philips: Warum brummt es beim Philetta B2D93U ?
? philips: Warum brummt es beim Philetta B2D93U ?
Hallo,
Ich habe das Radio zur Reperatur. Es funktioniert, grundsätzlich brummt jedoch recht stark. Die Lautstärke des Brummens ändert sich mit der eingestellten Lautstärke, wenn ich das Chassis berühre (Radio läuft über Trenntransformator) wird das Brummen etwas weniger. Wo sollte man hier anfangen zu suchen?
Den Schaltplan hatte ich vom Modell B2D93U genommen.
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Bis lang bin ich noch nicht wirklich weiter gekommen. Die UL84 habe ich gegen eine gebrauchte (welche mir ein Mitglied zukommen lassen hat, nochmals vielen Dank) getauscht und es hat sich nichts verändert. Auffällig ist, das Brummen wird stärker wenn ich auf TA schalte.
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Ferndiagnosen sind schwierig und meine Glaskugel habe ich leider verliehen. Meine spontane Idee -> Haben Sie den großen Becherelko im Netzteil geprüft? Hat dieser Becherelko elektrisch guten Chassiskontakt?
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Ich habe testweise einen weiteren Elko daran gehalten, es hat nicht wirklich was gebracht. Wen ich den Kathodenwiderstand der UL84 nach Masse überbrücke wird das Brummen schwächer.
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Den Kathodenwiderstand kurzzuschließen, ist keine gute Idee, denn dann steigt der Anodenstrom stark an. Wenn man das Steuergitter nach Masse kurzschließt, dann müsste das Brummen verschwinden. Dann liegt der Fehler entweder in der Stufe davor, oder die UL84 hat innere Isolationsprobleme. Genau diesen Fehler hatte ich mal bei einer Telefunken UL84. Aber die UL84 wurde ja schon erfolglos getauscht...
Mein Vorschlag: Verbinden Sie doch mal das Steuergitter der UABC80 über einen guten Kondensator von z.B. 100nF mit Masse. Verschwindet das Brummen dann, liegt der Fehler davor, oder die UABC80 ist nicht in Ordnung. Verschwindet das Brummen nicht, muss man im Anodenkreis der UABC80 weitersuchen. Vielleicht ist dort auch die Betriebsspannung verbrummt.
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Der Fehler ist wirklich kurrios. Wenn ich das Gitter der UL84 hinter dem 330K Widerstand mit einem isolieten Schraubendreher berühre, verschwinet das Brummen, berühre ich das Gitter direkt mit dem Schraubendreher wird es stärker.
Es handelt sich bei dem Radio um das B2D93U/01, da der Schaltplan nicht verfügbar ist, habe ich den vom B2D93U genommen, dieser wird hoffentlich im wesentlichen identisch sein.
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Hallo, Ich würde mal schauen ob die Anodenspannung sauber ist. Am besten mit einem Osci messen. Die Brummspannung messen, die dürfte nicht höher als 5V spitze/spitze sein. Dann den Widerstand R 52 (560K) überprüfen. Das Gerät mal nur mit der UL84 betreiben, wenn es dann noch immer brummt, dann liegt dort wahrscheinlich der Fehler. Und alle Masseverbindungen kontrollieren. Es gibt leider viele Möglichkeiten. LG.
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Kurz noch etwas zu #6, dann muss ich wieder weg:
In # 6 heißt es: "Der Fehler ist wirklich kurrios. Wenn ich das Gitter der UL84 hinter dem 330K Widerstand mit einem isolieten Schraubendreher berühre, verschwinet das Brummen, berühre ich das Gitter direkt mit dem Schraubendreher wird es stärker."
Das Verhalten könnte man damit erklären, dass die über den Schraubendreher eingeschleuste Brummspannung unterschiedlich groß ist, je nachdem, ob man vor oder hinter dem 330 kOhm-Widerstand einspeist. Ist die eingespeiste Brummspannung gegenphasig zum Grundbrumm, dann wird Letzteres in dem einen Fall (über 330 kOhm an G1) quasi gerade kompensiert, in dem anderen Fall (direkt an G1) überkompensiert. In jedem Falle sollte man auch den 330 kOhm-Widerstand überprüfen.
Schließlich noch ins Unreine gedacht: Meiner Meinung nach ist der Gridstopper mit 330 kOhm recht groß dimensioniert, möglicherweise, um Schwingneigungen (z.B. im UKW-Bereich) zu unterbinden. Rein theoretisch könnte es also sein, dass die Endstufe unbemerkt schwingt, wenn man das Gitter direkt berührt. Auch das könnte zu höherem (Modulations-) Brummen führen.
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Der Widerstand hat 344k, sollte alsi in Ordnung sein.
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was ich schon mal bei einem Brummproblem hatte:
Mal die Röhrenfassung und die Pins der Röhre selbst auf Isolationswiderstand prüfen (Gitter gegen andere Pins, insbesondere Heizspannungspins). Nicht dass so Brummspannung von der Heizung eingestreut wird.
Ich hatte auch mal das Problem einer verschmorten Leiterplatte bei der Endröhre (trifft hier ja nicht zu, da freie Verdrahtung).
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Es ist kein besonders starkes brummen, vielleicht ist das bei dem Gerät auch normal. Man hört es hauptsächlich wenn das Gerät ohne Antenne läuft.
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Wenn ich das Gerät ohne Trenntransformator betreibe ist das Brummen fast weg, wie kann das sein?
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Je nach Polung des Netzsteckers liegt das Chassis entweder am Nullleiter oder an der Phase. Im ersten Fall wird das Brummen wegen der abschirmenden Wirkung des Chassis wohl am geringsten sein. Und: Ohne untere Chassisabdeckung (sofern die denn über eine Abschirmfolie verfügt) schleicht sich besonders gerne ein Brummen ein, ebenso wenn man mit Trenntrafo arbeitet.
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Wie herum der Stecker steckt ist ohne Trenntransformator egal, nur mit Brummt es.
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Wie Herr Menke schon schrieb, ist eine Ferndiagnose mitunter schwierig.
Das Einzige, was mir als Ursache im Moment noch einfällt, ist nicht ganz einfach zu erklären: Trenntrafos, insbesondere solche für 220V, arbeiten gerade bei heutigen 230V in den Bereich der magnetischen Sättigung hinein, wodurch die Sinusspitzen gestaucht werden und mehr oder weniger stark ausgeprägte Knicke im Spannungsverlauf entstehen. Und nicht zuletzt die Einweggleichrichtung mit der UY85 kann an einem Trafo mit rel. hohem Innenwiderstand für zusätzliche "Dellen" im Spannungsverlauf sorgen. Kurzum: Letztlich werden Oberwellen erzeugt, und die haben es aufgrund ihrer höheren Frequenz leichter, irgendwo einzustreuen als die 50Hz-Sinus-Grundwelle. Das so eingestreute Brummen hört sich allerdings "schrabbeliger" an als ein 50Hz-Brummen. (Auch das 100Hz-Brummen bei Zweiweggleichrichtung hört sich anders an.)
Sofern C4 o.k. ist (einen guten X2-Kondensator verwenden!), könnte das Einstreuen vielleicht durch anderes Verlegen der Netzzuleitung unterhalb des Chassis verringert werden. Da die Einstreuungen auch über den Heizkreis erfolgen können, sollte man dessen Blockkondensatoren auch kontrollieren, insbesondere falls es keine kermischen sind. Vor allem C3 kontrollieren und ggf. auch mal die UABC80 tauschen! Das Thema Röhrenfassungen hatten wir ja schon weiter oben. Auch ungünstige Massepunkte könnten evtl. eine Ursache sein, aber daran sollte man nichts ändern.
Meistens ändert sich das Brummen, wenn man mit einer Hand das Chassis berührt; hier bei der Allstrom-Variante nur mit Trenntrafo machen!!! Der Grund sind kapazitive Einstreuungen, die man aber per Ferndiagnose kaum ergründen kann.
Im Moment bin ich am Ende mit meinem Latein, und meine Glaskugel gibt auch nichts mehr her. Herr Menke hatte offensichtlich Recht.
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Wie ich bereits geschrieben habe, ohne Trenntransformator ist das Brummen praktisch weg. Hätte nicht gedacht, das so etwas möglich ist.
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