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lorenz: 150W/III: Potentielle Fehlerquelle

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Eilert Menke
 
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29.Nov.03 23:54

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Üblicherweise plagen uns Radiosammler und Restauratoren entweder Papier-Wickelkondensatoren mit durchgeschlagenem oder inakzeptabel geringem Isolationswiderstand des Dielektrikums. Während der Reparatur meines Lo 150W/III - kein MW-Empfang, KW und LW aber in Ordnung - begegnete ich nach langer, weil unvermuteter Fehlersuche dem umgekehrten Fall:

Dieser 470 pF Pertinax-Plättchenkondensator (Fabrikat Ingelen, Dielektrikum wahrscheinlich Glimmer) war für die Auskopplung im MW-Oszillatorkreis zuständig und fiel bei der Fehlersuche nicht negativ aufgrund schlechten Isolationsverhaltens auf. Also nahm ich zunächst auch seine Tadellosigkeit an. Erst mit zunehmend verzweifelterer Fehlersuche rückte er wieder in mein Blickfeld - und siehe da, er hatte zwar sehr gute Isolationswerte aber auch keinerlei Kapazität! Ursache dafür waren die genieteten Durchkontaktierungen, die aufgrund Ihrer mittlerweile über sechzigjährigen Lebensdauer in klimatisch nicht immer optimalen Bedingungen zur Oxidation neigten. Dies führte schließlich zur vollständigen Unterbrechung - heimtückisch, weil äußerlich nicht erkennbar!

Kondensatoren dieser Bauart sollten - nicht nur in diesem Gerät - Gegenstand einer näheren Betrachtung sein.

This article was edited 30.Nov.03 15:48 by Eilert Menke .

Detlef Boeder
Detlef Boeder
 
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30.Nov.03 10:43

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Hallo und guten Tag Allerseits,

diese Kondensatoren sind viel in österreichischen Geräten verwendet. Oft versagen Superhets wegen denen erstmal völlig ihre Funktion. Bei mir hatte sich einer von 110pf im Oszillatorkreis auf nur noch 4pf verringert. Folglich schwang der Oszillator überhaupt nicht mehr an -> keine Funktion auf allen Wellen. Natürlich wurden alle anderen auch ersetzt. Ersetzt hab ich sie mit normalen keramischen. Die Originalkondensatoren lege ich immer in einer Tüte dem Gerät bei.

Gruss Detlef Boeder

 

Martin Steyer
Martin Steyer
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30.Nov.03 11:25

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Moin, moin...

Diese Glimmer-Cs gibt es auch ohne "Verpackung" (sie sehen dann richtig silbrig aus), z.B. hatte ich dasselbe Phänomen in einem Schaub Weltsuper 40W, dessen Oszillator nicht mehr wollte. Ersatz sollte bei Keramik mit Kondensatoren mit TK0 erfolgen oder durch Styroflex, sonst kann der Oszillator u.U. wegen Temperatureffekten laufen (es gibt z.B. welche mit N750...).

 

Viel Spaß beim Restaurieren,

Martin (DK7ZB)

Detlef Boeder
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30.Nov.03 14:34

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Hallo Herr Steyer,

vielen Dank für den präzisen Hinweis zum TK. Klar, "normale Kondensatoren" wie ich schrieb, kann manchmal natürlich zu ungenau sein. Ich habe gleich nochmal nachgeschaut, was ich denn in meinem Fall (es war der 540W INGELEN aus meiner Sammlung) eingebaut hatte: Es sind "Typ1 NP0" Scheibenkondensatoren 500V, braun mit schwarzem Farbpunkt.

Das einzige Buch, welches ich zum Thema Kondensatoren habe, ist das aus dem Franzis Verlag RPB Band149:"Kondensatorenkunde für Elektroniker" von Kurt Leucht 1981. Das ist aber das beste Buch zum diesem Thema, aber leider vergriffen. Ab und an findet man es aber angeboten.

Grüsse Detlef Boeder

 

 

  
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