aeg: Mechanisches Brummen
aeg: Mechanisches Brummen
Nach einer aufwändigen Wiederherstellung des Radios funktionierte es wieder einwandfrei. Ausgenommen der Netzschalter, dessen Umschaltfeder scheinbar nicht mehr die Kraft hat, wieder zurück zuschnappen. Nachdem ich das Chassis endlich wieder ins Gehäuse eingebaut und das Radio eingeschaltet hatte, hörte ich ein ziemlich lautes mechanisches Brummen, das vom Trafo herzukommen schien. Durch Drücken des Trafos gegen das Chassis änderte sich das Brummen und wurde etwas leiser. Das Brummen war aber so intensiv, dass es zu mechanischer Resonanzerscheinungen mit der EBF11 kam und diese sich dann als NF-Ton verstärkt im Lautsprecher bemerkbar machte! Daraufhin entdeckte ich, dass der EI-Trafo nicht wechselseitig geschachtelt wurde und demzufolge einen Luftspalt aufwies. Chassis wieder ausgebaut und Trafo-Schrauben mit einem 9er-Ringschlüssel angebrummt - das Brummen wurde deutlich leiser, war aber in Verbindung mit dem Gehäuse als Resonanzboden immer noch zu hören. Daraufhin habe ich den Graetz - Gleichrichter überprüft, den ich vorher gegen den originalen getauscht hatte. Alles in Ordnung, kein Gleichstromanteil im Trafo - Wechselstromkreis zu messen. Als letzte Rettung habe ich, nachdem ich die Trafoschrauben, die das Paket zusammenhalten, wieder gelockert und anschließend das Paket mit einer Schraubzwinge so stark zusammengepresst, bis das Brummen verschwand. Anschließend habe ich die Trafoschrauben wieder mit dem 9er-Ringschlüssel so fest wie es die Härte der Schrauben zuließen, angezogen und dann die Schraubzwinge wieder entfernt.
Fazit: Wäre der Trafo wie üblich wechselseitig geschachtelt worden, hätte es dieses Problem nicht gegeben.
Für diesen Post bedanken, weil hilfreich und/oder fachlich fundiert.