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Atomic Clock System ACS-77

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Atomic Clock System ACS-77; Auerswald; (ID = 1654098) Misc
Auerswald;: Atomic Clock System ACS-77 [Misc] ID = 1654098 933x646
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For model Atomic Clock System ACS-77, Auerswald; Cremlingen
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Auerswald; Cremlingen
Year: 1983 ? Category: Miscellaneous (Other, Various) - see notes
Semiconductors (the count is only for transistors) 11: BC237 BC237 BC237 BC327 BC327 BC327 BC327 BC327 BC327 BC337 BC337
Main principle Super-Heterodyne (Super in general)
Wave bands Long Wave and/or Very Low Frequency (VLF).
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 220 Volt
Loudspeaker
Power out
from Radiomuseum.org Model: Atomic Clock System ACS-77 - Auerswald; Cremlingen
Material Modern plastics (no Bakelite or Catalin)
Shape Tablemodel, Mantel/Midget/Compact up to 14" width, but not a Portable (See power data. Sometimes with handle but for mains only).
Dimensions (WHD) 218 x 122 x 150 mm / 8.6 x 4.8 x 5.9 inch
Notes
Die ACS-77 ist eine funkgesteuerte Digitaluhr, die als Bausatz oder als Fertigmodell über die Firma Völkner vertrieben wurde. Es gab mehrere Gehäuse zur Auswahl: Holz, Plexiglas und die Uhr konnte mit verschiedenen Optionen ergänzt werden: Schaltausgänge, Stundengong, Akkupufferung (nur Quarzzeit und nur eine halbe Stunde), ASCII-Schnittstelle.
Sie verfügt über ein 12stelliges Display (6 Digit Zeit, 6 Digit Datum) und wird mit nur zwei Tastern bedient bzw. programmiert.
 
Das von dem Sender DCF-77 ausgestrahlte Signal der PTB in Braunschweig enthält die amtliche Zeit für die Deutschland und genügt hohen Genauigkeitsanforderungen. Es wird von einer externen Ferritantenne mit Vorverstärker aufgenommen und mit einem TCA440 AM-Empfänger-IC demoduliert.
Die weitere Steuerung der Uhr erfolgt mit einem Mikroprozessor (Zilog Z80), der aus dem Datenstrom die Zeit- und Datumsinformation ermittelt. Weiterhin verfügt sie über eine interne Quarzuhr, die bei Senderausfall oder Empfangsstörungen die Zeit- und Datumsanzeige übernimmt. 
Mittels zweier Relais können 20 Termine geschaltet werden, die vom Jahr bis auf die Sekunde genau programmiert werden können. Die Uhr hat sich als "Jahr-2000" sicher erwiesen.
Eine weitere Besonderheit ist der Steuerausgang für einen elektronischen Gong (zeitabhängiges Stundensignal 1 ... 12) und eine serielle ASCII-Schnittstelle mit 300 Baud, über die die decodierte Zeitinformation kontinuierlich ausgegeben wird.
 
Der Energieverbrauch der Uhr beträgt bei Zeit- und Datumsanzeige ca. 11W. Die Herstellerfirma bietet auf ihrer Webseite heute immer noch die Reparatur dieser Uhr an.
 
Price in first year of sale 400.00 DM

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Forum contributions about this model
Auerswald;: Atomic Clock System ACS-77
Threads: 1 | Posts: 1
Hits: 2072     Replies: 0
ACS-77: Fast-Ausfall nach nahezu 28 Jahren Dauerbetrieb
Klaus Ortwein
09.May.14
  1

1986 habe ich diese Uhr als "Bausatz" in der Kölner Filiale der Elektronikkette Völkner gekauft. Nach dem nicht allzu schwierigen Zusammenbau hat die Uhr mir treue Dienste geleistet und jetzt fast 28 Jahren im Dauerbetrieb funktioniert. Der große Vorteil gegenüber fast allen heutzutage angebotenen Modellen ist, daß die Uhr ständig das Zeitzeichensignal auswertet und somit immer "richtig" geht - und nicht nur zu jeder Stunde oder gar nur alle 24 Stunden einmal einen Synchronversuch startet.
Doch in letzter Zeit waren die Punkte, die den Ausfall der Synchronisation mit dem Zeitzeichensender anzeigen, ständig an. Auch dauerte es nach einem Stromausfall mehrere Stunden, bis die Zeit wieder erschien - manchmal wurden auch recht fantastische Uhrzeiten oder Datumswerte angezeigt.

Urache dafür ist das Austrocknen der verwendeten Elektrolytkondensatoren: bei meinem Modell waren alle schwarzen 100µ/16V/85°C (Hersteller GIANT) defekt, die übrigen Werte 1µ/10µ/47µ waren erstaunlicherweise noch in Ordnung. 
Sicherheitshalber habe ich aber alle ausgewechselt, ebenso den Tantalelko 3µ/100V sowie einen zumindest äußerlich stark vergilbten Wima MKS4 Kondensator. Durch die recht hohe Abwärme der Längstregler sind einige Leitungen spröde geworden und mussten ebenfalls ersetzt werden. Dabei fiel mir auf, daß die zur Schwingungsunterdrückung heute üblicherweise bei den 78xx-Reglern eingesetzten Abblockkondensatoren fehlten; ich habe diese auf der Lötseite direkt an die Anschlußpins der beiden Regler hinzugefügt.

Nach Reinigen des Plexiglasgehäuses wirkt die Uhr fast wieder wie neu und synchronisiert innerhalb von 2 ... 3 Minuten - so wie früher. Allerdings muß die (externe) Ferritantenne ziemlich exakt ausgerichtet werden, um einen dauerhaft störungsfreien Empfang zu gewährleisten - wohl ein Tribut an die zunehmende "Luftverschmutzung" durch den Elektrosmog.

Es gibt im Web inzwischen einige interessante Seiten zu dieser Uhr. Insbesondere der energetische Umbau mit helleren und gleichzeitig stromsparenden LEDs sowie der Einsatz ein Schaltnetzteils (mit entsprechender Entstörung) dürften zu den nächsten Projekten gehören. Auf jeden Fall läuft meine Uhr jetzt wieder zuverlässig.


1986 habe ich diese Uhr als "Bausatz" in der Kölner Filiale der Elektronikkette Völkner gekauft. Nach dem nicht allzu schwierigen Zusammenbau hat die Uhr mir treue Dienste geleistet und jetzt fast 28 Jahren im Dauerbetrieb funktioniert. Der große Vorteil gegenüber fast allen heutzutage angebotenen Modellen ist, daß die Uhr ständig das Zeitzeichensignal auswertet und somit immer "richtig" geht - und nicht nur zu jeder Stunde oder gar nur alle 24 Stunden einmal einen Synchronversuch startet.
Doch in letzter Zeit waren die Punkte, die den Ausfall der Synchronisation mit dem Zeitzeichensender anzeigen, ständig an. Auch dauerte es nach einem Stromausfall mehrere Stunden, bis die Zeit wieder erschien - manchmal wurden auch recht fantastische Uhrzeiten oder Datumswerte angezeigt.

Eine Urache dafür kann das Austrocknen der verwendeten Elektrolytkondensatoren sein:
bei meinem Modell waren alle schwarzen 100µ/16V/85°C (Hersteller GIANT) defekt, die übrigen Werte 1µ/10µ/47µ waren erstaunlicherweise noch in Ordnung. 
Sicherheitshalber habe ich aber alle ausgewechselt, ebenso den Tantalelko 100µ/3V sowie einen zumindest äußerlich stark vergilbten Wima MKS4 Kondensator.
Durch die recht hohe Abwärme der Längstregler sind einige Leitungen spröde geworden und mussten ebenfalls ersetzt werden. Dabei fiel mir auf, daß die zur Schwingungsunterdrückung heute üblicherweise bei den 78xx-Reglern eingesetzten keramischen Abblockkondensatoren (0,1µ/63V) an den Ein- und Ausgangspins fehlten; ich habe diese auf der Lötseite direkt an die Anschlußpins der beiden Regler hinzugefügt.

Nach Reinigen des Plexiglasgehäuses wirkt die Uhr fast wieder wie neu und synchronisiert innerhalb von 2 ... 3 Minuten - so wie früher. Allerdings muß die (externe) Ferritantenne ziemlich exakt ausgerichtet werden, um einen dauerhaft störungsfreien Empfang zu gewährleisten - wohl ein Tribut an die zunehmende "Luftverschmutzung" durch den Elektrosmog.

Ein Uhrenbesitzer aus Konstanz meldete sich bei mir mit den gleichem Symptomen, allerdings reichte hier der Austausch der Kondensatoren nicht. Bei ihm erzeugte der 7808-Regler nur noch 6,1V, nach dessen Austausch funktionierte die Synchronisation wieder. Aber auch dort ist die Empfangssituation schwankend.
Ob dies am Fading liegt oder an sporadisach arbeitenden Störquellen, kann wohl nur mit einem Meßempfänger festgestellt werden.
Am Ausgang 10 des Empfänger-ICs TCA 440 kann ein Feldstärkeinstrument angeschlossen werden, mit dem eine quantitative Aussage möglich ist – zumindest in welcher Richtung der Empfang am stärksten ist.

Es gibt im Web inzwischen einige interessante Seiten zu dieser Uhr. Insbesondere der energetische Umbau mit helleren und gleichzeitig stromsparenden LEDs sowie der Einsatz ein Schaltnetzteils (mit entsprechender Entstörung) dürften zu den nächsten Projekten gehören. Auf jeden Fall läuft meine Uhr jetzt wieder zuverlässig.

Ich habe inzwischen meine Uhr mit neuen, superhellen LEDs und zusätzlichen Vorwiderständen im kOhm-Bereich ausgestattet und betreibe sie über ein externes Schaltnetzteil. Bei einem Verbrauch von knapp 3W wird jetzt nichts mehr warm, allerdings ist die Möglichkeit, direkt Netzspannung zu schalten, entfallen, da jetzt keine solche mehr im Gehäuse geführt wird.

 

Am 19.032016 überarbeitet,
am 08.12.2019 ergänzt.

 
Auerswald;: Atomic Clock System ACS-77
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