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philips-d: 753/4E/3D; Capella

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Marc Goeritz
Marc Goeritz
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15.Nov.03 17:52

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Reparaturtipp:

Wenn der motorbetriebene Stationsspeicher "spinnt" auf keinen Fall an den einzelnen Kontakten rumbiegen. Für die meisten Fehlfunktionen ist ein gedehnter Bowdenzug die Ursache. Der häufigste Fehler dürfte sein, daß der Zeiger zwar am gewünschten Punkt stehenbleibt, der Motor (und der Abstimmknopf) sich aber weiter drehen. In diesem Fall ist der Zug von der Entsprechenden Taste zu lose. Direkt hinter dem "Pergamentpapier" ,das hinter der Skala sitzt befinden sich links und Rechts am Chassis jeweils 3 Verstellschrauben (6-Kant). Die Mäntel der Züge enden in diese Schrauben. Wie bei der Felgenbremse vom Fahrrad bedeutet ein rausdrehen der Mutter eine stärkere Spannung des Zuges. Die Züge sollten so eingestellt sein, daß sie kein Spiel haben, die Häkchen am Selektor (die Kiste wo alle 6 Züge zusammenlaufen) aber noch nicht gezogen sind. Philips beschreibt das ganze in der Servicedokumentation so :" Keine Sendertaste gedrückt: Einstellmutter an der Chassishalterung so einstellen, daß die einzelnen Seile unter Leichtem Zug stehen, dabei sollen die 6 Selektorhebel auf einer Linie stehen. Die beide oberen Kontakte im Kontaktfedersatz dürfen nicht geschlossen sein. Beim Eindrücken einer Sendertaste um 3-4 mm müssen sich die beiden oberen Kontakte des Kontaktfedersatzes im Schalter schließen"

In der Praxis reicht es aber den Zug zu spannen, bis sich der Hebel am Selektor bewegt, und dann ein Stück zurück, so daß der Hebel noch am Anschlag ist, der Zug aber trotzdem gespannt ist. Bei korrekter Einstellung des Kontaktsatzes darf der Motor jetzt auf keinen Fall laufen, wenn keine Speichertaste gedrückt ist. Läuft der Motor nach erreichen einer gespeicherten Position weiter ( bei gedrückter Taste) muß der entsprechende Zug stärker gespannt werden. Läuft der Motor nun wenn kein Speicherknopf gedrückt ist, hat man es übertrieben und den Zug zu Stramm gespannt. Wird ein gespeicherter Sender nur ungenau angefahren, sollten alle Klemmschrauben überprüft werden (Zahnräder auf Wellen). Die gegeneinander verspannten Zahnräder sind häufig aufeinander verklebt, dies führt auch zu Spiel. In diesem Falle nur ganz wenig Graphitöl in den Spalt zwischen den aufeinanderliegende Zahnrädern geben, und die Zahnräder einige Male soweit gegeneinander Verdrehen, wie es das Zahnflankenspiel erlaubt. Hilft auch das nicht, müssen die Zahnräder ausgebaut, mit Spiritus gereinigt leicht gefettet und wieder eingebaut werden. Beim Trennen der Zahnräder ist die Flugbahn der Feder zu verfolgen, damit die Suche nach ihr nur eine halbe Stunde dauert ;-) . Ein zu Strammer Zug kann auch die Ursache für Ungenauigkeit sein. Ist also kein fühlbares Spiel in der Mechanik sollte noch etwas mit der Spannung der Züge experimentiert werden. Sind alle Züge sauber eingestellt, und funktioniert alles zufriedenstellend, sollte man die Schrauben mit etwas Nagellack sichern (Frau/Freundin/Mutter unbedingt vorher fragen;-) .

 

Diese Prozedur sollte nur als letzte Möglichkeit in Betracht kommen, da meistens ein verstellter Bowdenzug die Ursache für Probleme ist: Kommt man mit diesen Einstellungen zu keinem vernünftigen Ergebnis, muß der Kontaktsatz als ganzes nachgestellt werden . Der Kotaktsatz ist mit zwei Schraube durch Langlöcher an den Selektor geschraubt. Wenn man von hinten auf den Selektor sieht, ist eine Schraube links vorne (Kopf zeigt zur Skala) Die andere sitzt rechts auf der Seite .Der Kopf dieser Schraube zeigt zur Seite, und ist vom Drehko verdeckt. Diese Schraube kann nur mit eine dünnen Schraubenschlüssel gelöst werden, da der Sechskantkopf im Spalt zwischen Selektor und Drehko "versteckt" ist. Durch Lösen der beiden Schrauben kann der gesamte Kontaktsatz verschoben werden. Zur Justage dreht man anstelle der Schraube, die die kleine Lötleiste hält eine 7,2 mm lange M3 Schraube (ohne Lötleiste und Unterlegscheibe) bis zum Anschlag ein. Der Kontaktsatz muß nun soweit nach unten geschoben werden, daß der Schieber vom Selektor die Schraube geradeso berührt, wenn der Drehko vollständig ausgedreht ist und eine Sendertaste gedrückt ist ( diese Position des Drehkos, darf nicht auf dieser Taste abgespeichert sein). Nun die Halteschrauben wieder festziehen. Nun noch mal die Position des Schiebers prüfen, der Spalt darf maximal 0,1 mm betragen. Paßt alles, beide Klemmschrauben mit Lack sichern.  Kann man den gespeicherten Sender auch bei gezogenem Knopf nicht verstellen, ist die Rutschkupplung zu locker oder verschmutzt. Läßt sich ein gespeicherter Sender auch bei nicht gezogenem Knopf verstellen ,ist die Rutschkupplung zu fest eingestellt oder "festgegammelt" .

Nimmt der Motor die Mechanik nicht mit, so sollte man den Konus erstmal reinigen, bevor man ihn löst und in Richtung Schwungscheibe verschiebt. Der Gummiring auf der Schwungscheibe kann ebenfalls verölt sein.

  
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