Richtig Löten

ID: 186947
? Richtig Löten 
01.Apr.09 09:15
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Mark Hippenstiel (D)
Beiträge: 1251
Anzahl Danke: 11
Mark Hippenstiel

Hallo Kollegen,

ich würde gerne anregen, einen Leitfaden fürs richtige Löten zusammenzustellen und bitte Euch um tatkräftige Unterstützung.

Angedacht ist das als Information für Einsteiger und Menschen mit wenig (praktischer) Erfahrung, und soll anschliessend unter Texte veröffentlicht werden.

Ich denke mir die folgende Struktur:

- benötigte Materialien/Werkzeuge
- Erläuterung bestimmter Maßnahmen im Vorfeld
- Abhandlung der verschiedenen Situationen die man bei einer Radioreparatur antrifft
- Tips aus der Praxis (sofern nicht schon vorher behandelt)

Der Text sollte für einen Laien gut nachvollziehbar sein, also auch "Selbstverständlichkeiten" beinhalten, aber durchweg ein qualifiziertes Niveau haben.

Wir sammeln Ideen und Texte zunächst hier, damit nicht mehrere Leute den gleichen Aufwand betreiben.

Wer kann sich beteiligen, hat eventuell schon etwas derartiges gemacht oder sich mit dem Thema beschäftigt? Fotos wären auch hilfreich.

Viele Grüße
Mark

Nachtrag EE - 20.2.10:
Lieber Mark
Danke für diesen Aufruf. Ich hatte vor einigen Wochen Mitglieder angeschrieben, ob sie einen vollständigen Beitrag schreiben könnten, der das hier berücksichtigt - und darüber hinaus geht.
Das ist nun hier erfolgt
: Richig Löten - Elektronik-Platinen oder Röhrenradios.

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Philips Experimentierkasten 
01.Apr.09 10:38

Wolfgang Siegmund (D)
Beiträge: 49
Anzahl Danke: 17
Wolfgang Siegmund

 Hallo Herr Hippenstiel,

von Philips gab es z.B. einen Experimentierkasten 

"Lerne Löten", LE1350

zu finden hier: http://ee.old.no/library/LE1350-de.pdf.

Können wir so etwas hier als Modell führen?

Beste Grüße,

Wolfgang Siegmund

PS

Hier noch eine Anleitung aus einer RIM Baumappe.

 

Anlagen:

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Lötregeln 
01.Apr.09 11:45

Heribert Jung (D)
Redakteur
Beiträge: 1000
Anzahl Danke: 9

Heinz Richter schrieb in "Radiobasteln für Jungen" 5, Auflage 1961:

 

 

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? Welches Lötzinn? 
01.Apr.09 13:48

Nikolaus Löwe (D)
Beiträge: 221
Anzahl Danke: 8
Nikolaus Löwe

Wenn es sich um einen Leitfaden auch für Einsteiger handeln soll, dann sollten Hinweise auf das zu verwendende Lötzinn sicher nicht fehlen. Heute gibt es ja bekanntlich das bleihaltige Zinn nicht mehr regulär zu kaufen.

In alten Radios wurde teilweise mit "Radiolot" mit 50% Zinn und 50% Blei gearbeitet. Das bei uns bisher übliche Zinn mit 60% Zinn und Kupferzusatz (Sn60PbCu2) fließt besser, so daß mir schon manche Lötstelle an großen Lötaugen einfach weggeflossen ist. Für sowas habe ich einen Vorrat von richtig altem Zinn.

Mit bleifreiem Lot habe ich noch keine Erfahrung, wie sieht das bei anderen Forumsmitgliedern aus?

Grüße,

Nikolaus Löwe

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Bleihaltiges Zinn 
01.Apr.09 19:34

Helmut Weigl (D)
Redakteur
Beiträge: 172
Anzahl Danke: 12

Hallo Herr Löwe,

bleihaltiges Zinn, wie z.B. Sn60 Pb38, Cu2 gibt es schon noch zu kaufen. Auch bei den ganz normalen Elektronik-Versendern wie Reichelt. Es ist  billiger als das bleifreie Zinn. Soweit ich weiß, darf es nicht mehr für Neugeräte verwendet werden, wohl aber für Reparaturen. Meine Erfahrung mit bleifreiem Zinn:

Das bleifreie Zinn ist wesentlich schlechter zu verarbeiten. Es benötigt eine höhere Löttemperatur und fließt schlechter.

 

viele Grüße

 

Helmut Weigl

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Zwischenmeldung 
29.Apr.09 15:41

Mark Hippenstiel (D)
Beiträge: 1251
Anzahl Danke: 13
Mark Hippenstiel

Hallo zusammen,

ersteinmal danke für die zahlreichen Antworten bisher.

Wegen meines Umzuges ruhen die Arbeiten hier zunächst, aber Ihre Beiträge waren nicht "umsonst". Anfang Juni geht es weiter, bis dahin sind weitere Anregungen willkommen.

Gruss
Mark

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Bleifrei 
29.Apr.09 16:36

Ralf Keil (D)
Beiträge: 562
Anzahl Danke: 8

Bleifreies Lot hat bei mir keinen guten Stand, es ist schlecht zu verarbeiten. Daher habe ich Vorräte von "verbleit" angelegt. Ab und zu wird noch zusätzliches Kolophonium verwendet. Wenn sich etwas schlecht verzinnen lässt benutze ich Dynastark, ein Lot für Edelstahl und andere Metalle (ausser Aluminium) . Hiermit ist Verzinnung selbst bei oxydierten Oberflächen möglich. Schmelzpunkt ist 221 Grad. Eine Bezugsquelle ist mir allerdings nicht bekannt.

Grüsse!
R.Keil

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Spezialfälle 
29.Apr.09 19:57

Mark Hippenstiel (D)
Beiträge: 1251
Anzahl Danke: 15
Mark Hippenstiel

Ich habe mal von den alten Tektronix-Scopes gehört, daß bei den keramischen Bauteil-Montageschienen Silberlot zum Einsatz kommt. Weiss da jemand etwas genaueres?

Gruss
Mark

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Tektronix - Speziallot 
30.Apr.09 09:17

Johannes Bernhauser (A)
Beiträge: 69
Anzahl Danke: 11
Johannes Bernhauser

Ja, Herr Hippenstiel, das ist richtig.

Ich habe vor etwa 30 Jahren einige Zeit lang firmeneigene Tektronix-Scopes repariert (damals waren das hauptsächlich die Modelle 453A, 454A). Wir hatten für die Lötstellen auf keramischen Trägern ein eigenes Silberlot und einen Lötkolben, der nur dafür verwendet wurde um das Zinn nicht mit anderem Lot zu vermischen.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Bernhauser

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Praktische Beispiele 
23.Aug.15 09:09
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Ernst Erb (CH)
Ratsmitglied
Beiträge: 5742
Anzahl Danke: 11
Ernst Erb

Beim Modellblatt Retro Kurzwellen-Radio-Bausatz finden Sie eine Fülle von Informationen für den Bau von einfachen Empfängern und Hilsmittel dazu. Scrollen sie einfach beim Modellblatt hinunter.

Die Alternative wiederum bieten z.B. Lectron-Bausteine. Wie Beispiele zeigen, gibt es aber auch da interessante Ausbauten, die man selbst herstellt.

Ganz in Vergessenheit geraten ist wohl dieser frühe Beitrag über den 1-Transistor-Reflex-Super. Der Beitrag ist nun nahezu 15 Jahre alt.

Auch Beiträge über das interessante IC MK484 und deren Derivate kam nicht mehr in die Diskussionen. Möglicherweise ist es heute schwierig zu erhalten.

Relativ guten Empfang erhält man zumindest abends/nachts immer noch auch ohne aktive Bauelemente.

 

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