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siemens: 745E310; Funk E566 Frage zur Frontplatte

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Joachim Herzig † 10.2.19
Joachim Herzig † 10.2.19
 
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20.Jun.12 19:20

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Hallo Sammlerfreunde,

mir wurde ein E310b in der Hammerschlaglackierung angeboten.

Leider ist die Frontplatte schon sehr in Mitleidenschaft gezogen.

Hat jemand schon mal erfolgreich die Frontplatte  neu lackiert ?

Wie es aussieht ist die Beschriftung nicht eingraviert sondern etwas erhaben ?

 

Viele Grüße

Joachim Herzig

 

Martin Bösch
Martin Bösch
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21.Jun.12 08:45

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Lieber Herr Herzig,
mein Gerät mit grauer Frontplatte hat keinen Hammerschlag - Lack, sondern ist einfach grau. Allerdings ist das Grau um die Beschriftung etwas verändert, vielleicht wurde unter Abdeckung der Beschriftung mal drüberlackiert.
Die Beschriftung erscheint metallisch silbrig und ist beim drüberfahren leicht erhaben, wie eine etwas dickflüssigere metallische Farbe, jedenfalls nicht eingraviert.

Lieber Gruss Martin Bösch
 

Dietmar Rudolph
Dietmar Rudolph
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21.Jun.12 10:31

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Mein Gerät hat die gleiche Frontplatte wie das von Martin Bösch, also grau lackiert.

Die Frontplatte ist aus Alu und mit 10 Nieten aufgenietet, wie im Bild deutlich erkennbar ist. Sie ist berandet von einem (leicht erhabenen ca. 2/10 mm) etwa 2,5 mm breitem Rand, wo das blanke Alu sichtbar ist. Das bedeutet, daß die gesamte (grau lackierte) Frontplatte innerhalb dieses Randes etwas vertieft ist.

Die gesamte Frontplatte? Nein, die Beschriftungen sind genau so erhaben wie der Rand und ragen als blanke "Alu-Inseln" aus der grauen Fläche hervor. Dadurch sind sie "wischfest".

Insgesamt sieht es so aus, daß in einem ziemlich aufwändigen Prozeß die Frontplatte entsprechend geprägt wurde. Nach der Lackierung wurde dann (vorsichtig) überschliffen, so daß anschließend alle erhabenen Teile wieder als blankes Alu erscheinen.

Es ist verständlich, daß es bei einer Neulackierung nicht möglich sein wird, die Lackierung über den Beschriftungen erneut so präzise abzuschleifen, daß diese wieder sauber zu sehen sind.

MfG DR

Joachim Herzig † 10.2.19
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21.Jun.12 17:13

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... 

Hallo zusammen,

vielen Dank für die wichtigen Informationen. Das wird also nahezu unmöglich sein die Frontplatte neu zu lackieren und die Beschriftung wieder herzustellen.

Ich werde mich daher erstmal auf der kommenden Hamradio umsehen, mal sehen was der Flohmarkt so bietet.

Liebe Grüße

Joachim Herzig

 

Joachim Herzig † 10.2.19
Joachim Herzig † 10.2.19
 
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25.Jun.12 12:39

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.. 

Beim Stöbern im Internet bin ich über einen sog. "Maskierlack" gestolpert.

Dieser Lack wird z.B. im Modellbau benutzt um Flächen etc. beim Lackieren abzudecken. Diesen Maskierlack soll man nach der Lackierung einfach abrubbeln können.

Wäre das vielleicht eine Möglichkeit ? Sicherlich sehr zeitaufwändig und man benötigt eine sehr ruhige Hand. Hat jemand Erfahrung damit ?

Herr Bösch hat Recht, die Lackierung ist glatt und grau, kennt jemand vielleicht die entsprechende RAL Farbe hierzu ?

Viele Grüße

 

Joachim Herzig

 

Lars Brötje
Lars Brötje
 
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25.Jun.12 18:53

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Hallo Herr Herzig,

ich kenne Maskierlack aus dem Plastikmodelbau z.B. von der Firma Revell, die Erfahrungen damit sind aber schon einige Jahre alt. Der "Lack" wurde mit dem Pinsel aufgetragen und bildet nach dem Trocknen eine Schicht mit gummiähnlicher Konsistenz. Er lässt sich später leicht abziehen. Zum Abdecken von einzelnen Buchstaben halte ich ihn eher nicht geeignet, das Schriftbild dürfte in der Regel zu unsauber werden.

Falls die Buchstaben weit genug aus der Platte hervorstehen und einigermaßen scharf abgegrenzt sind, könnte ein Abwischen den noch feuchten Farbe nach dem Überlackieren möglich sein. Dazu z.B. einen mit Verdünner angefeuchteten Lappen straff über ein kleines Stück Holz spannen und damit vorsichtig wischen. Die Methode erfordert aber auch eine ruhige Hand. 

Viele Grüße

Lars Brötje

 

 

 

Joachim Herzig † 10.2.19
Joachim Herzig † 10.2.19
 
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28.Jun.12 18:34

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Vielen Dank für die vielen Hinweise. Ich habe mich entschieden erst einmal die Frotnplatte nicht zu lackieren sondern einer intensiven Intensivstreinigung zu unterziehen.

Je mehr ich das Gerät untersuche desto mehr Fragen tauchen auf:

Als ich den Einschub aus dem Gehäuse zog bemerkte ich, daß dieser im Gehäuse nach unten kippte.

Wie ich sehen konnte war wohl irgendeine Art Führung rechts und links zur Gehäuserückseite auf dem Gehäuseboden montiert, der fehlende Staub läßt dies erkennen. Was war da montiert (evtl. eine Art Führung für den Einschub ?) und wie sah dies aus ? Leider fehlen die Gerätefüße auch, aber da habe ich schon Tipps hierzu im Forum gefunden (Türstopper). 

Etwas positives gibt es aber auch zu vermelden: Der Empfänger wurde als defekt gekauft mit dem Hinweis, daß es nur ein bischen rauscht und nichts zu empfangen sei. Ein erster Einschalttest verleif überaus erfreulich, nach der üblichen Anheizeit konnte ich auf allen Bänder laute Signale empfangen !    Es ist aber wohl empfehlenswert eine Kondensatorkur zu machen, im Chassis sind noch teilweise Teerkondensatoren verbaut....

Viele Grüße

Joachim Herzig

 

 

  
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