Typischer Fehler

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ID: 431432
Typischer Fehler 
17.Nov.17 16:42
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Egon Strampe (D)
Beiträge: 799
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Egon Strampe

Nachdem ich die 3 Cs gewechselt habe, spielt der HP-Monitor wieder.

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Typischer Fehler-> mögliche Ursache 
17.Nov.17 20:49
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Eilert Menke (D)
Moderator
Beiträge: 997
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"Capacitor plague" -> Link

Nb: Ich habe Geräte, die mittlerweile 50 - 60 Jahre plus alt sind, in denen die originalen Elko's immer noch tadellos ihren Dienst verrichten. Hingegen Geräte, keine 10 Jahre alt, regelmäßig unter defekten Elektrolytkondensatoren leiden. Moderne Unterhaltungselektronik und EDV-Apparatur, inbes. auch PC-Netzteile und (W-)LAN-Router, sind besonders davon betroffen. Zurückzuführen ist das u.a. auch auf den Dauereinsatz, erhöhte Betriebs- und Umgebungstemperaturen und die relative Unterdimensionierung, insbesondere auch hinsichtlich der Spannungsfestigkeit dieser Bauelemente. Der Lebenszyklus heutiger Konsumelektronik ist halt kürzer - und in Anbetracht der weiteren Entwicklung auch nachvollziehbar -> z.B. DVB-T zu DVB-T2 usw.

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Typischer Fehler-> mögliche Ursache 
18.Nov.17 14:35
220 from 1272
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Stefan Hübner (D)
Beiträge: 64
Anzahl Danke: 4
Stefan Hübner

Da möchte ich noch ein bisschen ergänzen.

Die heutigen Geräte arbeiten an vielen Stellen mit getakteten Netzteilen, die Strombelastung und damit innere Wärmeentwicklung der Elkos ist damit um ein Vielfaches gestiegen. Zudem gilt die Forderung nach Reduzierung der Baugröße, so dass Isolationsschichten dünner, Wickel enger und Elektrolyte leitfähiger (v.a. aufgrund des verlangten geingeren äquivalenten Serienwiderstandes) werden müssen.

Diese Kombination führt auch dazu, dass man heute oft regelrecht aufgeplatzte Elkos sieht, während früher Austrocknung oder ein leichtes Austreten von Elektrolyt an den Drahtdurchführugen eher die Regel war.

Was aber fernab von geplatzten Elkos der falsche Weg ist, ist der Wahn des "recapping". In der Reparaturpraxis erlebe ich regelmäßig Geräte, in denen vom Kunden oder auch anderen "Technikern" vor oder anstelle einer Fehlersuche erst einmal alle Elkos wild getauscht werden. Dass dabei u.U. auch Anforderungen an Leckstrom, Verzerrungen, Schaltfestigkeit etc übersehen werden macht die eigentliche Reparatur danach nur umso komplizierter.

Am Anfang einer Reparatur steht die Fehlersuche. Visuell auffällige Elkos müssen dabei natürlich mit getauscht werden, aber danach soll der Fehler messtechnisch lokalisiert und behoben werden. Danach dann mit Sinn Elkos auszutauschen, um die Lebensdauer des Gerätes zu optimieren steht auf einem anderen Blatt, mit den Jahren eignet man sich auch die Erfahrung an, welches zum Auslaufen neigen, welche zu Kurzschlüssen und welche zum Austrocknen

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