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blaupunkt: Probleme mit dem Oszillator auf LW (Konstruktionsfehler?)

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Ralph Oppelt
Ralph Oppelt
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25.Mar.20 21:12
 
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Wenn man bei meinen hier vorhandenen 11W79 über das LW-Band zu höheren Frequenzen dreht, so bemerkt man, dass etwa im oberen Drittel der Skala an einer mehrere kHz breiten Stelle der Empfang immer leiser wird, um plötzlich wieder normal laut zu sein. Dreht man wieder nach unten, tritt derselbe Effekt auf, allerdings etwas versetzt in der Frequenz. Das sieht nach einem Problem im Lokal-Oszillator (LO) aus und tatsächlich zeigt der Oszillograf, dass in diesem besagten Bereich die LO-Amplitude immer kleiner wird um plötzlich wieder auf einen hohen Wert zu springen. Der Frequenzzähler zeigt da einen Sprung von etwa 5 kHz an. Dasselbe passiert in der anderen Drehrichtung, nur leicht versetzt. So ein Effekt kann eigentlich nur zustande kommen, wenn der LO-Kreis mit einem zweiten Schwingkreis auf der selben Frequenz koppelt. Dieser „saugt“ Energie ab, irgendwann springt der Oszillator in einen anderen Arbeitspunkt um, so dass die Amplitude wieder normal hoch ist. Ein Blick in den Abschirmbecher der LO-Kreise zeigt, dass die Spulen für LW, MW und KW schön in ca. 2,5 cm Abstand nebeneinander aufgereiht sind. Ein Blick in den Schaltplan verrät, dass die MW-Spule über 480 pF (eigentlich 480 cm, s. vorheriger Beitrag) bei angewählter MW an den Drehko geschaltet wird, bei abgewählter MW ist diese Spuler aber über dieses C an Masse gelegt. Somit ist in der Nähe der LW-Oszillatorspule ein Parallel-Schwingkreis, dessen Messung eine Resonanzfrequenz von 760 kHz ergab. Und tatsächlich, bei 760 – 468 (ZF) = 292 kHz tritt bei Langwelle dieser Effekt auf. Zur Abhilfe habe ich einfach am LO-Bandumschalter den Masse-Anschluss bei MW entfernt, somit kann sich kein Resonanzstrom mehr ausbilden, d.h. streng genommen noch über den in Reihe liegenden Abgleichtrimmer, was dann aber in der Frequenz sehr weit weg liegt. Doch das Gerät muss doch einmal auf LW einwandfrei funktioniert haben, oder ist das ein unbemerkt gebliebener Konstruktionsfehler? Kann jemand, der den 11W79 besitzt, diesen Effekt auch verifizieren?

This article was edited 25.Mar.20 21:13 by Ralph Oppelt .

Ernst Erb
Ernst Erb
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30.Mar.20 15:35
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Lieber Ralph
Ich fürchte es sind zu wenige Besitzer vorhanden, die im Forum das lesen und auch prüfen können. Als Dr.-Ing. für Hochfrequenztechnik hast Du Dir (und uns) die richtigen Fragen gestellt und es nicht einfach bei der Feststellung belassen. Anderen fehlen oft die Kenntnisse und/oder die Werkzeuge.

Deine Fragen: " ist das ein unbemerkt gebliebener Konstruktionsfehler? Kann jemand, der den 11W79 besitzt, diesen Effekt auch verifizieren?"

würde ich an Deiner Stelle direkt den beim Modell geführten Besitzern von Blaupunkt Super 11W79 stellen, die Du als Mitglied direkt erreichen kannst. Es wäre für alle Leser interessant die Antworten zu erfahren.

Dir wünsche ich viel Glück dazu. Vielleicht hilft das ein wenig, denn über den Fusslink "Kontakt" könnten sich auch Gäste einschalten. Hoffen wir auf Resonanz. Die ist auch im Leben wichtig. :-)

  
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