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stassfurt: 4W Midget; Imperial, Restauration.

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Rigo Janscheidt † 27.7.18
Rigo Janscheidt † 27.7.18
 
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11.Jul.10 13:53

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Ich hatte einen Staßfurt Imperial 4 bekommen, und da das Gerät mich interessierte, zudem komplett und relativ gut erhalten war, beschloß ich , es zu restaurieren.

Da ich nichts von Holzbearbeitung verstehe, ließ ich das Gehäuse von unserem Sammlerkollegen Martin Renz -seines Zeichens Schreinermeister- überholen.(großer Brandfleck auf dem Deckel.)

Natürlich mußten sämtliche Rollkondensatoren erneuert werden. Die Neuen versteckte ich in den Hülsen der defekten, das ging einigermaßen sauber zu, da sie nicht vergossen waren, es handelte sich um gewachste Papphülsen, die an den Enden umgebördelt waren. Der Blockkondensator sah aus wie neu und war nicht aufgequollen, er ließ sich gut ausbauen und öffnen und der Inhalt kam nach Erwärmung im Wasserbad fast wie von selbst heraus.

Die großen Elko`s waren natürlich taub und konnten nicht wiederbelebt werden. Ich sägte sie nach Ausbau unten kurz über der Befestigung ab und leerte sie.  die Neuen, viel kleineren Elko`s 8 + 8 uf 550 V ( einfach 8 uf bekam ich nicht), umwickelte ich mit Kunststoffisolierband um sie dicker zu machen, baute sie ein und stülpte die leeren Hülsen darüber, dadurch sahen sie wie original aus.

Sämtliche Widerstände wurden nachgemessen und defekte bzw. zu sehr veränderte erneuerte ich durch vorhandene alte, um die Optik zu wahren. Einige höher belastbare Widerstände, die bei früheren Reparaturen eingebaut worden waren, beließ ich im Gerät, sie passten optisch.

Nachdem ich ein neues umsponnenes Netzkabel eingebaut hatte, schaltete ich das Gerät über Trenntrafo, 100-Watt-Birne als Vorwiderstand und Wattmeter ein, es funktionierte auf Anhieb.

Die Kondensatoren in den Filterbechern mußten auch erneuert werden, das waren im Oszillator für LW 220pf und für MW 560pf, hier waren die keramischen Wannen von Dräger eingebaut, die zugegossen sind und bei denen die Vergußmasse im Laufe der Jahrzehnte Risse bekam. Dadurch konnte der Luftsauerstoff eindringen und die Silberbeläge zerfressen. Die Trimmkondensatoren waren alle noch in Ordnung, sowohl im Oszillator wie auch in der ZF. Im Eingangskreis befinden sich zwei Kondensatoren von 20pf, die auch erneuert werden mußten.

Nach Lösen der unter dem Filter befindlichen Schraube und dem Ablöten der  Anschlüsse kann man die Becher nach oben herausnehmen, dann muß man den an drei Stellen umgebördelten Rand lösen und das Gehäuse abziehen. Die Oszillatoren und die ZF von 477 kHz ließen sich ohne Probleme einstellen. Vorsicht bei der Einstellung des LW-Vorkreistrimmers, die Schraube ist gegen Herausdrehen nicht gesichert und falls man sie herausdreht, muß dieses Filter auch geöffnet werden, was,da keine Kondensatoren eingebaut sind, normalerweise nicht nötig wäre.

Der Vorkreis sitzt in dem ,von hinten gesehen, ersten großen Filterbecher und kann durch das Loch im Deckel eingestellt werden, in dem zweiten befinden sich die Oszillatorkreise.

Der Entbrummer mußte auch noch erneuert werden und die Membrane des Lautsprechers benötigte eine Neueinstellung.Außerdem mußte ich den Lautsprecherstoff erneuern, da der alte zerrissen war.Nunmehr stand einem längerem Probelauf nichts mehr im Wege.

Das Gerät hat eine recht gute Empfangsleistung, leider haben wir sehr starke Störungen im Netz und dadurch selten ungestörten Rundfunkempfang.

Überigens ist bei Lange/Nowitsch ein Schaltfehler im Netzteil, das Feld liegt nicht zwischen den Pluspolen der beiden Elko´s, sondern über dem Ladeelko, zwischen den Elko´s befindet sich eine Netzdrossel. Richtig ist es im Empfänger-Vademecum gezeichnet bzw. in der Schaltung bei dem Modell.

Rigo Janscheidt

 

This article was edited 12.Jul.10 12:58 by Rigo Janscheidt † 27.7.18 .

  
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