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Wer kennt diese Telefunken - Röhre

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Klaus Neumann
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07.Dec.09 11:33

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Liebe Sammlerinnen und Sammler im RMorg,

Vor einigen Tagen bekam ich 3 Röhren des folgenden Typs "JM 1/M"von Telefunken

Es handelt sich um eine Triode, welche nicht gegettert ist. Die Heizspannung beträgt cirka 1,5 Volt dann glüht der Heizfaden hellgelb. An einem Röhrenprüfgerät hatte ich die Röhre in Betrieb. Die Betriebsdaten waren dabei: Uf 1,5 Volt  /  Ua 200 Volt  / die Gitterspannung variierte ich zwischen - 20 V und + 10 Volt. Das Ergebnis, es floss zu keinem Zeitpunkt ein Anodenstrom. Eine Belüftung der Röhren schließe ich aus, da die Kolben vollkommen klar sind.

Um einen Hinweis wäre ich allen Kennern dieser Röhre dankbar.

Mit freundlichem Sammlergruß Klaus Neumann

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Dietmar Rudolph † 6.1.22
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07.Dec.09 11:42

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Aufgrund des 1 Bildes, bei dem die Röhre komplett zu sehen ist, würde ich darauf schließen, daß dies eine Röhre ist, mit deren Hilfe der Rest-Gasdruck bei evakuierten Gefäßen gemessen werden kann. Dazu ist der Oberteil der Röhre an die Glasrohre der Vakuumapparatur anzuschmelzen.

Die große Steigung des "Gitters", die im 4. Bild zu sehen ist, spricht ebenfalls für eine entsprechende Verwendung.

Die Stöme, die bei einer Messung des Vakuums gemessen werden können, liegen im unteren μA Bereich.

MfG DR

This article was edited 07.Dec.09 11:43 by Dietmar Rudolph † 6.1.22 .

Klaus Neumann
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16.Dec.09 11:29

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Guten Tag Herr Rudolph,

nachdem ich von Ihnen las, daß die Röhre "wahrscheinlich" an die Unterdruckkammer angeschmolzen werden sollte, wird mir klar, wie das Ganze funktionieren könnte. Bleibt die Röhre geschlossen, wird eine Funktion wohl im Bereich des Wunsches bleiben. Ob diese Röhre eigentlich in unser Museum passt? Es handelt sich um ein extremes Nieschenprodukt!

Recht herzlichen Dank für Ihre klärenden Worte.

Schönes Fest und ein gesundes neues Jahr 2010

MfG K. Neumann

This article was edited 16.Dec.09 11:38 by Klaus Neumann .

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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Nach Knoll/Eichmeier "Technische Elektronik" Bd. 1, Springer, 1965 handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein "Glühdraht-Ionisationsmanometer".

Je nach Beschaltung dieser "Triode" (Ug  = -2V; Ua = 100V bzw. Ug = 200V; Ua = -10V) können damit Vakua zwischen 10-3 bis 10-6 Torr bzw. 10-3 bis 10-7 Torr gemessen werden.

Da die Röhren der Radios ja bekanntlich auch ein Hochvakuum haben (sollten), ist die zugehörige Meßmethode für das Vakuum m.E. hier schon von Interesse.

Ich meine daher, daß es sinnvoll ist, diese spezielle Röhre anzulegen.

MfG DR

Nachtrag:

Die Elektronenströme i- und Ionenströme i+ werden gemessen und aus deren Quotienten bestimmt sich der Druck px. Die Röhrenkonstante wird mit K0 bezeichnet.

Es wird folgendes Beispiel gegeben: (Knoll/Eichmeier S. 279)

"Für die Telefunken-Manometerröhre IM1 (JM1 ?) ist i- = 1mA = const und K0 = 0,4 (für Luft); bei einem gemessenen Ionenstrom ig+ = 10-8 A ist daher [nach Gl. (193a)] px = 10-6 Torr."

Damit ist die Funktionsweise dieser Röhre eindeutig bestimmt.

This article was edited 16.Dec.09 16:47 by Dietmar Rudolph † 6.1.22 .

  
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