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Opta Radio Wüstenbrand

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Wolfgang Eckardt
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14.May.10 09:23

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Bei einem befreundeten Sammler entdeckte ich ein Empfänger-Prüfgerät von der Firma

Opta Radio Wüstenbrand.

Nun ist zwar bekannt, dass Opta-Radio (Loewe-Opta) einen Teil seiner Produktion kriegsbedingt auslagerte, aber der Standort Wüstenbrand ist mir bisher noch nicht bekannt geworden.

In der Firmenchronik hier im RM sowie im Band 1 des Radio-Katalog schreibt Ernst Erb:

"1941-44 fertigen die Opta-Betriebe ausschliesslich Rüstungsgüter; Opta-Radios sind dann Fremdtypen [638966-19]. Man gliedert Grassman in den Opta-Betrieb ein. Es entstehen Auslagerungsbetriebe, z.B. in Oberlungwitz in Sachsen. In Berlin-Weissensee entsteht während des Krieges ein Betrieb für Röhrenbau."

Oberlungwitz ist ein kleiner Ort im Erzgebirge, ca. 5 km entfernt von dem Ort Wüstenbrand (Autobahn A4 Abfahrt Hohenstein-Ernstthal).  

Für mich erhebt sich die Frage:
Gab es zwei verschiedene Auslagerungsbetriebe nahe beieinander oder ist die Benennung "Oberlungwitz" nur eine unpräzise Ortsangabe?
Immerhin ist mir jetzt ein Werk in Wüstenbrand bekannt, aus Oberlungwitz bisher nicht!

Wer weiß etwas mehr zu dieser Firmengeschichte und kann klären?

Ich habe das Modell hier unter Loewe-Opta angelegt mit dem vermutlichen Baujahr 1943. Da das Modell noch nicht näher untersucht werden konnte, bin ich mir allerdings über das Baujahr nicht sicher - es könnte vielleicht auch nach 1945 entstanden sein, bevor die Verstaatlichung der Opta-Betriebe auf dem Territorium der SBZ begann.

Wolfgang Eckardt

 Edit: Link zum Modell

This article was edited 18.May.10 20:08 by Wolfgang Eckardt .

Wolfgang Eckardt
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18.May.10 18:34

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Von Herrn Gerhard Eisenbarth erhielt ich eine Information zu einer interessanten Literaturquelle, über die hier im RM auch schon berichtet wurde, die mir aber leider im passenden Moment nicht einfiel:

Kilian J. L. Steiner, "Ortsempfänger, Volksfernseher und Optaphon"
"Die Entwicklung der deutschen Radio- und Fernsehindustrie und das Unternehmen Loewe 1923-1962"
Klartext Verlag, Essen 2005.

Dort wird u.a. auf der Seite 259 geschrieben:

"Ab 1943 fand der Zwangsarbeitereinsatz über die beiden Werke in Berlin und Leipzig hinaus auch in den sukzessive und immer zahlreicher errichteten Verlagerungswerken wie z. B. in Görlitz, Grünberg, und Goldberg in Schlesien sowie in Altenburg, Oberlungwitz, Wüstenbrand und Wolkenburg in Sachsen statt, wobei die schlesischen Werke dem Werk Berlin und die sächsischen Werke dem Werk Leipzig unterstanden." ...

"Weitere ermittelte Standorte waren: Bodenbach im Sudetengau, Lichte bei Saalfeld, Nennowitz bei Brünn, Reisicht (Schlesien), Spremberg (Schlesien), Rothwasser (Schlesien), Than­sau (Bayern) sowie Küps in Oberfranken. Der Kriegsverlauf vereitelte jedoch in einigen Orten die Produktionsaufnahme." (Hervorhebungen W.E.)

Damit ist meine Frage zum Standort "Opta Radio Wüstenbrand" in Post 1 erst einmal beantwortet. Dort sind u.a. auch Großlautsprecher-Kombinationen gebaut worden (LGE3904).

Vielen Dank Herr Eisenbarth.

Wolfgang Eckardt

 

 

 

This article was edited 18.May.10 18:51 by Wolfgang Eckardt .

  
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