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Leuchtquarz

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Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » Leuchtquarz
           
Geert Schulte
Geert Schulte
 
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12.Jan.07 23:21

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Hallo Radiofreunde,

ich habe ein sehr gut erhaltenes Rohr in die Hände bekommen. Es handelt sich um einen Leuchtquarz für die Frequenz 147,250 kHz. Auf dem Sockel befindet sich ein Logo und der Schriftzug von "RADIO AG ... DS LOEWE" und darunter der Schriftzug "Berlin-Steglitz".

Die Herkunft ist damit ja klar, aber was bedeutet der Schriftzug auf dem Sockelrand:
dort steht   " - R P Z - H 2 2 z 2 5 / 3 "  in weiss ... wie handgemalt. Auf dem Quetschfuß aus Glas im Kolbeninneren steht "R 4506". Auf einem beiliegenden Blatt steht der Hinweis, dass es sich um einen "Resonanzindikator für Frequenzmesser der Vorkriegszeit" handelt.

Hat jemand zu diesen Röhren weitere Informationen über Schaltungen, Typenbezeichnungen und Produktionszeiten? Ist es erwünscht dafür ein Model anzulegen? Bei der Suche nach Leuchtquarzen bei den Röhrentypen in rm.org bin ich nicht fündig geworden.

Fotos werde ich in den nächsten Tagen nachreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Geert Schulte
Eilert Menke
 
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13.Jan.07 16:55

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Hallo Geert,

"RPZ" bedeutet sicher Reichspostzentralamt, könnte daher einer Abnahme- oder Inventarnummer vorausgehen. Aber mehr weiß ich auch nicht.

Grüße

Eilert

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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13.Jan.07 17:03

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Hallo Herr Schulte und H.Menke.

Ich besitze auch einen Quarz dieser Bauart und Firmenbezeíchnung.

Mit 4682,6 khz  und im Pressfuss 37 820

Der hat zusaetzlich einen Stempel "Adler mit Symbol" und WEA 584.

Gruss HMK

 

 

 

 

Georg Richter
Georg Richter
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13.Jan.07 19:56

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   4 Hallo Herr Schulte,

anbei die Ausführungen des Herrn Vilbig zum Prinzip.

Freundliche Grüsse
Georg Richter

(PDF korrigiert)

Attachments:

This article was edited 13.Jan.07 21:17 by Georg Richter .

Geert Schulte
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14.Jan.07 23:30

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   5 Hallo Eilert,
vielen Dank für den Hinweis auf das Reichs-Post-Zentralamt. Bei meinen Recherchen ist mir dieser Hinweis immer wieder untergekommen. Das mit der Inventarisierung wird stimmen. Interessant wäre es sicher hierüber noch mehr zu erfahren.

Dank auch an Herrn Knoll. Diese Quarze scheinen ja doch nicht so selten zu sein, wie ich ursprünglich glaubte. Was könnten es denn mit den Buchstaben und  Zahlen auf dem Glasfuß auf sich haben?

Der  Beitrag von Herrn Richter hat mich auch wieder ein Stückchen weiter gebracht. Dafür ebenso meinen herzlichen Dank.

Einen Blick auf leuchtende Quarze kann man auf dieser Seite werfen.Ich hatte noch keine Zeit aussagekräftige Bilder herzustellen. Das werde ich nachholen.

Eine Antwort suche ich noch auf meine Frage, ob dieser Quarz als Modell anzulegen ist ... ?

Mit freundlichen Grüßen

Geert Schulte
Ernst Erb
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15.Jan.07 09:04

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   6

Die Quarze für Frequenz-Stabilisierung, -Erzeugung und -Anzeige sind zwar eher selten in Röhrenform gebaut, doch wenn, dann sollten wir sie unter Röhren anlegen.

Ich weiss (ohne nachzuschauen) nicht, ob wir diese als eigenen Röhrentyp angelegt haben oder nicht. Roy Johnson befasst sich gerade mit mir zusammen mit den verschiedenen Tabellen für die Röhrenparameter, um sie noch etwas zu erweitern oder besser zu spezifizieren. Darum bitte ihm zur Anlegung vorschlagen. Danke.

Falls ein anderer Röhrenadmin oder ein Mitglied noch Anregungen zu den Tabellen hat, bitte bei mir melden.

Warum als Röhre anlegen?
Alles, was Röhren-ähnlich ist - natürlich nicht Lampen - kommt irgendwann zur Diskussion weil jemand so etwas gefunden hat und nicht weiss, was es ist. So können wir aufklären, weil jemand sicherlich zuerst mal die "Röhrenbezeichnung" eingibt ...

Roy Johnson
 
 
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15.Jan.07 14:19

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7

Dear Ernst and Members,

Yes, I do believe that we should have these devices.  In my revised list I am suggest a section INDICATORS,  this would include the Tuning indicators and also number tubes (nixie) and dekatrons as well as quartz resonators.   Also some revisions to existing sections but, of course, maintaining compatibility with previous designations!

Below is a little more information on the quartz devices - they are rare outside Germany and I have never seen one.  It would be interesting to know who manufactured and used.

The manufacturer of the above is not stated.  Who made them?  They do not seem to be German?

Kind regards to all,

Roy

Geert Schulte
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27.Jan.07 02:00

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8 Hiermit reiche ich einige Fotos des Leuchtquarzes nach ...

1. Röhre komplett
2. Details im Kolben
3. Details im Kolben
4. Details des Sockels
5. Firmenlogo

Eine interessante Anwendung habe ich noch in einem Artikel über die Bestimmung von Dielektrizitätskonstanten (DK) von Flüssigkeiten in der Chemie gefunden. Es handelt sich um eine Funktionsbeschreibung des sog. Dekameters mit der Bezeichnung "DK03" der Fa. WTW. Die Bedienungsanleitung für das Gerät findet man heute noch auf der Internetseite dieser Firma.

Das Gerät arbeitet nach dem Resonanzverfahren. Die zu messende Substanz bildet das Dielektrikum eines Kondensators (Meßzelle), welcher dem Generatorschwingkreis parallel liegt. Ändert sich die DK, so verändert sich damit auch die Kapazität der Meßzelle, und es tritt eine Verstimmung des Generators gegenüber dem Anzeigekreis ein, die durch die Veränderung des mit einer Präzisionsableseskala ausgerüsteten Meßkondensators des Generators wieder ausgeglichen wird. Der Grad der Verstimmung in Skalenteilen ist das Maß für die DK der Substanz.

Beim Aufstellen des Gerätes ist darauf zu achten, daß es nicht gegen das Licht gestellt wird, da sonst das Aufleuchten des Quarzresonators, der zur Feineinstellung dient, durch Reflexion an der Abdeckscheibe schwer zu erkennen ist. Bei nicht angesteckter Zelle wird der Bereichsschalter auf ”Korrektur” geschaltet. Danach wird der Korrekturschalter soweit verstellt, bis das Instrument ”Resonanzanzeige” einen Maximalausschlag erreicht, sog. Grobanzeige, und der Leuchtquarz am hellsten aufleuchtet, sog. Feinanzeige.

Nun wird die Meßzelle mit der Meßflüssigkeit in das Gerät durch Einführen in die Meßbuchse an der rechten oberen Seite angeschlossen. Dann wird der rechte Knopf auf Stellung ”MI” geschaltet. Am Instrument sieht man, daß der Zeiger zurückgegangen ist und der Quarz nicht mehr leuchtet. Mit der Präzisionsskala des Meßkondensators wird nun dieser Kapazitätsunterschied wieder ausgeglichen. Man dreht sinngemäß solange, bis das Instrument wieder auf Maximum steht. Zur Feineinstellung dreht man langsam den Drehkondensator nach rechts bzw. links und findet so den Punkt, an dem der Quarz am hellsten aufleuchtet.

Mit freundlichen Grüßen

Geert Schulte
Dietmar Rudolph
Dietmar Rudolph
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29.Jan.07 17:12

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[ electroluminescent crystals  ]

Einen Leuchtquarz mit 2 Frequenzen von "Loewe Radio S.A." habe ich bei meinen Quarzen gefunden. Die beiden ersten Bilder zeigen diesen geschlossen und offen.


Die beiden Quarze sind verhältnismäßig klein. Die Hülle hat oben ein Loch, damit man das Leuchten erkennen kann.


Wie aus der Binde am Sockel hervorgeht, stimmen die Frequenzen nich genau mit den aufgedruckten Werten überein.
Die Firmenbezeichnung mit "Loewe -- Radio S.A." und die Frequenz mit "Kc/s" deutet auf amerikanischen Ursprung hin.


Die handschriftlich aufgebrachte Nummer "A 1883" findet sich am Quetschfuß und auf dem Europa-Sockel.
Ist das eventuell eine Typen Nr.? Ansonsten ist außer den Frequenzangaben keine Beschriftung auf dem Leuchtquarz angebracht.
Unter welcher Rubrik könnte man diesen Leuchtquarz anlegen?

Das Gas leuchtet ähnlich wie die Bienenkorbglimmlampen: orange-rot
Zu Leuchten anregen kann man gasgefüllte Röhren sehr einfach mit einer "Tesla--Sprize", wie sie bei Vakuumarbeiten Verwendung findet.

MfG DR

This article was edited 19.Jun.09 11:23 by Dietmar Rudolph .

Ernst Erb
Ernst Erb
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19.Jun.09 10:55

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The term for Leuchtquarze in English is electroluminescent crystals ir singular electroluminescent crystal. Now somebody will find this thread by using this term in the SEARCH.

Emilio Ciardiello just asked me (with the example above) if it is not possible to "include a short translation in the title of some German forum entries, say the generic technical ones, to facilitate the search using English terms?" His reasons: "There are a lot of German forum entries, covering virtually every technical items, most of them also on the operating principles of odd electronic devices. A relevant part of the technical articles then are not accessible for people other than German ones."

I can only answer: Yes please, this is most welcome.

  
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