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Sender Wilsdruff - eine neues Denkmal - entsteht.

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Wolfgang Lill
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07.Dec.21 19:27

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Eine weitere Seite in der Geschichte des Senders Wilsdruff kann ich heute eröffnen.

Der Förderverein und der Technikverein bereitet ein Denkmal vor. Seitens Unterer Denkmalbehörde wurde beiden Vereinen mitgeteilt; Auszug aus dem Brief vom 09.11.21. welcher laut Poststempel erst am 03.12.21 weggeschickt wurde.

"Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen als zuständige Denkmalfachbehörde überprüfte den Denkmalwert des Antennenmastes, des Fußpunktisolators einschließlich Blechschürze und der Antennenabstimmtechnik, welche aus dem Fußgebäude des Antennenmastes geborgen wurde. Als Bestandteile gehörten sie zur denkmalgeschützten Sachgesamtheit "ehemaliges Funkamt Sender Wilsdruff"....Die abschließende Prüfung durch die Denkmalfachbehörde ergab, dass es sich bei den benannten Objekten nicht mehr um Kulturdenkmale gemäß § 2 SächsDSchG handelt. "... und weiter heißt es; "Mit Abbruch des Antennenmastes und des damit verbundenen Substanzverlustes kommt das Denkmalfachamt zu dem Ergebnis, dass es sich bei den benannten Objekten nicht mehr um Kulturdenkmale gemäß §2 Sächs DSchG  handelt. Dies betrifft auch den für die Wiederverwendung vorgesehenen Teilabschnitt des Antennenmastes, der ebenfalls keinen Denkmalbestandteil der denkmalgeschützten Sachgesamtheit  'EHEM. FUNKAMT- SENDER WILSDRUFF ' mehr darstellt. Nach Abbruch des Sendemastes hat das geborgene ca 10 m lange Restteilstück des Sendemastes nicht das Potential eines Einzeldenkmales. Als Bruchteil und von seinem ursprünglichen Aufstellort getrennt, vermag es nicht, einer breiten Öffenlichkeit die früheren funktionalen Zusammenhänge zu vermitteln...Da die benannten Objekte abgetragen und aus ihrem Kontext herausgelöst wurden, ist ihre Integrität und Authentizität nicht mehr vorhanden. Der für die Denkmalwürdigkeit erforderliche Dokumentationswert und damit das öffentliche Erhaltungsinteresse  sind somit nicht mehr gegeben." So viel aus diesem Schreiben.

Inzwischen hat der Förderverein entschieden, das Teilstück trotzdem aufzustellen, so war es in der "Sächsischen Zeitung " vom 29.11.unter der Überschrift zu lesen "Wilsdruffer Riesenantenne wird kein Denkmal"

An der Hauptstraße vom Wilsdruffer Ortsteil Kesselsdorf in Richtung Gewerbegebiet soll an gut sichtbarer Stelle dieses errichtet werden.

Die Funktechniker des Technikvereines bereiten sich darauf vor, die aus dem Antennenhaus durch die Kollegen der Recylingfirma ausgebaute Technik aufzuarbeiten .

Harald Strehle hat bereits viele Stunden seiner Freizeit investiert, hier ein Beispiel:

Alle Kreise sind über den gesamten Mittelwellenbereich 526,5 bis 1606,5 kHz abstimmbar. 

Es wurde auf den zwei zugewiesenen Frequenzen 1044 und 1431 kHz gesendet. Am Tiefpass Lk1 mit Ck1 wurde ein obere Grenzfrequenz von 1631 kHz eingestellt. Cp2 mit Lp2 bilden einen Resonanzsperrkreis der auf 1044 kHz abgeglichen wurde. Cp2 mit Lp2 bilden ebenfalls einen Resonanzsperrkreis für 1431 kHz. Ck2 mit Lk2 bilden einen Tiefpass mit der oberen Grenzfrequenz 1044 kHz. Cs2 mit Ls2 bilden einen Reihenresonanzkreis der als Sperrkreis auf die erste Oberwelle 2088 kHz abgestimmt wurde.

So wurden die Teile ausgebaut übergeben.

Nach der Bergung wurden alle Einzelteile und Baugruppen bereits inventarisiert.und so ist er wieder nach vielen Stunden Arbeit im Originalzustand der 50iger Jahre und auch einsetzbar, eben ein Stück Technikgeschichte.

 

Questo articolo è stato modificato il 22.Dec.21 16:12 da Wolfgang Lill .

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22.Dec.21 16:17

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Unsere Wilsdruffer bereiten das Denkmal vor. Inzwischen hat der Denkmalschutz auch den Fußpunktisolator und zugehörige Teile aus der Denkmalliste entfernt. So hat der Verein die Chance diese hoffentlich noch vorhandenen Teile von der Media Broadcast zu erwerben. 

Auf jeden Fall verbreitet der Weihnachtsgruß des Wilsdruffer Technikvereines mit seinen Hoffnungen auch Optimismus.

Questo articolo è stato modificato il 22.Dec.21 16:34 da Wolfgang Lill .

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24.Dec.21 14:45

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Die Vorsitzende des Fördervereines "Funkturm Wilsdruff e.V." hat mir einige Zeilen geschrieben, die so glaube ich, viele Freunde von Radiomuseum.org  interessieren:

Frau Sabine Neumann schreibt: 

"Liebe Mitglieder, Unterstützer und Freunde,

nun geht dieses verrückte Jahr dem Ende zu. Nicht nur Corona hat uns dieses Jahr beschäftigt, am 1. August war für uns alle der Tiefpunkt unserer Bemühungen um den Erhalt des 'Bleistiftes'. Die Sprengung ! Nicht nur der Himmel hat an diesem Tag geweint. Ich glaube ich spreche für uns alle, dass man mit Trauer und auch Wut auf diesen Tag zurückblicken kann.

Aber wir haben nicht aufgegeben und Anfang Oktober unser Maststück abgeholt und erst mal 'eingemottet'. Nun warten wir auf die letzten Genehmigungen, um das Erinnerungsstück im kommenden Jahr auf der Hühndorfer Höhe  aufzustellen. Foto von der Verladung des Maststückes 

Hier soll auf der Hühndorfer Höhe im OT Kesselsdorf das Maststück aufgestellt werden  Fotos privat

Liebe Freunde des Radiomuseums, der Förderverein 'Funkturm Wilsdruff e.V bedankt sich bei euch und bei Ihnen für die Unterstützung . Vielen Dank auch an Wolfgang Lill, der durch seine Artikel immer alle hier auf dem aktuellsten Stand gehalten hat."

Noch ein Hinweis von mir dazu, für alle , die das Geld diesmal für Feuerwerkskörper einsparen:

 

 

 

Questo articolo è stato modificato il 28.Dec.21 15:30 da Wolfgang Lill .

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31.Dec.21 16:44

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natürlich möchte ich gerne alle Dokumente sammeln, welche noch zu finden sind über die Geschichte des Senders. 
Einen interessanten Beitrag fand ich in Radio und Fernsehen Jahrgang 1958. Es war die erste (mir bekannte) umfangreiche Veröffentlichung.

 

Klicken Sie hier

Wolfgang Lill
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30.Jan.22 19:39

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Natürlich suchen die Vereinsfreunde überall, damit möglichst viel über den Sender und seine technischen Anlagen der Nachwelt erhalten bleibt.

Eie tolle Spur hat Sabine Neumann wieder gefunden, bei einer Ausstellung im Schloß Burgk bei Freital. Diese stand unter dem Motto " Mit der Eisenbahn zum Weihnachtsmann", pandemiebedingt wurde diese bis Ende Januar verlängert.

Und was finden wir dort ?

Das ist Sabine Neumann mit Jörg Schlegel und seiner Landmarke, dem 153 m hohen Funkmast in Wilsdruff im Maßstab 1:120 (TT- Maßstab), angefertigt im Sommer 2018. Da war zwar schon drohend das Damoklesschwert über dem Funkturm, aber niemand glaubte so richtig, daß es keinen Verwendungszweck mehr für diesen geben sollte. Auch die Höhe und der günstige Standort direkt an der Autobahn A4 passten offensichtlich nicht.   So wurde er am 01.August 2021 kurz nach 10,00 Uhr endgültig umgelegt.

Ich fragte heute Herrn Schlegel, wie er die detailgetreue Vermaßung zustande bekommen hat. Auch er hatte keine Gelegenheit, direkt vor Ort zu messen, so mußten die Maße anhand des Bezugsmaßes von 153 m und Fotos von allen Seiten aufgenommen von außerhalb der Einzäunung, alle möglichst genau ermittelt werden. 

Schon das Antennenhaus ist sehr detailgetreu aufgebaut und da es unter Denkmalschutz steht, hat er es nach dem Vorschriften des "Sächsischen Denkmalschutzgesetzes" sogar ohne den Bewuchs angefertigt. Tja, was sitzt auf diesem Antennenhaus? Die Leser von Radiomuseum.org wissen das, der Keramikisolator und darauf sitzt die kupferummantelte Deckplatte, ( der sogenannte Hut)  worauf widerum der Mast sitzt. Sogar der Kugelableiter ist exakt am Modell dargestellt. Dieser Kugelableiter, der leider auch nicht mehr auffindbar ist, Er dient dazu, die Blitze abzuleiten.  Die Abspannungen sitzen ebenfalles sehr extakt in Höhe und Richtung. Ich hörte in einem Gespräch, daß solche original  Unikatteile gerne gesammelt werden. In dem Falle  sollen die Teile durchaus 10000 EURO und mehr Sammlerwert haben, da Unikate !. 

Ein tolles Modell, Details wurden sogar mittels 3-D-Drucker gefertigt. Ich kann, so glaube ich, auch im Namen des Förder- und des Technikvereines zu sprechen, um dem Herrn Jörg Schlegel für seine hervorragende Arbeit ein großes Dankeschön zu sagen. Das nicht ganz 2 m hohe Modell lässt sich auf jeden Falle auch transportieren und ich könnte mir vorstellen, daß es zukünftig nicht nur in der guten Stube von Herrn Schlegel bleibt sondern auch wieder öffentlich gezeigt wird. 

Fotos alle Sabine Neumann, vielen Dank

 

Noch ein Wort in eigener Sache;

Wenn sie den Aufbau der Erinnerungsstätte unterstützen möchten , dann wären über eine auch noch so kleine Spende sehr dankbar. Im darüberliegenden Beitrag haben sie unsere Kontoverbindung. 

 

 

 

Questo articolo è stato modificato il 04.Feb.22 17:54 da Wolfgang Lill .

Wolfgang Lill
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11.Feb.22 17:27

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Wieder eine aktuelle Meldung zum Stand der Bearbeitung:

Die planungstechnische Bearbeitung ist in vollem Gange,der Standort ist geklärt und von der Stadt Wilsdruff zugesagt. Ziel ist jetzt, mit einem straffen Zeitplan die Erinnerungsstätte aufzubauen.

Wir hatten gehofft, den Originalisolator zu erhalten, aber leider weiß niemand mehr, wo sich die Teile befinden und wer der aktuelle Eigentümer ist. Deshalb sahen wir uns im Terrritorium um und konnten einen noch original vorgespannten Ersatzisolator mit Hut bekommen.

Wir bedanken uns dafür recht herzlich. Auch der Transport  von einem Ort bei Leipzig nach Wilsdruff wurde von einem Transportbetrieb kostenlos durchgeführt.

Es gibt mehrere Betriebe, die den Verein mit kostenfreien Leistungen unterstützen.  Nur mit solcher Unterstützung wird es gelingen. Ich sage von hier aus: "danke , danke an alle, die sich für diese Erinnerungsstätte engagieren".

 

Questo articolo è stato modificato il 12.Feb.22 08:46 da Wolfgang Lill .

  
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