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Radiomuseum HMS Collingwood, GB - Fareham / Portsmouth

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Martin Bösch
Martin Bösch
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25.Oct.06 22:57

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Ein besonderes Radiomuseum gibt es in Südostengland zu besuchen. Das Radiomuseum von HMS Collingswood in der Nähe von Portsmouth zeigt historisches Kommunikationsgerät vo Marconi - Funkensender bis zu professionellen Sendeempfängern aus den siebziger Jahren und ist einen Besuch wert.



Das Radiomuseum auf dem englischen Marinestützpunkt HMS Collingwood in Fareham in der Nähe von Portsmouth zeigt vor allem kommerzielles und militärisches Kommunikationsgerät von der Frühzeit der Funkübermittlung bis in die siebziger Jahre.

Das Museum wurde auf einer Sammlung von Geräten, die von der Britischen Navy zu Instruktionszwecken eingesetzt wurden aufgebaut und umfasste zunächst einen Raum in einem ehemaligen Filmvorführraum, die Exponate werden auch an Ausstellungen im Land ausgeliehen.
Neben der Sammlung von funktechnischem Gerät kam Radar- und etwas Navigationstechnik dazu. Immer mehr Besucher brachten Heimradios vorbei, so dass unter "Domestic Receivers" auch sehr spannende Einzelstücke zu sehen sind, zuletzt fand auch eine komplette Röhrensammlung den Weg nach HMS Collingwood.

Der Curator Lt Cdr (rtd) Bill Legg kann am besten Montags unter 01329 332535 erreicht werden, um einen Besuchstermin zu vereinbaren, am besten kann das Museum jeweils am Montag besucht werden. Da das Radiomuseum auf dem Gelände der Navy Basis HMS Collingwood liegt und vor Betreten des Geländes Sicherheitskontrollen passiert werden müssen, ist eine Voranmeldung unumgänglich.

Die Exponate der Sammlung sind nur teils kommentiert und beschildert, umso mehr kann man von Erklärungen von OM Bill Legg zu den einzelnen Stücken profitieren und die Hintergründe zu den Gerätschaften erfahren - mein Besuch wurde zu einem persönlichen Erlebnis.
Etwas Vorbereitung und Kenntnisse der Funktechnik erleichtern das Verständnis enorm, die Sammlung ist nicht für das breite (Sonntagnachmittags-) Publikum aufgebaut - viele der Rosinen kann der unvorbereitete Besucher übersehen.




Im Hauptgebäude findet sich eine recht systematisch aufgebaute Sammlung, als älteste Exponate Marconi Funkensender, ein vollständig ausgerüsteter Funkraum aus 1924, der von der HMS Resource stammt, Seefunkempfänger und Sender ab den dreissiger Jahren. Neben dem Kommunikationsgerät finden sich auch Sonargeräte, Kreisekompasse, Peilempfänger und frühe englische Radaranlagen.
Vom Seegrund geholte verrostete Fragmente der Funkausrüstung des deutschen Schlachtschiffs Graf Spee gehören zu den Kuriositäten, die Seriennummern sind nicht mehr zu entziffern...

In einem Pavillon zahlreiche Seefunkempfänger und Transceiver von Eddystone, Marconi Marine, Racal und Plessey. Ins Auge sticht neben mehreren Empfängern aus der Marconi Reihe  CR100 / B28 sofort die Reihe marineblauer "Leuchtturm"empfänger von Murphy B40 / B41, der Prototyp mit der Seriennummer 2 steht unauffällig in der Reihe.

In einem Annexbau steht neben anderem deutschem Gerät ein Funkhorchempfänger E im Gestell, Seefunkempfänger, Radiotelephone zum Einsatz in Küstennähe, Tonband- und Drahttongeräte stehen neben einer Sammlung von Heimradios. Vom Osram Music Magnet aus 1930 bis zu Kofferradios aus den Sechzigern, im Koffer mit Deckel zum Aufklappen. Die Vielfalt unbekannter Hersteller aus dem englischen Heimmarkt machte es mir nicht mehr möglich, den Überblick zu behalten.

In der  Röhrensammlung im "Oberstübchen" des Museums kamen mir nur die wenigsten Typen vertraut vor, für Röhrenspezialisten wohl ein Eldorado.




Eine überarbeitete Version der Museumswebsite sollte Ende 2006 bereit stehen.
(Informationen vom Stand Okt. 2006)

Die Stunden in der faszinierenden Sammlung werde ich nicht so rasch vergessen, das Museum wird beim nächsten Besuch in England gewiss wieder auf meiner Liste der Sehenswürdigkeiten stehen.

I wish to express many thanks to OM Bill Legg and send my best wishes to him and all his team at the HMS Collingwood Radiomuseum.

Martin Bösch

EE 17.9.11
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This article was edited 17.Sep.11 10:41 by Ernst Erb .

  
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