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telefunken: Restauration Caprice 8

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Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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04.Sep.09 14:47

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Die Caprice 8 ist ein typisches Kleingerät für den schmalen Geldbeutel. Hier hat man selbst auf die in den 50er Jahren üblichen K,M,L Bereiche verzichtet. Zur weiteren Verbilligung wurde geätzte Leiterplatten eingesetzt. Damals wie heute für preiswerte Geräte auf Phenolharz-Papierbasis.

Das Gerät stand auf dem Dachboden einer Bekannten und sollte als Jugenderinnerung wieder betriebsfähig gemacht werden.

Fehlerquelle waren die üblichen Verdächtigen, die ERO Kondensatoren. (Siehe Markierungen, größeres Bild unter dem Modell).

Da sie kein Gehäuse haben, sondern das Papierlabel direkt auf den Kondensatorwickel aufgeklebt ist, können neue Kondensatoren nicht im Innern versteckt werden. Hier habe ich sie einseitig abgelötet und die neuen Kondensatoren unter dem Chassis bzw. unter dem Kondensator am Lautstärkeregler versteckt angebracht.
Das Chassis ist eine frühe Leiterplatte mit dem typischen Design jener Zeit. Es ist noch reichlich Kupfer vorhanden und die Platine ist dick mit einem sich teilweise kräuselnden Lötlack beschichtet. Geätzte Platinen waren 1957 gerade ca. ein Jahr in der Massenproduktion von Konsumerradios eingeführt.

Der AEG Selengleichrichter funktionierte überraschenderweise und nachdem sich der Kathodenkondensator der Endröhre wieder formiert hatte, hatte das Gerät wieder eine gute Lautstärke und guten Klang. Außer einer gründlichen Reinigung des Gehäuses und der Polystyrolfront waren keine weiteren Maßnahmen nötig.

Rüdiger Walz

 

 

 

  
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