Auge fallen.» So war es auch. Immer wieder kamen Fussgänger mit der Familie Ledergerber durch die Röhrenradios ins Gespräch. Erinnerungen an frühere Zeiten wurden wach und das gefiel Josef Ledergerber. Genau das war es, was er mit seiner Sammlung erreichen wollte.
Besuch einer aufgedonnerten Dame
Ein Erlebnis wird der gebürtige Bühlerer aber nie vergessen. So fuhr eines Tages ohne Ankündigung ein Auto bei Ledergerbers vor. Eine aufgedonnerte Frau, mit hohen Stöckelschuhen, wie sich Ledergerber erinnert, stieg aus dem Wagen. «Es kam mir vor, wie in einem Film.» Was die Dame aus Mailand mit sich brachte überraschte ihn. Sie hatte an einem früheren Besuch ein Speicher seine schöne Röhrenradio-Sammlung gesehen und sich geschworen, beim nächsten Besuch den ihren vorbeizubringen. Die Sammlung von Josef Ledergerber wuchs und wuchs. Eine Lösung für das Platzproblem musste her.
Hintergründe der Radiogeschichte
Vor knapp drei Monaten öffnete sich ein Türchen. Der Vater von Ledergerber stellte ihm in Bühler, im ehemaligen Konsum Gebäude, einen Kellerraum zur Verfügung, indem er nun sein Röhrenradio-Museum eingerichtet hat. Auf Gestellen aneinandergereiht können sich dort Interessierte an den Röhrenradios erfreuen. Neben den alten Radios zieren Bilder der Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) die Wände des Museums. «Ich interessiere mich auch für die Hintergründe rund um das Radio», sagt Ledergerber. So wurde die ganze Gesellschaft durch das Aufkommen dieser Geräte geprägt.
Lieblingsstück Tesla Talisman
Waren es zu Beginn noch die Geräte aus den 50er-Jahren, besteht die Sammlung heute zu zwei Dritteln aus Antiquitäten aus den 30er-Jahren. Besonders die Kathedraal-Radios, die oben abgerundet sind, haben es Josef Ledergerber angetan. Ein ganz besonderes Modell hat den Weg aber noch nicht in die Sammlung von Ledergerber gefunden: Der Tesla Talisman aus Tschechien. «Aber man muss ja noch Träume haben», sagt Josef Ledergerber.
Michèle Widmer

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Glückwunsch! 
21.Dec.06 07:21

Jochen Amend (D)
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Jochen Amend

Hallo Herr Ledergerber,

 

ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Sammlung und wünsche Ihnen ganz viele Besucher.  Wunderschön, was Sie da alles zusammengetragen und restauriert haben!!! Leider wohne ich so weit weg von Ihnen, sodass ein Besuch schwierig wird. Aber man weiss nie... vielleicht klappt es ja mal.
Wenn ich passende Räumlichkeiten finden könnte, würde ich auch gerne eine Art Ausstellung auf die Beine stellen. Allerdings muss man dann schon wieder etliche Auflagen wie Brandschutzeinrichtungen, Parkplätze, Sanitäreinrichtungen für Damen/Herrn u.s.w beachten. Ist dieses bei Ihnen ähnlich gewesen, wenn ich fragen darf?

Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr,

Jochen Amend

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Besten Dank Herr Amend für Ihre Reaktion 
21.Dec.06 07:52

Josef Ledergerber (CH)
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Josef Ledergerber

Es ist schon so, man muss einiges beachten wie z.bsp. die Sanitären Einrichtungen, die vorhanden sein müssen.

Da früher in diesem Gebäude ein Lebensmittelgeschäft  war, waren all Ihre aufgeführten Auflagen bereits vorhanden - zum Glück.

Die Umsetzung, ein Radio-Museum umzusetzen ist auch nur möglich,  weil das Haus jetzt meinem Vater gehört, der mir den Raum zur Verfügung stellt - kostenlos.

Auch Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und bald einmal einen guten Rutsch ins 2007!

Josef Ledergeber

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Wie läuft Ihre Ausstellung? 
22.May.07 12:28

Jochen Amend (D)
Redakteur
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Jochen Amend

Hallo sehr geehrter Herr Ledergerber,

wie geht es Ihnen? Ich wollte einfach meiner Neugier mal freien Lauf lassen und mich erkundigen, was Sie zwischenzeitlich alles an Erfahrungen bezüglich Ihres Museums gesammelt haben. Durften Sie schon viele Besucher begrüßen? Haben Sie Ihre Sammlung erweitern können?

Mit den besten Grüßen,

Jochen Amend

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Es macht Spass und alle sind begeistert... 
23.May.07 12:28

Josef Ledergerber (CH)
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Josef Ledergerber

Hallo Herr Amend

Es läuft meiner Meinung ganz gut, es kommt jeden Monat sicher eine Gruppe(ca. 10-20 Personen)vorbei, die sich vorher bei mir telefonisch angemeldet haben.

Ich erzähle in ca. 45 Minuten über die Sozialgeschichte des Radios, wir schauen zusammen die veränderten Gehäuseformen des Radiios an, von den offenen Röhren, die dann in eine Kiste kamen, von der Vereinigung der Radios mit den Lautsprechern etc.

Dann führe ich einige Apparate vor, so ein geschenktes Recordophone T22U von Lorenz, der mit seinem feinen Draht auf grosses Interesse stösst, den Telefunken Katzenkopf oder auch den Philips 636A etc.

Nun habe ich auch 2 Tesla Talisman 308U in meiner Sammlung, die jedoch noch nicht betriebsbereit sind, den einen habe ich auch geschenkt gekriegt. Schon lange hätte ich diese Geräte gehabt und nun ist es geglückt und mein Sammlerherz schlägt höher bei betrachten.

Seit der Eröffnung des kleinen Museums sind berstimmt über 10 Geräte dazugekommen und das lohnt sich doch!

Ich schenke der Gruppe dann Mineralwasser, Weisswein und Orangensaft aus un verwöhne sie mit einer Spezialität aus dem Appenzellerland - dem gefüllten Appenzeller Biber.

 

Nur merke ich, dass es mit Beruf, einer Familie mit 3 Kindern, einem Haus und Garten fast keine Freizeit für mein Hobby gibt - mal einen Nachmittag Radios polieren oder putzen und schon ist der Nachmittag flugs um und ein Radio erstrahlt wieder in seinem alten Glanz. Ich freue mich schon auf meine Pension in 23 Jahren, da habe vielleicht mer Zeit dazu....

Es freut mich, dass Sie sich erkundigen, wie's so geht. Vielleicht gibt's ja bald auch in Grosskrotzenburg ein Radio-Museum - Sie haben ja auch ganz super schöne Geräte?!!

Liebe Grüsse an Sie

 

Josef Ledergerber

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