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Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift

Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift; Selbstbau diverse (ID = 61451) Crystal Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift; Selbstbau diverse (ID = 423646) Crystal
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For model Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift, Selbstbau diverse:
Selbstbau-Detektor, offen. Dieses Gerät findet man praktisch genau gleich dargestellt in einer schweizerischen Radiobauzeitung von 1926.
 
Country:  Switzerland
Manufacturer / Brand:  Selbstbau diverse
Year: 1925 ? Category: Detector-Radio (Crystal or diode, without tubes/transistors)
Wave bands Broadcast only (MW).
Details
Loudspeaker
Power out
from Radiomuseum.org Model: Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift - Selbstbau diverse
Material Various materials
Shape Tablemodel, with any shape - general.
Notes

Aus "Radios von gestern" Seite 341: Den Begriff Low-Loss prägen - wie viele Ausdrücke in der Funktechnik - die Amerikaner. Er bezeichnet den möglichst verlustfreien Aufbau. Verluste erzeugen z.B. Kreis-Leitungswiderstände, die den Schwingkreis bedämpfen - und die mangelhaften Isolationen. Mitte der 20er Jahre spielt das Low-loss-Prinzip eine grosse Rolle.

Ein Detektor dient normalerweise zum Empfangen der lokalen Station, darum kann man in Frage stellen, ob es sich lohnt, einen Apparat mit dem Prinzip der kleinsten Verluste zu bauen. Trotzdem gibt es Low-loss-Detektoren. Diese Bauweise steigert die Trennschärfe sehr; komplizierte Schaltungen erübrigen sich oft.

Eine gute Erdverbindung ist meist schwieriger zu erreichen als eine gute Antenne. Aber auf diese beiden Punkte kommt es beim Low-loss-Konzept in erster Linie an!

Etwa Mitte der 70er Jahre konnte ich einen typischen Low-loss-Detektor erwerben. Es handelt sich um einen Selbstbau. Für viele Sammler ist dies eine Abwertung, weil sie Geräte mit Firmenaufdruck bevorzugen. Viele Jahre später fand ich den ersten Jahrgang von "Radio-Zeitung und Radio-Journal", einer schweizerischen Zeitschrift für "Radio-Amateure". Diese gebundene Sammlung [3626] von 1926 stellt in Fortsetzungen den Bauvorschlag für einen Low-loss-Detektor vor. Die Abbildung des fertigen Gerätes kam mir sehr bekannt vor und siehe da, sie war praktisch identisch mit meinem Gerät.

Der Empfänger ist aus zwei übereinandergestellten, freien Spulen aus dickem, viereckigen Kupferdraht gefertigt. Ein hochwertiger Drehko kam zur Verwendung. Über einen Stöpsel wählt man Primär- oder Sekundärempfang. Für den Sekundärempfang stehen verschiedene Abgriffbuchsen zur Verfügung. Ein weiteres Buchsenpaar lässt das Aufstecken einer zusätzlichen Spule für Langwellenempfang zu. Den Detektor bildet ein steckbarer "Red Star, Made in Baden" mit Nonius (feines Einstellgewinde) und einem Röhrchen aus zelluloidartigem Material. Auch ein Selbstbaugerät kann interessante Hintergründe aufdecken.

Model page created by Ernst Erb. See "Data change" for further contributors.



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Here you find 6 models, 6 with images and 2 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Selbstbau diverse: Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift
Threads: 1 | Posts: 2
Hits: 1947     Replies: 1
selbstbau2: Detektor-Empfänger - Tischlerplatte original?
Ernst Erb
12.Jul.04
  1

Die Tischlerplatte bei diesem Gerät - ein ziemlich exakter Nachbau aus einer Zeitschrift für Radiobastler von 1926 - lässt uns überlegen, ab wann es Tischlerplatten überhaupt gab.

Vielleicht kann ein Fachmann unter uns das klären?
Alle anderen Materialien an diesem Gerät können von 1926 stammen.
Natürlich ist es auch möglich, dass einmal der Holzwurm zugeschlagen hatte und man die Grundplatte neu anfertigte - aber auch, dass das Gerät später erst nachgebaut wurde. Jedenfalls wäre es für uns Radiosammler prinzipiell gut zu wissen, ab wann man bei Schreinern welche Materialien führte - ganz abgesehen auch von Oberflächenbehandlungen.

Martin Renz
13.Jul.04
  2

Tischlerplatten kamen spätestens um die Jahrhundertwende 19./20 Jahrhundert auf, als die Möbelstile glatte, polierte Flächen verlangten. Möglicherweise wurden bereits schon im Biedermeier (erste Hälfte des 19. Jahrhunderts) Tischlerplatten hergestellt. Hierfür habe ich aber noch keine verlässliche Quelle gefunden. Zunächst wurden Tischlerplatten von den Handwerksbetrieben selbst hergestellt, oft aus den Holzresten, die sorgfältig ausgewählt und zusammengesetzt wurden. Zwischen den beiden Weltkriegen wurden dann immer mehr Tischlerplatten auch industriell gefertigt, teilweise von der Möbelindustrie selbst (z. Beisp. Fa. Behr, Wendlingen). Bei den Tischlerplatten sind verschiedene Arten zu unterscheiden:

  • Platten mit Streifenmittellage: die Latten der Mittellage werden durch eine Schnur zusammengehalten und sind nicht miteinander verleimt, mindere Qualität, heute kaum noch anzutreffen
  • Platten mit Stabmittellage aus miteinander verleimten Brettern, die auf die Dicke der Mittellage geschnitten werden (ca. 24-30mm breit) (Standardqualität)
  • Platten mit Stäbchenmittellage aus 8mm breiten Streifen mit stehenden Jahrringen (aus Schälfurnier gewonnen). Diese eignen sich prinzipiell am ehesten für polierte Flächen und sind am hochwertigsten.

Beim hier angesprochenen Brett handelt es sich um eine Stäbchenplatte. Wenn ich unserem Seniortischler glauben darf, wurden diese in den 30er Jahren in großen Mengen für hochwertige Möbelfronten eingesetzt. Ein früherer Einsatz ist eher wahrscheinlich. Wenn ich eine verlässliche Quelle finde, werde ich dies hier ergänzen. Eine ungefähre Bestimmung des Alters dürfte über den verwendeten Leim möglich sein, in den 20er Jahren wurde Knochenleim verwendet, der eine durchscheinend braune Farbe hat, etwa wie Bernstein. (Oft im Inneren von furnierten Radiogehäusen mit Rundungen zu sehen, wo er in die Einschnitte der Rundungen läuft) Vielleicht gibt es irgendwo eine Ritze, in die der Leim eingedrungen ist? Etwa ab den 30er/40er Jahren kamen dann auch andere Leime auf, bei den häufig konservativen Tischlern wurde jedoch noch lange auch Knochenleim eingesetzt, da er unter anderem das "Aufbügeln" von Furnier auf runde Flächen erlaubt, was mit anderen Leimen so nicht möglich ist. Die Platten werden noch heute unverändert hergestellt (abgesehen vom Leim)

Fazit: die Platte könnte orginal sein, aber ebenso gut aus einem Baumarkt stammen.

Martin Renz

Hier noch der Link zum angefragten Modell:

http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=72507

 
Selbstbau diverse: Low-Loss-Detektorempfänger Nachbau 20er Jahre - aus Zeitschrift
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