radiomuseum.org
Please click your language flag. Bitte Sprachflagge klicken.
  The thread rating is reflecting the best post rating. Have you rated this thread (best post)?

siemens: Reparatur P48

Moderators:
Martin Renz Ernst Erb Vincent de Franco Martin Bösch Mark Hippenstiel Bernhard Nagel Dietmar Rudolph Otmar Jung Heribert Jung Eilert Menke 
 
Please click the blue info button to read more about this page.
Forum » Radios and other type of sets (Physics) etc. » MODELS DISPLAYED » siemens: Reparatur P48
           
Klaus Menningen
Klaus Menningen
 
D  Articles: 38
Schem.: 53
Pict.: 31
24.Apr.21 10:40
 
Count of Thanks: 4
Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1

Ich habe beide Siebelkos durch neue von Jan Wüsten ersetzt. Ich will ja nicht das Riesen Teil nach ein Paar Monaten wieder aus dem Regal holen.

Alle Papier-Kondensatoren wurden ausgetauscht. Diese sind am Chassis angeklebt und teilweise vermutlich bei der Herstellung zuerst eingeklebt worden und dann alles andere herumverbaut. Man bekommt sie teilweise nicht mehr ausgebaut ohne das ganze Umfeld drumherum abzulöten.

Auch der AM-Drehko musste ausgebaut werden, da darunter Kondensatoren zum Tausch versteckt sind.

Den Drehko habe ich dann wie schon öfters in Waschlauge ausgekocht. Anschließend getrocknet und geölt. Vor dem Wiedereinbau noch auf Plattenschluss kontrolliert.

Dem Netzteil habe ich einen zusätzlichen 12V Trafo vorgeschaltet, und so verschaltet das die 12V subtrahiert werden. Alle Spannungen liegen jetzt im guten Bereich.

Nun erfolgten die ersten Tests. Ich habe dann zunächst den FM Teil abgeglichen. Die FM Kerne sind hier nicht mit Wachs gesichert.

                                            Hier ein Bild der S-Kurve mit Marke bei 10,7 MHz

Die Umkehrpunkte liegen bei 10,55 bzw. 10,85 MHz, also 300kHz auseinander. Meine P48 spielt mit mächtig Druck aus den 4 Lautsprechern. Und wer behauptet es fehlt der Schatulle an Höhen (weil kein separater Hochtöner vorhanden), der kann sich von einer Hörprobe gerne eines besseren Belehren lassen.

Im AM Bereich waren Sender nur ganz leise ohne Ausschlag des magischen Auges zu empfangen.

Die Mittenfrequenz mit 474,6 kHz lag weit ab von den 468 kHz wo sie sein sollte.

Ich habe mich daher mal an die verklebten AM Halme in den Bandfiltern gewagt. 2 neue Abgleichhalme hatte ich noch.

Als erstes habe ich die angeklebte Spule mit einer Markierung versehen. Wenn sich die beim herumhantieren löst hat man die Koppelung verstellt.

Nachdem ich die Verklebung der Halme mit einem Fräser gelöst hatte, habe ich die alten Halme vorsichtig nach hinten herausgedrückt.

Die neuen Halme passten jedoch nicht in die Hülsen. Daher habe ich die solange abgeschmirgelt, bis sie sich gut hin und her schieben ließen.

Nun konnte dieser Filter wieder auf die erforderliche 468 kHz eingestellt werden.

Der Bandfilter II lag mit seiner Mittenfrequenz ebenfalls weit ab vom Sollwert.

Ich habe deshalb die alten Kerne ebenfalls entfernt und als Verlängerungshalme (Kunststoffhülsen von Wattestäbchen) verwendet. Da diese etwas zu dünn waren habe ich sie am Ende mit Kreppband umwickelt bis sie im Durchmesser passten. Dann habe ich das mit den alten Kernen mit Pattex verklebt.

 

Das Ergebnis meiner Einstellungen am BFII

schmal

breit

 

Der Bandfilter I lag nur leicht neben dem Sollwert, daher habe ich da nichts dran gemacht.

Nun empfange ich abends wieder Sender auf MW+KW bei vollem Ausschlag des magischen Auges.

Ich habe die Abgleichhalme nur so weit gekürzt, dass sie nicht hinten über das Chassis hinausragen. Dadurch bleiben die Kerne weiterhin einstellbar. Ich habe sie lediglich mit einem Farbpunkt am Halm gegen verstellen gesichert.

Das Gehäuse zeigte die typische dunkle Einfärbung der allermeisten Schatullen.

Deshalb habe ich es zu Franz Josef gebracht. Was er da wieder gezaubert hat, wunderschön, Danke Franz

 

Hier mal ein Bild zum Größenvergleich, die “kleine Schatulle“ ist eine H42

 

Grüße vom Westerwald,

Klaus Menningen

  
rmXorg