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Capella 753/4E/3D BD753A

Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 242085) Radio
 
Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 242086) Radio
 
Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 242087) Radio
 
Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 241987) Radio
 
Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 241986) Radio
 
Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 241990) Radio
 
Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 241988) Radio
 
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Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 241983) Radio
 
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Capella 753/4E/3D BD753A; Philips Radios - (ID = 2122685) Radio
Philips Radios -: Capella 753/4E/3D BD753A [Radio] ID = 2122685 1024x808
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For model Capella 753/4E/3D BD753A, Philips Radios - Deutschland
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Philips Radios - Deutschland
Brand
 
Deutsche Philips-Ges.
Year: 1955/1956 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 11: ECC85 ECH81 EF89 EBF80 EM80 EABC80 EC92 EL84 UL84 EL84 UL84
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 460/10700 kHz
Tuned circuits 8 AM circuit(s)     11 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 145; 220 Volt
Loudspeaker 4 Loudspeakers
Power out
from Radiomuseum.org Model: Capella 753/4E/3D BD753A - Philips Radios - Deutschland
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 700 x 455 x 275 mm / 27.6 x 17.9 x 10.8 inch
Notes Capella BD753A/4E/3D von Philips hat zwei getrennte Endstufen á 4 W für Hoch- und Tiefton.
Siehe auch Paralleltype Mediator MD3529A und Siera SA3029A.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 18 kg / 39 lb 10.4 oz (39.648 lb)
Price in first year of sale 575.00 DM
Collectors' prices  
External source of data Erb
Source of data HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1955/56
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.


All listed radios etc. from Philips Radios - Deutschland
Here you find 2467 models, 2189 with images and 1481 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Philips Radios -: Capella 753/4E/3D BD753A
Threads: 10 | Posts: 25
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  philips: Anmerkungen zur eisenlosen Endstufe
Eike Grund
11.Jun.11
 
  1

Eisenlose Endstufen sind anders.

Sorgfältig generalüberholt, zählen vor allem die zweikanaligen Modelle zu den Klangwundern. Aber die ungewohnte Technik veranlasst manchen Restaurateur zum Aufgeben. Am Anfang stehen Verständnisfragen, die hin und wieder gestellt werden oder man bringt gleich den noch nicht ganz gesundeten Patienten. Aktuell ein Capella 753/4E/3D - ein guter Anlass, die


Funktion der zweikanaligen Endstufe mit den gepaarten Röhren EL84 und UL84 mit einigen Bildern zu verdeutlichen.

Es gibt noch keinen rechten und linken Kanal, hier werden die tieferen und die höheren Frequenzen über jeweils einen Kanal übertragen. Das noch gemeinsame Signal wird nach der Röhre EC92 über einen Hochpass und einen Tiefpass je einer Endstufe zugeführt. Die verbauten RC-Glieder bewirken auch eine Phasenverschiebung, die beiden Endstufen werden daher gegenphasig angesteuert. Das hat aber nichts mit der gegenphasigen Ansteuerung von normalen Gegentaktendstufen zu tun, auch eine hörbare Klangbeeinflussung ist damit nicht verbunden. Unsere Ohren reagieren nicht auf Phasenlagen.

Das Bild oben rechts zeigt die beiden Endstufen mit den Ausgängen(A). Man erkennt unschwer, dass die Beschaltung der jeweils unteren Röhre EL84 sehr bekannt, bzw. ganz normal aussieht: Es gibt einen Kathodenwiderstand mit parallelem Elko zur Einstellung der Gittervorspannung, die Anode arbeitet auf einen Arbeitswiderstand und das Schirmgitter wird mit einer Gleichspannung versorgt. Hier ist diese Spannung für beide Röhren EL84 an den Widerständen R2 und R3 (zwischen den Siebelkos C2 und C3) einstellbar. Ein entsprechender Hinweis findet sich in manchen (nicht in allen) Schaltplänen. Als Arbeitswiderstand gibt es keinen Transformator, hier ist auch die Röhre UL84 in den Arbeitswiderstand einzubeziehen.

Die Signale an der EL84 sehen dann auch ganz normal aus, wie Bild 1 zeigt: Die Ansteuerung des Gitters verursacht eine wesentlich größere, um 180 Grad phasenverschobene Spannung an der Anode.

Damit endet die vertraute Umgebung.
Arbeiten wir uns weiter nach oben durch, führen 330 Ohm zur Kathode der UL84 und 1000 Ohm an das Gitter dieser Röhre. Der Weg zum Gitter ist leicht durchschaubar: Weil das Gitter leistungslos angesteuert wird, also kein Strom fließt, liegt am Gitter der UL die gleiche Spannung wie an der Anode der EL, siehe im Bild 2. Das Ohmsche Gesetz lässt keine andere Möglichkeit zu.
Das gleiche Gesetz zeigt aber auch, dass an dem Widerstand zwischen Anode und Kathode eine Spannung abfällt. Eine Gleichspannung, die wieder für eine gegenüber der Kathode negative Gittervorspannung sorgt und eine Wechselspannung. Rechts oben im Bild1 ist die an der Kathode der UL84 vorgefundene Wechselspannung (ohne Gleichspannungspotential) eingeblendet. Die Differenz beider Wechselspannungen liegt als Steuerspannung am Gitter der UL84.
Diese Steuerspannung ist  jedoch größer (ca. 1,5-fach) als die Spannung am Gitter der EL84, weil die durch den fehlenden Elko am Kathodenwiderstand verursachte Gegenkopplung kompensiert werden muss.

Zum besseren Verständnis der vorgefundenen Spannungen unterscheidet man nun zwischen
Gleich- und Wechselspannungs- (Prinzip-)Schaltbild :
Gleichstrommäßig liegen beide Röhren in Reihe, die Gleichspannungen an den Bauteilen können addiert werden, bis die zugeführte Anodengleichspannung von 290 Volt erreicht wird.
Wechselstrommäßig liegen beide Röhren parallel, sowohl die Anode der UL84 als auch die Kathode der EL84 liegen wechselstrommäßig auf Masse. Diese Parallelschaltung reduziert auch den Ausgangswiderstand.

Bild 3 zeigt die bereits beschriebene gegenphasige Ansteuerung der beiden Röhren. 

Bild 4 zeigt die Ausgangssignale beider Endstufen bei verschiedenen Frequenzen:
Bei ca. 800 Hz sind die Signale des Hochton- und Tieftonkanals gleich groß (Bild 4a), 4b und 4c zeigen die Ausgangssignale bei der halben und der doppelten Frequenz.

Bemerkenswert ist, dass die Summe der Ausgangsspannungen gleich bleibt.


Mit der Einführung der Röhre EL86 entstanden zahlreiche Detailvarianten der eisenlosen Endstufen. Im Capella 673 werden zum Beispiel die Gitterspannungen über eine Phasenumkehrstufe jedem Gitter 2er EL86 direkt zugeführt, der Kathodenwiderstand zwischen beiden Röhren entfällt.
Das Grundprinzip der Schaltung, die auch als Kaskodenschaltung bezeichnet wird, bleibt jedoch erhalten.

Literaturhinweis: Die “eisenlose“ Serien-Gegentaktendstufe
PHILIPS Service-Mitteilung, von Wolfgang Bauer hochgeladen.

 

 
Hits: 2433     Replies: 8
philips: FM De-emphasis R and C
Paul E. Pinyot † 2013
18.Jan.11
  1

FM De-emphasis R and C

I am restoring this unit and would like to set the FM De-emphasis R and C for US operations 70us. Could some one identify for me which Resistor and Capacitor make up the De-emphasis circuit? 
 
My guess is R42 and C 81. And I need to change C81 to 522pf.
 
Thanks
Paul.
Torbjörn Forsman
18.Jan.11
  2

I have noted that many Philips radios from the 50's already seem to be designed for 75 us de-emphasis although they have been sold in the continental european market. So i suggest that you check the frequency response before making any changes. Apparently, some european broadcasting companies did not decide whether to use 50 or 75 us until the early sixties.

Anyway, the difference between 50 and 75 us de-emphasis is not very large, it corresponds to just a small change in the setting of the treble control.

Note that this radio has a feature to limit the high frequency response when receiving weak FM stations (just like most modern car radios), so its frequency response will vary with the signal strength.

The rightmost diode in the EABC80 is forward biased by the cathode voltage of one of the output valves via resistor R62. But it is also connected to the negative ratio detector voltage, which increases with signal strength, via resistor R44. As far as the resulting voltage is positive, the diode will cause shunting of high AF frequencies to ground via capacitor C83.

So, the de-emphasis circuit consists (at least) of three capacitors - C80, C81 and C83 , and of three resistors R40, R41 and R42, in series with the ratio detector's source impedance which cannot be easily readout from component values, it has to be measured in the real circuit if one is interested in its exact value.

It should also be observed that many FM receivers from the mid-50's have a relatively narrow IF passband which also can influence the AF frequency response.

Paul E. Pinyot † 2013
20.Jan.11
  3

Torbjorn,

Thank you for the information.  Looks like I will have to establish a frequency response test procedure in the shop.  Even if I do not change any values my interest has been peaked and needs satiated.

I thought there would be more than just two simple parts to the RC network.  But there was hoping.

Thanks again,

Paul

 

Hans M. Knoll
20.Jan.11
  4

If you like, you can find here the Values of 50 and 75 μsec Deemphasis.

Used in Europe and USA.

 

knoll

 

Paul E. Pinyot † 2013
20.Jan.11
  5

knoll,

This will save me some researching time.  Thanks for the information!

Paul

Omer Suleimanagich
23.Jan.11
  6

I am glad to see this discussion opened up again, because most of us in North America DO hear a difference when listening to radios from Europe, and ones intended for the American market.

Lately, I have been restoring a Grundig  4085, and have added capacitance to the 220 pF capacitor in thge ratio detector, with an extra 120 pF.  Interestingly enough, the bass thump, was even worse than when I started!

I'm thinking, that I might have to do some modifications with the negative feedback.

How would one go about, making this radio compatible with todays broadcasting equipment in North America? 

Paul E. Pinyot † 2013
25.Jan.11
  7

Omar,

Please be careful with the Audio negative feed back circuit.  It should have been engineered to be flat or what the acoustic engineers wanted from the radio, speaker, tubes, transformer and cabinet combination.

I have read too many unsubstantiated (untested) comments and conclusions on the audiophile chat boards.

Try inputting a Pink or White noise using a Real time Analyzer into the PU or Tape and check the response.  OR sweep (by hand) the audio range with an Audio Generator to see the actual audio response, of the acoustic system, before modifying the feed back circuit.

Of course this all assumes you replaced all the degraded capacitors and resistors that are suspect.

I hope that I am not speaking out of turn.

Paul.

Additoinal Information.  

This freeware software link, will display a spectrogram of frequency vs amplitude.  You can use this to analyse the Audio section of a radio.  There are other Spectrogram freeware programs available.  I intend to use it for De-emphasis once I figure how to transmit a test signal through the FM tuner.

You should be able to attach your computer's sound card to output of the amp and send in an audio signal.  (Use an attenuator/voltage divider network. See text of the freeware.)  Use an audio generator that you sweep or try some white noise.  Also monitor the input signal with one of the stereo chanels of this program.  That will give you a reference point.

If the system is FLAT the output signal will follow the input signal.  But I doubt if that will work too well.  Because the  volume control compensation networks.  So be aware of where the volume and tone controls are set. 

I intend to sample the audio of the FM receiver at the Tape output.  It should be flat at that point, unaffected by any tonal engineering.  That way should be able to see the de-emphasis.

You will have to option the software for maximum sampling of 44khz.  Select the graph you want to use.  Optioning happends when you start the program from the FILE tab SCAN INPUT.  See the attached picture file for my options.

Put a capacitor in series with the hot lead of both sound card input channels.  Us from about .01 to 0.01 cap to keep any B+ from frying  your computer.  Watch you do not chop off the bass with too small a capacitance.

It is a start.

Let me know if  you did this.

Paul Pinyot.
 

Omer Suleimanagich
25.Jan.11
  8

This absolutely makes sense! 

Omer Suleimanagich
29.Jan.11
  9

Hi Paul,

 

I would not change C81, but I would add, in parallel, around 520 pF and see what happens.  The rest sounds like you would have to find out about the tone "coloration".

I don't think that this radio was set up for North America!

 
Hits: 1548     Replies: 0
philips: Capella 753/4E/ Höhenregler
Ottmar Lauth
03.Oct.10
  1

Mit dem Höhenregler wird gleichzeitig die Bandbreite eingestellt. Der Seilzug, der den entsprechenden Poti mit der dazugehörigen Anzeige verbindet, muß deshalb auch den Bowdenzug mitbewegen, der die Kopplung des ersten AM -Bandfilters steuert. Daher reißt dieser Seilzug besonders gern.

Wenn man ihn erneuert, sollte man demnach nicht nur das entsprechende Umlenkröllchen an der Anzeige ( 2 - 16 KHz) untersuchen, sondern auch den Mechanismus der Bandbreitenregelung in Augenschein nehmen.

 
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philips: Capella 753 : Programmieren der Festsendertasten
Ottmar Lauth
30.Sep.10
  1

Die drei äußersten Tasten links bzw. rechts sind die Festsendertasten.

Ausgeliefert wurde das Gerät mit folgender Einstellung dieser sechs Tasten :äußerste Taste links : LW. ,die beiden Tasten daneben: MW, die äußersten Tasten rechts : alle dei UKW .

Diese Kombination kann durch Versetzen  der Schräubchen und Ummontieren der Schubstangen relativ leicht verändert werden, beispielsweise etwa so, dass  alle 6 Tasten mit UKW - Sendern belegt werden können ( siehe Photo).

Vorher müssen allerdings die Skala und der Hintergrundkarton abgenommen werden.

Attachments

 
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Reparaturbericht Capella 753/4E/3D
Stefan Weigelt
25.Nov.08
  1

Reparaturbericht Capella 753/4E/3D

Nun, da bereits das dritte Gerät dieses Modells vor mir stand (Gerät eines Bekannten), möchte ich meine Erfahrungen mit der Wartung/Reparatur darlegen. Diese Capella gilt bekanntlich als Oberklasseradio, die Besonderheiten sind u. a. zwei getrennte eisenlose Endstufen je für Hochton- und Tieftonwiedergabe mit passiven Filterschaltungen vor der jeweiligen Endstufe (Bi-Ampling), vier Lautsprecher, davon ein 26cm-800Ohm-Breitbänder als Tieftonlautsprecher, vor allem aber die je drei motorgesteuerte Stationstasten für MW und UKW. Ein fantastisch klingendes Radio! Aber bevor es genau das tut, ist in der Regel einiges an Arbeit zu investieren.
 
 
Der aus eigener bitterer Erfahrung nach wichtigste  Punkt kann das sofortige Auswechseln der beiden Elkos sein, die das NF-Signal aus der Endstufe für die Lautsprecher auskoppeln (hier gibt es wie gesagt keinen Ausgangstrafo!). Ein Durchschlagen kann u. a. mit dem Ableben des großen Tieftonlautsprechers einhergehen und wenn dieser Lautsprecher defekt ist, muss man zwangsläufig ein neues Gerät erwerben. Ein solcher Lautsprecher ist meines Wissens in keinem anderen Modell zu finden und folglich nur im äußersten Glücksfall als Ersatzteil zu bekommen. Diese Elkos finden sich oben auf dem Chassis rechts hinten, übrigens ganz in der Nähe der Endröhren und haben wie man sieht schon intensiv mit der dort herrschenden Wärme Kontakt gehabt.
 
 
 
An diesem Punkt kann man auch mal einen Blick auf den Netztrafo werfen, da ragen die Drahtenden der Wicklungen einfach so ins Freie hinaus! Ein versehentliches Verbiegen ist wohl auch schnell möglich.
 
 
 
Wenn man sich entschließen sollte, die Befestigungsweise mittels Papierband beizubehalten, empfehle ich dringend, das Paket vor dem Einbau fest zusammen zu bringen, und als ganzes einzuschrauben, sonst wird es eine Fummelei, den richtigen Zug auf das Band zu bekommen. Ferner sollte man die Enden als Art Lötöse biegen, denn die Verbindung wird über Schaltdraht hergestellt, der dann an die Ösen gelötet werden kann.
 
 
Nach dem Ersetzen dieser Kondensatoren führte ich dann einen ersten Funktionstest durch. Nach dem Einschalten war aus dem Tieftonkanal ein starker Brumm zu hören, der Hochtonkanal spielte sauber, aber leise. Das Gerät wurde sofort wieder ausgeschaltet, vorher konnte ich noch feststellen, dass der Motor für die Stationstasten nicht lief.
 
Der Ausbau des Chassis erfolgt wie üblich, die Lautsprecherzuleitungen sind zum Glück lang genug, um das Chassis vor dem Gehäuse aufzubauen und den Klang abzuhören, ansonsten müssten doch einige Leitungen abgelötet und aufwändig wieder verbunden werden.
 
 
Das Chassis: vorne die abgenommene braune Papierblende
 
Gleich links neben den Ausgangselkos liegen die Kathodenelkos der beiden Endstufen, aus der Capella-Erfahrung, dass diese Ursache für basschwachen Klang sein können, wechselte ich diese nun aus (kann man viel bequemer auswechseln, wenn man die Skalenscheibe abbaut, dann kann man von vorne darauf zugreifen). 
 
Bei den Kathodenelkos habe ich allerdings die alten Bauteile im Gerät belassen, eine Seite abgekniffen und die neuen Elkos darüber befestigt.
 
 
Huckepacklösung
 
Der vorsichtshalber durchgeführte Ausbau der Skalenscheibe ist nicht unkritisch, diese sitzt auf Gummi/Plastikpuffern. Der Kunststoff ist oft schon unelastisch und spröde geworden. Man drückt die überstehenden Ränder rundum nach innen Richtung Loch (unter leichtem Druck von innen auf die Scheibe). Hierbei und beim meist kniffeligerem Einbau ist Vorsicht angesagt, die Skalenscheibe ist mindestens genauso selten wie der große Lautsprecher und bricht beim wie die meisten Philips-Scheiben dieser Baujahre ( u. a. gerne beim Versand) sehr oft!
 
Die braune Pappblende hinter der Skalenscheibe lässt sich aushängen und man kann nun von vorne auch recht gut reinigen.
 
Unterhalb des Chassis wurden nun alle älteren Kondensatoren gewechselt. Dann ging es an den Motor. Der Motor ist meist in Ordnung, sitzt aber fest. Daher sind Achse und Lager zu reinigen und gangbar zu machen.
 
 
Das Triebwerk, hier ist gfls. noch ein Motorkondensator zu wechseln. ACHTUNG! Der Motor hängt an der Primärwicklung!
 
In diesem Fall wie in zwei Fällen zuvor, lief der Motor dann nach der Reinigung wieder einwandfrei und sofort konnte auch die Stationsautomatik wieder betätigt werden. Bekanntlich zieht man bei gedrückter Stationstaste den Suchlaufknopf heraus und verstellt bei gezogenem Knopf auf den gewünschten Sender, der dann quasi mechanisch gespeichert wird. Die Bowdenzüge sitzen hier auch oft am Anfang beim ersten Drehen noch etwas fest, hier muss bei bleibenden Schwierigkeiten eventuell etwas nachgeölt werden (war hier nicht der Fall).
 
Danach habe ich die Spannungen und Stromaufnahme gemessen - soweit alles im grünen Bereich - und das Gerät länger eingeschaltet. Der mir bei allen großen Capellas mehr oder weniger aufgefallene Netzbrumm war wieder etwas störend. Mit der Verbindung einer Zusatzkapazität zur Siebkette konnte dieser unterdrückt werden. Ansonsten lief das Gerät bereits mit fast allen Funktionen und einem Superklang! Ich entschloss mich dann, die unter Verdacht stehenden Sieb-Elkos einer Formierung zu unterziehen. Nach drei Tagen habe ich das Gerät wieder in Betrieb genommen und das Brummen war nun deutlich zurückgegangen.
 
Die Klangregler sind wie beim Klangregister der Capella 663 mit Seilzügen an Blenden gehängt, die vor einem weißen Hintergrund ihre Stellung anzeigen sollen. Auch hier ist die Umlenkung vom Stellrad nach oben die Sollbruchstelle, bei diesem Gerät hat es den Bassregler erwischt.
 
  
 
     Philips-Klangregelwerk mit Seilzügen (die gerne durchgescheuert sind) 
 
Einen Ersatzzug kann man aus dem Rest eines Skalenseils schneiden. Ich habe den Rest des verbliebenen Seils mit einem neuen Stück unter Nutzung einer verpressten Aderendhülse verbunden.
 
Nach diesen ersten Reparaturen wurden noch drei Tasten ersetzt. Bei den Philips Modellen dieser Baujahre sind sehr oft die Tasten durchgedrückt. Ich habe zwei verschiedene Farbtöne ausfindig gemacht, einen eher gelben und einen weißlich-grünen. Bei diesem Gerät waren zuvor bereits drei Tasten mit dem unpassenden Farbton ersetzt worden. Da ich einen größeren Fundus Capella-Tasten besitze, wurde das rückgängig gemacht.
 
 
 
... Bild rechts: einheitlich und schön
 
Nach Reinigung der Tasten und Drehregler folgte der knifflige Einbau der Skalenscheibe (Gummi hinter der Scheibe mit stumpfen Gegenstand vorsichtig zusammendrücken, Scheibe mit leichtem Druck einsetzen. Vorsicht! Bedruckung nicht beschädigen!)
 
 
Nun war nun noch das Sahnehäubchen fällig – eine neue EM80. Ich habe einen Vorrat von Ersatztypen 6BR5, die bekanntlich etwas dicker sind als die EM80. Beim Einbau kann es daher schwierig werden, da der Drahtbügel, welcher die Röhre hält, nicht lang genug ist. Bei diesem kann man die gebogenen Enden zunächst gerade und dann etwas kürzer wieder verbiegen, dann passt es.
 
 
Der Lohn für letztlich mehrtägige Arbeit! Das sehr schön erhaltene Gerät mit dem mächtigen Klang:
 
 
 
Jetzt hat es noch den mehrtägigen Dauertest in unsere Küche vor sich, bevor sein eigentlicher Besitzer sich daran erfreuen darf!
 
Hits: 3666     Replies: 5
philips: BD753A; Capella 753/4E/3D
Sven Lindstrom
29.Jan.07
  1

Ich habe ein Capella BD753/4E/3D Gekauft.   Es Ist  keine UKW   empfange, Gibts es einige Praktiche  winke  wie Mann kann lokalisieren in welche teile fehler is zu finden ?

1. Wie kann Mann kontrolieren um die UKW teile funktionert  ?

2. Ich habe kontroliert alle Röhren, und der Radio spielt aus alle andere Wellenlengden.

PS. Entschuldigung für Meinem kleine Deutsch... DS

Eike Grund
02.Feb.07
  2 Hallo Herr Lindstrom, es gibt leider sehr viele mögliche Ursachen, ich beschreibe hier eine sehr häufige: Wenn man gar nichts hört, liegt der Verdacht nahe, dass der Oszillator nicht schwingt. Stellen Sie den Capella auf eine Empfangsfrequenz von 90MHz ein. Nehmen Sie ein (Taschen)-Radio, und suchen Sie im Bereich 100 bis 101 MHz nach einem unmodulierten Signal, der Abstimmanzeiger des kleinen Radios muss ausschlagen. (Die Oszillatorfrequenz liegt um 10,7 MHz über der Empfangsfrequenz). Schwingt der Oszillator, kann eigentlich nicht viel fehlen. Sie müssen dann die Kontakte und Schaltungselemente der Vorstufe und des ersten Zf-Bandfilters prüfen. Schwingt der Oszillator nicht - und die UKW-Röhre ist in Ordnung, nenne ich eine häufige Ursache: Jemand hat den Oszillatorkreis so stark verstellt, dass diese nicht anschwingen kann oder sehr weit verschoben schwingt. Neben Kontaktproblemen liegt die Ursache für einen nicht schwingenden Oszillator oft an den Trimmerkondensatoren, keramische Kondensatoren können leicht Schäden durch mechanische Einflüsse erleiden, und so weiter, die Liste würde nun etwas länger werden. Zuerst - das hätte ich fast vergessen - sollten Sie aber prüfen, ob die Anodengeichspannung auch wirklich an den Anoden der UKW-Röhre ankommt. Fehlt diese, untersuchen Sie bitte die involvierten Kontakte, Widerstände und Kondensatoren. Ich gehe davon aus, dass Sie Sichtkontrollen bereits durchgeführt haben. Das Spulenvariometer könnte auch einen mechanischen Defekt haben. Viel Erfolg wünscht Eike Grund
Sven Lindstrom
04.Feb.07
  3

Hallo Herr Grund.

Viele Dank für Ihr antwort. Das was ein Einfach test! Die UKW teil schwingt nicht so gute, mann

kann kaum das unmodulierte signal empfangen, Ich prüfen mit ein andere Radio mit fehl frei

UKW teil so Ich das test verifieren könnte. Ein besonderheit , Ist die Abstimmanziger aus der

Philips capella  immer  zeigt "voll " empfang in die UKW bereich...  Ist das möglich eine

keramische kondensatoren  kaputt  Ist ? 

Mfg

Sven Lindström

Rolf Nickel
04.Feb.07
  4 Lieber Herr Lindstrom,

bitte prüfen und beantworten Sie doch zuerst die Fragen von Herrn Grund.

1. Ist die Betriebsspannung an den Anoden der ECC 85 in korrekter Höhe vorhanden ?

2. Manchmal sind die Kontakte von Röhrenfassungen oxidiert. Lösung: Röhre ECC 85 ziehen, die Kontaktstifte der Röhre vorsichtig mit Kontaktspray einsprühen (nicht die Kontakte  der Röhrenfassung !), und die Röhre zwei oder dreimal in die Fassung stecken und wieder herausziehen.

3. Bitte keine Bauteile – auch keine Keramik-Kondensatoren – auswechseln, wenn Sie nicht sicher sind, weil siehe


Viel Erfolg wünscht
Rolf Nickel

Bandwurm-Link gezähmt:
Eike Grund
11.Feb.07
  5

Hallo Herr Lindstrom,

wegen Abwesenheit verspätet - habe ich eine allgemeine Anleitung eingestellt, die Ihnen hoffentlich weiter hilft.

Mit freundlichen Grüßen, Eike Grund

Sven Lindstrom
25.Feb.07
  6

Vielen Dank für alle  antworten.

Jetzt habe Ich testet alles...

1. Oscillator swingt Nicht..

2. Alle Anoden spannung sinds O.K.

3. Mit 10,7 Mhz zu ZF teile alles O.K

 

Habe jemand eine UKW teile zuverkauft.....?

 

Mfg

Sven Lindström

 
Hits: 2042     Replies: 0
philips-d: 753/4E/3D; Capella
Marc Goeritz
15.Nov.03
  1

Bedienungshinweis:

Die sechs Stationsspeicher (die drei Knöpfe ganz Links und die drei ganz Rechts) stellt man ein, indem man den entsprechenden Knopf drückt und wartet,bis der Abstimmknopf stehenbleibt. Nun zieht man den Abstimmknopf nach vorne und stellt bei gezogenem Abstimmknopf den gewünschten Sender ein. Nach dem Loslassen wird der Abstimmkonopf von einer Feder wider nach hinten gezogen.

 
Hits: 1816     Replies: 0
philips-d: 753/4E/3D; Capella
Marc Goeritz
15.Nov.03
  1

Reparaturtipp:

Wenn der motorbetriebene Stationsspeicher "spinnt" auf keinen Fall an den einzelnen Kontakten rumbiegen. Für die meisten Fehlfunktionen ist ein gedehnter Bowdenzug die Ursache. Der häufigste Fehler dürfte sein, daß der Zeiger zwar am gewünschten Punkt stehenbleibt, der Motor (und der Abstimmknopf) sich aber weiter drehen. In diesem Fall ist der Zug von der Entsprechenden Taste zu lose. Direkt hinter dem "Pergamentpapier" ,das hinter der Skala sitzt befinden sich links und Rechts am Chassis jeweils 3 Verstellschrauben (6-Kant). Die Mäntel der Züge enden in diese Schrauben. Wie bei der Felgenbremse vom Fahrrad bedeutet ein rausdrehen der Mutter eine stärkere Spannung des Zuges. Die Züge sollten so eingestellt sein, daß sie kein Spiel haben, die Häkchen am Selektor (die Kiste wo alle 6 Züge zusammenlaufen) aber noch nicht gezogen sind. Philips beschreibt das ganze in der Servicedokumentation so :" Keine Sendertaste gedrückt: Einstellmutter an der Chassishalterung so einstellen, daß die einzelnen Seile unter Leichtem Zug stehen, dabei sollen die 6 Selektorhebel auf einer Linie stehen. Die beide oberen Kontakte im Kontaktfedersatz dürfen nicht geschlossen sein. Beim Eindrücken einer Sendertaste um 3-4 mm müssen sich die beiden oberen Kontakte des Kontaktfedersatzes im Schalter schließen"

In der Praxis reicht es aber den Zug zu spannen, bis sich der Hebel am Selektor bewegt, und dann ein Stück zurück, so daß der Hebel noch am Anschlag ist, der Zug aber trotzdem gespannt ist. Bei korrekter Einstellung des Kontaktsatzes darf der Motor jetzt auf keinen Fall laufen, wenn keine Speichertaste gedrückt ist. Läuft der Motor nach erreichen einer gespeicherten Position weiter ( bei gedrückter Taste) muß der entsprechende Zug stärker gespannt werden. Läuft der Motor nun wenn kein Speicherknopf gedrückt ist, hat man es übertrieben und den Zug zu Stramm gespannt. Wird ein gespeicherter Sender nur ungenau angefahren, sollten alle Klemmschrauben überprüft werden (Zahnräder auf Wellen). Die gegeneinander verspannten Zahnräder sind häufig aufeinander verklebt, dies führt auch zu Spiel. In diesem Falle nur ganz wenig Graphitöl in den Spalt zwischen den aufeinanderliegende Zahnrädern geben, und die Zahnräder einige Male soweit gegeneinander Verdrehen, wie es das Zahnflankenspiel erlaubt. Hilft auch das nicht, müssen die Zahnräder ausgebaut, mit Spiritus gereinigt leicht gefettet und wieder eingebaut werden. Beim Trennen der Zahnräder ist die Flugbahn der Feder zu verfolgen, damit die Suche nach ihr nur eine halbe Stunde dauert ;-) . Ein zu Strammer Zug kann auch die Ursache für Ungenauigkeit sein. Ist also kein fühlbares Spiel in der Mechanik sollte noch etwas mit der Spannung der Züge experimentiert werden. Sind alle Züge sauber eingestellt, und funktioniert alles zufriedenstellend, sollte man die Schrauben mit etwas Nagellack sichern (Frau/Freundin/Mutter unbedingt vorher fragen;-) .

 

Diese Prozedur sollte nur als letzte Möglichkeit in Betracht kommen, da meistens ein verstellter Bowdenzug die Ursache für Probleme ist: Kommt man mit diesen Einstellungen zu keinem vernünftigen Ergebnis, muß der Kontaktsatz als ganzes nachgestellt werden . Der Kotaktsatz ist mit zwei Schraube durch Langlöcher an den Selektor geschraubt. Wenn man von hinten auf den Selektor sieht, ist eine Schraube links vorne (Kopf zeigt zur Skala) Die andere sitzt rechts auf der Seite .Der Kopf dieser Schraube zeigt zur Seite, und ist vom Drehko verdeckt. Diese Schraube kann nur mit eine dünnen Schraubenschlüssel gelöst werden, da der Sechskantkopf im Spalt zwischen Selektor und Drehko "versteckt" ist. Durch Lösen der beiden Schrauben kann der gesamte Kontaktsatz verschoben werden. Zur Justage dreht man anstelle der Schraube, die die kleine Lötleiste hält eine 7,2 mm lange M3 Schraube (ohne Lötleiste und Unterlegscheibe) bis zum Anschlag ein. Der Kontaktsatz muß nun soweit nach unten geschoben werden, daß der Schieber vom Selektor die Schraube geradeso berührt, wenn der Drehko vollständig ausgedreht ist und eine Sendertaste gedrückt ist ( diese Position des Drehkos, darf nicht auf dieser Taste abgespeichert sein). Nun die Halteschrauben wieder festziehen. Nun noch mal die Position des Schiebers prüfen, der Spalt darf maximal 0,1 mm betragen. Paßt alles, beide Klemmschrauben mit Lack sichern.  Kann man den gespeicherten Sender auch bei gezogenem Knopf nicht verstellen, ist die Rutschkupplung zu locker oder verschmutzt. Läßt sich ein gespeicherter Sender auch bei nicht gezogenem Knopf verstellen ,ist die Rutschkupplung zu fest eingestellt oder "festgegammelt" .

Nimmt der Motor die Mechanik nicht mit, so sollte man den Konus erstmal reinigen, bevor man ihn löst und in Richtung Schwungscheibe verschiebt. Der Gummiring auf der Schwungscheibe kann ebenfalls verölt sein.

 
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Philips Capella 753/4E/3D
Niels Vormoor
07.Oct.03
  1

Hallo,

ich habe eine Philips Capella vor einigen Wochen erworben. Nach der Restauration spielt sie zufriedenstellend.

Sie brummt etwas in den Hochtonlautsprechern. Kann das an den Röhren liegen? Die Capella hat je eine Eisenlose Endstufe mit EL84 und je eine UL 84 für einen getrennten Hoch- und Tieftonkanal. Die Kondensatoren habe ich nämlich schon alle(KoppelCs! und Siebelkos!!) ausgetauscht.

Außerdem ist die UKW-Sender Einstellung etwas verrutscht, so dass ich die eigentlichen Sender bis 100 MHz nicht mehr empfangen kann. Der Skalenzeiger steht zwar auf 100 MHz, aber das Radio empfängt nur tatsächlich bis 99MHz Sender. Weiß vielleicht jemand welche Spule ich da drehen muss, damit ich diese Fehleinstellung korrigiert werden kann?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

MFG Niels Vormoor

www.vormoor.de

Daniel Doll
21.Oct.03
  2

Hallo,

Hatte auch eine Capella die brummte.Bei mir war einer der Becherelkos taub.

Außerdem tauschte ich noch die Kathodenelkos.

Beim UKW Problem könnte u.U. die ECC die Ursache sein.

Viel Erfolg!

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Daniel Doll
29.Sep.03
  1 -
René Goebel
06.Oct.03
  2

hallo , habe einen Capella (s.o.),  leider defekt ,verzerrte Wiedergabe (ELL800 Fehler (beide) bzw. Vorstufe oder Ankopplung).

Bin auf der Suche nach ELL800's .

Die treiben momentan bei e-bay die Preise dermassen in die Höhe, daß ich nicht bereit bin, für gebrauchte,ungeprüfte Röhren solche Preise zu zahlen.

Gruß, René

 

 

 
Philips Radios -: Capella 753/4E/3D BD753A
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