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Löwe WG35, Mithilfe gefragt

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Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » Löwe WG35, Mithilfe gefragt
           
Wolfgang Holtmann
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28.Jan.08 14:03

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Bei der Durchsicht der verschiedenen Loewe-Mehrfachröhren bin ich über eine Ungereimtheit gestolpert:

 

Das Sockelschaltbild der WG35 ist einmal mit und ein andermal ohne einen Zusatzwiderstand zu finden. Was ist nun falsch? Oder sind beide richtig?

 

Maßgebend sollten eigentlich die Datenblätter des Herstellers, die LÖWE-RADIO AG (1940), sein. Darin wird die WG35 mit einem 6 kOhm Widerstand abgebildet. Er geht von der Katode des 1. Systems zu einem Heizfadenende (HA). Das Gleiche ist in den „Tabellen f.d. Funkpraktiker“ (1948) abgebildet.

 

.

.

Ohne diesen Widerstand (aber mit einem Kondensator) ist die WG35 in der Funkschau Röhrentabelle (1946) und im Röhrentaschenbuch von W.Beier (1954) gezeichnet.

 

 

 

Mithilfe gefragt

Unsere Mitglieder, Herr Dr. Walz und M. Weiß (Loewe-Sammler) habe ich schon per e-mail angesprochen. Weiterhin habe ich das Inhaltsverzeichnis der FUNKGESCHICHTE (GFGF) nach Hinweisen über diesen Umstand durchsucht, aber nichts gefunden. Um die Sache in einem größeren Rahmen zu „erforschen“, sind möglichst viele Antworten wünschenswert. Daher erscheint dieser Thread zunächstmal im Talk!

 

Ich nutze Informationen, zu finden in dem bekannten Buch „Radios von Gestern“ (E. Erb). Dort ist (u.a.) das Sockelschaltbild der neu auf den Markt gebrachten WG35 zu sehen, und zwar ohne diesen zusätzlichen Widerstand. Dafür ist ein Kondensator (HF-Kurzschluss) von der Anode der Endröhre zu deren Katode geschaltet. Ich gehe mal davon aus, dass das die Urversion ist, weil 1934 veröffentlicht.

 

Schön der Reihe nach

Glücklicherweise haben wir es mit einem Röhrentyp zu tun, der nur von einem Hersteller (LÖWE-RADIO AG) produziert, und nur in vier Radios -desselben Herstellers- eingesetzt wurde.

 

Der „Botschafter GW“ (1934/35) war der erste Empfänger mit der Mehrfachröhre WG35.

Hier im RM sind zu diesem Typ sage und schreibe vier(!) unterschiedliche Schaltbilder und zusätzlich noch eine „Umbauanleitung“ gespeichert. Das deutet auf Probleme, welche während der Serienproduktion zu bewältigen waren.

Hier setze ich den Hebel an, hierin könnte das Geheimnis der unterschiedlichen WG35 liegen?

 

Betrachten wir das Schaltbild der 1. Produktionsphase (bis SN3300):

 

 

Im dazugehörigen Schaltbild wird deutlich, dieser Widerstand liegt dem Katodenwiderstand (Rk) des 1. Systems parallel. Der oben erwähnte Heizfadenanschluss (HA) ist nämlich nach Masse verdrahtet!

 

Warum so umständlich?

Ich vermute(!), man hatte nachträglich festgestellt: beim Botschafter GW bis SN 8500 war der Katodenwiderstand der Tetrode mit 17 kOhm viel zu hoch bemessen! Das ist für den Empfang nicht so gravierend, weil die Gittervorspannung in der Audionschaltung (Gittergleichrichtung) sowieso nur von der Größe der ZF-Spannung abhängig ist. Nur in Stellung TA soll der Spannungsabfall am Rk den Arbeitspunkt dieser Stufe mehr nach links festlegen.  

Um nicht alle bereits produzierten Geräte nachbessern zu müssen, hatte man einfach in den Röhrensockel einen 6 kOhm Widerstand eingelötet. Somit konnte (auf Wunsch?) nur durch Austausch der WG35 der Entwicklungsfehler behoben werden.

 

Gestützt wird diese Vermutung durch die Tatsache, dass in den Botschaftern GW ab SN 8501, sowie in den Nachfolgern „Patrizier“ und „537 GW“ –welche ebenfalls mit einer WG35 ausgerüstet sind- dieser Rk schon von vorneherein auf 6 kOhm bemessen wurde!

 

 

Das bedeutet wiederum, für diese Geräte war diese „Notlösung“ eigentlich nicht mehr nötig. Daher hatte man die WG35 ohne den extra Widerstand weiter produziert!

Mit anderen Worten: Es sind beide Versionen im Umlauf. So gesehen sind beide Sockelbilder -für die jeweilige Röhrenvariante- zutreffend!

 

Löwe muss sich  vorhalten lassen, die elektrisch unterschiedlichen WG35 nicht deutlich gekennzeichnet zu haben. Damit meine ich nicht irgend eine Ziffer oder einen Buchstaben in der Fabriksnummerierung, sondern in der Typenbezeichnung selbst, wie z.B. WG35B, oder WG35N. Dazu gehören selbstverständlich auch zwei Sockelschaltbilder, die den besagten Unterschied für den Fachmann aufzeigen.

Man stelle sich eine Radio-Werkstatt vor, die eine defekte WG35 ersetzen muss und per Zufall die „verkehrte“ aus dem Vorrat verwendet.    

 

Und was sagt mein Röhrenprüfgerät dazu?

Die meisten RPGs testen auf Isolation zwischen Katode und Heizfaden. Es leuchtet ein, das führt zu einer Fehleranzeige bei den WG35 mit dem Zusatzwiderstand! Die Fa. Funke hat das lobenswerterweise auf der Karte 157-159 bei meinem W16 als Hinweis gedruckt:

 

 

Stutzig macht mich der angegebene Zeitraum.  Wieso wurden erst ab Juli 1937 (laut Funke) die WG35 mit Widerstand produziert? Also beinahe am Ende der WG35 Ära. Das passt nicht in meine bisherige Argumentation, wobei ich mich natürlich genau so gut irren kann! Oder hatte Löwe zwischenzeitlich –heimlich- eine Änderung am System der Tetrode durchgeführt?

 

Die chronologischen Zusammenhänge

Ausgehend von den Daten im „Radio-Katalog Bd.I“ (E. Erb) habe ich ein bildliche Darstellung der Radio Produktion (oberhalb) und der angenommenen WG35 Produktion (unterhalb) von Löwe gemacht. Wohlgemerkt, es ist eine recht grobe Einschätzung!

 

 

Ich probiere damit deutlich zu machen, dass die WG35 ohne den zusätzlichen Widerstand, von Anfang 1934 bis Ende 1937 (und eventuell noch länger) für die Gerätetypen

  • Botschafter GW und W
  • Patrizier GW
  • OPTA 537 GW „Schlittschuh“

zur Erstbestückung erforderlich war.

 

Ich wiederhole, nur die Botschafter GW bis SN 8500 (die den falschen Rk von 17 kOhm eingebaut haben) benötigen meines Erachtens diese Anpassung (Nachbesserung) mit dem 6 kOhm im Sockel. Somit ging es eigentlich nur darum, einen gewissen Vorrat an WG35 mit Korrekturwiderstand für diese Anfangsproduktion ca. Ende 1934 nachträglich zu fertigen.       

Ab SN 8501 und auch die Nachfolger Patrizier und OPTA 537 GW hatten ja schon von vorneherein den erforderlichen Rk von 6 kOhm eingebaut.

 

Daraus kann man den Schluss ziehen:

Es müssten viel mehr WG35 ohne Widerstand als mit Widerstand hergestellt worden sein!

 

Aufruf an die Besitzer der genannten Löwe Radios:

Bitte notiert :

n      die SN mit Zusatzbuchstaben der WG35 und

n      überprüft mit dem Ohmmeter, ob zwischen Pin K1 und HA ein Widerstand eingebaut ist. Die WG35 darf dafür ruhig defekt sein.

n      Angabe des Gerätetyps und dessen SN ist auch hilfreich.

n      Wenn man ganz sicher ist, dass es sich um die Erstbestückung handelt, bitte vermelden.

Reaktionen bitte hier im Forum oder an meine e-mail Adresse.

 

Vielen Dank im Voraus!

MfG

This article was edited 29.Jan.08 10:04 by Wolfgang Holtmann .

Wolfgang Holtmann
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02.Feb.08 10:04

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Zwischenstand:

Bisher habe ich nur eine Reaktion (von Herrn M. Weiß):
Seine beiden WG35 sind zu seinem Botschafter GW (SN 3116) neulich dazugekauft. Beide haben den Widerstand im Sockel eingebaut und tragen die Seriennummern:

213426 G und 214308 G

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Ist das eine realistische Einschätzung?
Wir haben ca. 4500 Mitglieder. Davon klicken 160 diesen Thread an. 30 davon besitzen ein Löwe-Radio mit der WG35, odere haben eine lose Röhre herumliegen.
Von den 30 hat die Hälfte keine Lust oder Zeit zu reagieren! Das ist normal.

Nun warte ich noch auf die restlichen 9 Mitglieder........  

 

 

This article was edited 10.Feb.08 22:12 by Wolfgang Holtmann .

Christian ADAM
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02.Feb.08 10:42

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Hallo Wolfgang,

Meine WG35 (photo im Rmorg) trägt die Nummer 205508G. Von unten sieht sie aus wie aud dem Foto von Herr Weiss. Der Widerstand ist da und Ich habe 5,9k gemessen!

Die Röhre ist kaputt (Faden gebrochen) und Ich besitze kein LOEWE Apparat.

So, wer macht weiter?

M f G aus Colmar,

Christian

This article was edited 02.Feb.08 10:47 by Christian ADAM .

Konrad Birkner † 12.08.2014
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02.Feb.08 13:16

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WG35  Nr.213085 G hat ebenfalls den Widerstand 6,04 kOhm.

An der Stelle des angeblichen Kondensators messe ich ca. 17 pF. Dieser Wert kommt aber auch an anderen Verbindungen ( z.B. Schirmgitter/Anode), was den Schluss nahelegt dass es innere und Zuleitungkapazitäten sind.

Reiner Scholz
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02.Feb.08 18:28

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Hallo Herr Holtmann,
meine WG35 hat die Fertigungsnummer   90762 G  und hat ebenfalls diesen 6 kOhm Widerstand.

Zusatzfrage: Die (isolierten) Zuleitungen für A2 und HE sind mit einer Kupferdrahtwendel umwickelt, deren Enden beide an K1 angeschlossen sind. Was hat es damit auf sich?
Wolfgang Holtmann
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02.Feb.08 20:56

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Guten Abend Herr Scholz

Auch Ihnen danke ich für die Auskunft!

Diese Drahtwendel sollen eine gewisse Abschirmung der Zuleitungen A2 (Anode Diode) und ein Heizfadenende (HE) bewirken. Damit kann man störende elektrische Felder reduzieren, welche von den in der Nähe liegenden Leitungen aufgenommen werden könnten.

MfG

Martin Steyer
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02.Feb.08 23:21

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Hallo Wolfgang,

durch Bau eines neuen Regals (Raumteiler) mit Körting-Radios ist hier einiges durcheinander geraten und ich bin erst heute wieder nach dem Neuverteilen an meinen Patrizier herangekommen. Radios sind ganz schön schwer, besonders die von Körting!!).
Meine WG35 hat die Seriennumer 207042G und hat den eigebauten Widerstand. Der Blick von unten sieht exakt wie auf dem Foto aus.

73, Martin (DK7ZB)
Jürgen Stichling
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10.Feb.08 20:23

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   8 Hallo Herr Holtmann,

meine Röhre mit Seriennummer 209743 G weist ebenso den 6KOhm Widerstand auf.

Gruß
Jürgen Stichling
Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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20.Feb.08 19:20

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Hallo Röhrenfreunde!

 

Nach einer Zwangspause bin ich wieder zurück und probiere weiterhin, die Problematik über die technischen Details der WG35 einer Lösung näher zu bringen. Das geht -nach so langer Zeit- natürlich nur mit Hilfe von vielen „Mosaiksteinchen“, angetragen durch die Leser.

 

Bestandsaufnahme:

Immerhin haben 6 Mitglieder Ihre Röhren untersucht, sodass wir im Moment 7 Seriennummern festhalten konnten, wobei alle(!) diesen Zusatzwiderstand von 6 kOhm eingelötet haben!

 

Das beißt sich mit meinen anfangs gemachten Vermutungen. Ebenso erscheint mir in diesem Lichte das durch Funke angegebene Umstellungsdatum 7.1937 als noch unglaubwürdiger. Siehe Post1. Allerdings ist die Anzahl der „Mosaiksteinchen“ noch viel zu gering um ein deutliches Bild zu erhalten!

 

Auf einer anderen Schiene....

Damit meine ich die schon erwähnte –heimlich durchgeführte- (eventuelle) Änderung am System der Tetrode der WG35. Die Hersteller nennen sowas „Produktverbesserung“!

 

Dazu könnte folgendes Szenario passen:

Die Fa. Löwe hatte die Geräte Botschafter GW und W 1934 auf den Markt gebracht und danach erkannt, da muss unbedingt noch eine Verbesserung am Tetrodensystem durchgeführt werden. Das will man verständlicherweise nicht gerne an die große Glocke hängen..... Also, es musste eine WG35 produziert werden, die gut funktioniert in den bereits hergestellten Radios, aber auch für die zukünftigen anwendbar ist.
Das Wichtigste: bloß keine Namensänderung! Ein Kompromiss musste her, so vielleicht ....

 

 

 

Für die Botschafter GW bis SN 8500 ist eine Parallelschaltung von 6 KOhm zum bereits bestehenden Rk von 17 kOhm (Rges ~ 4,4 kOhm) akzeptabel.

In den Geräten ab SN 8501, sowie im Patrizier GW und OPTA 537 GW erforderte das verbesserte Tetrodensystem nun einen optimalen Gesamt-Katodenwiderstand von 3 kOhm.
Da die angepasste Version WG35 (vermutlich ausgeliefert etwa ab 2. Hälfte 1934) schon den im Sockel eingelöteten Korrekturwiderstand mitbekam, brauchte man nur den Rk in diesen Geräten auf 6 kOhm zu bemessen, um auf die erforderlichen 3 kOhm zu kommen.

 

Randbemerkung zur Röhrenprüfung:

Wenn da tatsächlich eine eingreifende Änderung am Tetrodensystem vorgenommen wurde, dann ist die Emission (bei gleichen Prüfkonditionen) auch abweichend, d.h. die „Gut – Unbrauchbar“ Anzeige wertlos geworden. Zwei verschiedene Kinder bekamen den gleichen Namen „WG35“. Der Trick mit dem eingelöteten 6 k Widerstand hat nämlich darauf keinen Einfluss!

 

Wie können wir mehr Sicherheit über meine 2. Hypothese bekommen?

Ausgehend von der Tatsache, dass die WG35 im Jahre 1934 eingeführt wurde, hatten Fachzeitschriften wie FUNK und FUNKSCHAU -und auch LÖWE- ein Interesse daran, hierüber einen (oder mehrere) ausführlichen Bericht zu publizieren. Die Fakten kamen natürlich vom Hersteller selbst. Hier sollte man die von mir als „Urversion“ bezeichnete WG35 ohne den Korrekturwiderstand beschrieben finden.


Davon kamen allerdings rel. kleine Stückzahlen auf den Markt, die nach Verschleiß bzw. Defekt weggeworfen und durch die nur noch gefertigte „verbesserte“ WG35 mit dem eingebauten Widerstand ersetzt wurden. Das erklärt die anscheinend geringe Häufigkeit der „Urversion“.

 

Ich habe bereits das Jahresinhaltsverzeichnis der FUNKSCHAU von 1934 und 1935 (unter Texte) durchforstet und zwei Beträge finden können, die uns weiterhelfen könnten:

 

Nacheditiert 21.02.08 :

-- Schaltung mit Loewe Dreifach-Kraftröhre. 1934/37

-- Loewe Botschafter. 1935/12

Wie uns Herr Walz freundlicherweise mitteilte, diese beiden Beiträge haben keinen Bezug zum Thema "unterschiedliche WG35".

 

Vielleicht kann trotzdem jemand einen Vorstellungsbericht der WG35 in der einen oder anderen Fachzeitschrift finden?

Ich wiederhole meine Bitte: bisher noch nicht entdeckte Einzelheiten zum Thema einzubringen.

 

MfG

This article was edited 21.Feb.08 11:07 by Wolfgang Holtmann .

Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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20.Feb.08 21:55

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Meine WG 35 weisen folgende Situation auf:

Nr. 51670        kein Widerstand

Nr. 189093 G  Widerstand 6,8 kOhm

Nr. 195192 G Widerstand 7,1 kOhm

Die ältere Röhre funktioniert einwandfrei in einem Patrizier GW.

Selbst in den Kundendienstschriften von Loewe zum Patrizier und 537 GW finden sich keine Hinweise zu unterschiedlichen WG35. In Loewe Schaltbild vom Patrizier vom 5.9.1935 ist der 6 kOhm Widerstand innerhalb der Röhre eingezeichnet. Im Schaltbild des 537 GW vom 6.7.1936 nicht. Das Schaltbild des Patrizier wird mit "Ausführung 2" bezeichnet und beginnt ab Seriennummer 11001. Der Kathodenwiderstand beträgt 6 kOm. Eine "Ausführung 1" ist in den Unterlagen leider nicht vorhanden.

Auffällig ist noch, dass meine Röhren mit Widerstand ein "G" in der Seriennummer haben. Ob dies allerdings mit dem Widerstand zusammenhängt oder ein Zufall ist, ist nicht klar.

Die zitierten Funkschau Artikel haben folgenden Inhalt:

1934, Seite 37 Schaltung mit Loewe Röhre 3 NFW oder 3 NFL

1935, Seite 12 Leistungsvergleich vom Loewe Botschafter mit anderen Allstromempfängern. Vor allem bei 220 V zu 110 Volt. Keine Hinweise auf Variation der Röhren.

Grüsse

Rüdiger Walz

 

 

Rainer Glaschick
Rainer Glaschick
 
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23.Feb.08 13:37

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   11 In dem "Röhren-Vademecum" von 1947 (Regelien's Verlag Berlin) ist in der Sockelschaltung der Kondensator gezeichnet; in den Bemerkungen findet sich nichts weiter.
Gerhard Eisenbarth
 
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24.Feb.08 17:27

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   12 Meine WG35 hat einen 6 Kilo Ohm Widerstand im Sockel.
Zwischen A3 und K3 messe ich 25pF.

Die Serien-Nr.: 215514G
  
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