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tefag: KML50 (KML 50); Kleinstsuper

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Martin Steyer
Martin Steyer
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16.Aug.09 18:18

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In den Jahren 1941-44 wurden unter den Firmenbezeichnungen Lorenz, Tefag und Schaub Kleingeräte mit der Röhrenbestückung UCH11, UBF11, UCL11 und UY11 gefertigt. Die Gehäuse und Skalen sind zum Teil unterschiedlich, die Chassis sind alle sehr ähnlich. Links sitzt der Spulensatz mit unterschiedlichen Wellenbereichen, die Anordnung der Röhrenfassungen und der weiteren Bauteile sind identisch.

Möglicherweise sind aber auch nach 1945 wieder Radios dieser Serie gebaut worden, weshalb ich nach Datierungsmerkmalen suche.

Es handelt sich um folgende Geräte:

Lorenz 10A (MW, LW), Lorenz K10A (MW, KW), Lorenz KML50A (MW, LW, KW)

Tefag 5A (MW, LW), K5A (MW, KW), KML50A (MW, LW, KW)

Schaub Z42ML (MW, LW), Schaub Z42KML (MW, LW, KW)

Schon beim Restaurieren eines Schaub Z42KML fielen mir Kondensatoren der Marke "Bell" auf, die ich keinem Hersteller zuordnen konnte. Nun tauchen diese auch in einem kürzlich eingetroffenen Tefag KML50A auf:

Ich vermute, daß diese aus Belgien von "Radio-Bell" stammen. Dort sind definitiv Geräte für Lorenz gefertigt worden, z.B. der Typ 167W (identisch mit Radiobell 168~).

Somit dürften die mit diesen Kondensatoren bestückten Geräte im Krieg als Exportgeräte gefertigt worden sein.

Ist meine Vermutung mit "Bell" für die Firma Radiobell/Belgien richtig und kann dies jemand bestätigen?

Mit Gruß, Martin Steyer

 

 

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verschoben von Board »RADIOS IM RADIO-MUSEUM« am 22.Aug.09 18:18 von automatically 
Martin Steyer
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27.Nov.09 18:01

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Eine weitere Beschäftigung mit diesen Geräten läßt eine Weiterproduktion nach 1945 mit leicht geänderter Schaltung vermuten.

Beim LORENZ KML50 (ID = 94915) ist ein Schaltplan hinterlegt, der typische Merkmale einer Nachkriegserstellung aufweist:

1. Das Design des Lorenz-Schaltplans entspricht dem, wie es 1948 üblich war, jedenfalls wurde er vermutlich erst zu diesem Zeitpunkt gezeichnet.

2. Es liegt eine gänderte Heizkreis-Schaltung vor. Bei den Geräten von ca. 1942 ist ein typischer Serienheizkreis mit Röhren und Heizwiderstand in Reihe vorhanden, die Skalenbirne mit 6,3V und 0,3A liegt in der Leitung von einem Netzpol nach Masse, über sie fließen der Heiz- und Anodenstrom und er erfüllt so zusätzlich die Funktion einer Sicherung.

Bei dem Lorenz-Plan zum KML50 liegt im Heizkreis ein zusätzlicher NTC-Widerstand. Parallel zur Skalenbirne liegt zu deren Schutz ein PTC-Widerstand. Diese Schaltungstechnik war meines Wissens erst nach dem Krieg so üblich und weiter verbreitet (oder irre ich mich da?).

Besitzer dieser gesamten Gerätegeneration sollten genau nach Datierungsmerkmalen auf Chassis und Bauteilen achten.

verschoben von Board »* TALK, talk, talk - nur für Mitglieder sichtbar« am 27.Nov.09 18:02 von Martin Steyer 
  
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