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Schellack

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Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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26.Jan.04 22:52

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Georg Schön hat recht: Radios wurden nie mit Schellack lackiert. Schon gar nicht in den 50 er Jahren. Sie wurden in den Schreinereien mit Nitrolacken gesprüht oder durch Lack-Vorhänge gefahren. Auch unsere Altvorderen kannten die Fließbandarbeit.

Die Lackierung von 50 er Jahre Radios sollte man dem Fachmann überlassen, vor allem, wenn man ein perfektes Aussehen erreichen möchte. Ein Lackieren mit Spraydosen kann nur ein Notbehelf sein.

Trotzdem bevorzuge ich zum Lackieren von Geräten bis 1940 Schellack und zwar aus folgenden Gründen:

1) Er läßt sich wie beschrieben auch von uns Laien mit einiger Übung zu einer glänzenden Oberfläche verarbeiten, ohne spezielle Werkzeuge. Frühe Geräte hatten oft eine nicht-glänzende Oberfläche, die man durch einmaliges berziehen mit dem Schellackballen erzeugen kann. Die maserung bleibt fühlbar.

2) Seine Farbton und Glanz sieht nicht "neu" und speckig aus wie bei manchen modernen erhältlichen Kunststofflacken. Schellack fällt nach einigen Monaten etwas ein, was dem gerät ein alters-gemäßes Aussehen gibt. Sein Charakter bleibt erhalten.

3) Seine Verwendung ist problemlos reversibel, da er sich mit Brennspiritus oder anderen Lösemitteln problemlos wieder entfernen läßt (siehe auch meinen Artikel über das reversible Restaurieren in der Funkgeschichte). Wenn also ein besserer Fachmann das Gerät in die Hände bekommt, kann er es problemlos originalgetreu lackieren, falls die Lacke noch erhältlich sind. Siehe auch andere Beiträge zur Gehäuselackierung und Nitrolacke hier im Forum.

Cet article a été édité 30.Jan.04 20:39 par Rüdiger Walz .

  
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