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Weltmeister

Weltmeister ; Lumophon, Bruckner & (ID = 300257) Radio
 
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Lumophon, Bruckner &: Weltmeister [Radio] ID = 23293 895x525
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For model Weltmeister, Lumophon, Bruckner & Stark, Nürnberg
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Lumophon, Bruckner & Stark, Nürnberg
Brand
 
Lumeta
Year: 1929/1930 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 5: RENS1204 REN1104 REN1104 RE604 RGN2004
Main principle TRF with regeneration; 1 Special; 2 AF stage(s)
Tuned circuits 2 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast (MW) and Long Wave.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 120; 130; 150; 220; 240 Volt
Loudspeaker - This model requires external speaker(s).
Power out
from Radiomuseum.org Model: Weltmeister - Lumophon, Bruckner & Stark,
Material Wooden case
Shape Tablemodel, Box - most often with Lid (NOT slant panel).
Dimensions (WHD) 530 x 275 x 255 mm / 20.9 x 10.8 x 10 inch
Notes Auch ohne SG-Röhren. LC-Lautsprecherausgang.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 18 kg / 39 lb 10.4 oz (39.648 lb)
Price in first year of sale 417.00 RM !
Source of data Radiokat. Reichsthaler 1930 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference Röhren in FS-Bestückungstabellen
Mentioned in Der Radio-Händler / Radio-Fernseh-Händler (ab Aug. 1951, H.15) (2920)


All listed radios etc. from Lumophon, Bruckner & Stark, Nürnberg
Here you find 300 models, 249 with images and 198 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Lumophon, Bruckner &: Weltmeister
Threads: 2 | Posts: 7
Hits: 5145     Replies: 5
lumophon: Drahtpotentiometer 1MOhm?
Wolfgang Eckardt
27.Feb.07
  1

Beim Restaurieren des Gerätes entdeckte ich ein kleines Drahtpotentiometer -

Das könnte der übliche "Entbrummer" sein - war mein erster Gedanke.
Beim Verfolgen der Schaltung merkte ich aber: das kann nicht sein, das müsste der Lautstärkeregler sein.
Hm, ein Drahtpoti - sicher so um die 100Ω - wie soll das denn gehen? Da hat einer etwas verbastelt.
Also ausbauen.
Da musste ich verblüfft feststellen, dieser vermeintliche "Entbrummer" hat einen Widerstand von fast 1,5MΩ und noch dazu logarithmisch!!

Nun habe ich aber ein Problem. Wie geht das? Wo ist das "Geheimnis" dieses Lautstärkereglers mit dickem Widerstandsdraht und über 1MΩ von 1929?
Das habe ich bisher noch nicht gesehen. Da alles gut "verpackt" ist, könnte ich auch meine Neugierde nur durch "zerlegende" Prüfung befriedigen.
Wer weiß was dazu?

Wolfgang Eckardt

 

Hans-Thomas Schmidt
03.Mar.07
  2 Hallo Herr Eckardt,

in einem russischen Buch über Schaltzeichen habe ich eine erklärende Zeichnung gefunden. Den Text habe ich uns erspart.

Logarithmisches Poti
(Quelle: В. В. Фролов, Язык Радиосхем)
Der hohe Widerstand ist zwar ungewöhnlich, aber nicht unmöglich.

===================================

Ein anderer Drahtpotenziometer ist mir für die Regelung der Steuergitterspannung von alten Neuberger-Röhrenprüfgeräten begegnet. Dieser hat auch die äussere Bauform Ihres Exemplars. Die Besonderheit liegt darin, dass er je zur Hälfte mit unterschiedlichem Konstantandraht gewickelt ist. Die beiden Wicklungen bestehen aus 300Ω + 2700Ω. Als Spannungsteiler soll er von 0–5V regeln und dann von 5–50V.

Viele Grüße,  H.-T. Schmidt
Gerald Gauert
03.Mar.07
  3

Hallo Herr Eckardt,

für einen Widerstand von 1MOhm ist der Draht mit Sicherheit zu dick. Ich kann mir vorstellen, dass die Drähte nur einen Verschleißschutz darstellen und den Kontakt zu einer darunterliegenden Kohleschicht herstellen. Messen Sie doch bitte mal den Widerstand von Windung zu Windung und als Vergleich vom Anfang zu Ende einer Windung (soweit wie möglich mit Tastspitze an dem Punkt, wo der Draht wieder verschwindet). Wenn die zweite Messung 0 Ohm ergibt, liege ich richtig.

Beste Grüße, Gerald Gauert  

Wolfgang Eckardt
04.Mar.07
  4

Zuerst einmal Dank den Schreibern von Mails und Beiträgen im Thread. Aber so richtig kamen wir noch nicht an die Lösung, wobei Herr Gauert der Sache schon näher kam.

Das geht aber gaaanz anders:

Nach der Demontage des Potis und gründlicher Untersuchung mit Lupe und Ohmmeter machte ich die Feststellung, dass
1. der aufgewickelte Draht nur aus Messing (Weißmessing) besteht, also in keinerlei Zusammenhang mit dem Widerstandswert steht. Er dient, so wie Herr Gauert schon vermutete, nur als Kontaktbrücke zur eigentlichen Widerstandsbahn. 
2. zwei benachbarte Windungen haben am Anfang und am Ende des Körpers mit den Drahtwindungen praktisch Null Ohm, nach der Mitte zu ergeben sich aber Werte im 100-Ohm-Bereich bis zum "mehrere Kiloohm-Bereich".
Die Sache wurde immer merkwürdiger.
3. Um die Drahtwindungen (1) herum liegt ein schwarzes Band (2) aus Kunststoff? Karton?, alles zusammengehalten von einem Außenring (3) - siehe Bild 1:

Im Detail betrachtet sieht das so aus: 

Jetzt kam schon die Vermutung, dieses schwarze Band zwischen Drahtwindungen und Außenring müsste der Träger einer Widerstandsbahn sein (woraus?). Aber dann müssten ja die Drahtwindungen als ständiger "Kurzschluss" dieser Widerstandsbahn wirken. - Also auf zur restlichen Demontage.
Ja, und dann kam des Rätsels Lösung zum Vorschein:

 

Die Vermutung mit der Widerstandsbahn auf dem schwarzen Kunststoffstreifen war also richtig und die Drahtwindungen waren jeweils nach der 16. Windungen an Anfang und Ende der Ringbahn aufgetrennt, um einen Durchgang durch den fast "widerstandslosen" Messingdraht zu verhindern!

Die aufgetrennten Drahtwindungen kontaktieren also kontinuierlich die Widerstandsbahn (man sieht sogar die Abdrücke der einzelnen Drahtwindungen auf der Widerstandsbahn) und  gleichzeitig dienen sie als Kontaktgeber für den üblichen Schleifer. Dadurch wird jeglicher Verschleiß auf der Widerstandsbahn beim drehen am Poti vermieden.

Sooo einfach ist das!

War 'ne spannende Sache.
Wolfgang Eckardt

 

Hilmer Grunert
04.Mar.07
  5

Hallo Herr Eckardt,

wirklich eine Spannende Geschichte - hier nur noch zur Ergänzung aus:

"Neuester Illustrierter Radio-Katalog 1928/1929"

der Firma Radio-Diehr / Berlin


Der Preis lag 1928/29 bei 3,40 RM.

Herzliche Grüße

Hilmer Grunert

 

Dieter Barkawitz
05.Mar.07
  6

Auch heute werden immer noch Potentiometer nach ähnlichem Prinzip hergestellt wenn es darum geht eine ganz spezielle und präzise Kennlinie herzustellen.

Zum Beispiel werden in Einspritzelektronikanlagen nicht mehr ganz moderner Autos Luftmengenmesser verwendet, die solche Potis enthalten.

Die Schleiferplatte eines solchen Potentiometers.

Das Potentiometer besteht aus einer mit Kupfer beschichteten und anschließend geätzten Keramikträgerplatte, die auf ein verzinktes Stahlblech geklebt ist. Über die Leiterbahnstrukturen der Keramikträgerplatte ist eine sehr harte und verschleißfeste Widerstandsschleifbahn aufgedampft. Diese Widerstandsbahn hat ganz bewusst einen viel höheren Widerstand als gewünscht. Der richtige Widerstandwert wird durch Parallelschalten einer ebenfalls aufgedampften, niederohmigen Widerstandskette erreicht, die der Schleifbahn richtige Werte aufprägt. Hierfür sind eigens dünne Leiterbahnen bis unter die Schleifbahn geführt. Die parallele Widerstandskette wird mit einem Laser abgeglichen, was an den Einschnitten in den Widerständen zu erkennen ist. Auf diese Weise kann ein Poti mit fast beliebiger Kennlinie hergestellt werden. So ein Poti kann natürlich nur als Spannungsteiler an einem sehr hochohmigen Verstärkereingang verwendet werden, da es sonst zu Spannungsfällen zwischen den Anschlusspunkten der Parallelwiderstände innerhalb der Schleifbahn kommt.

 

Gruß  Dieter

 
Hits: 1618     Replies: 0
lumophon: Weltmeister = SW4?
Wolfgang Eckardt
27.Feb.07
  1

Ich bin gerade dabei, den "Weltmeister" von Lumophon zu restaurieren. Lange Zeit existierte kein Schaltbild, aber inzwischen wurde eines hoch geladen.
(Dank an Herrn Rüthlein.)
Beim vergleichen musste ich aber feststellen, dass die beiden Schaltbilder

Weltmeister = SW4 übereinstimmen
und dem Schaltbild des SW4 aus Lange/Nowisch B.IV entsprechen.

So habe ich zuerst einmal die beiden Schaltungen verglichen und eine erstaunliche Übereinstimmung festgestellt. Netzteil, Hf-Vorstufe und Audion stimmen mit meinem "Weltmeister"-Gerät vollkommen überein. Ein paar Werte differieren geringfügig - aber ohne Belang. Es treten lediglich einige Unterschiede in den Siebketten und in der Gitterspannungserzeugung der Nf-Stufen auf.

Um das besser zu verdeutlichen, hier Ausschnitte aus dem Schaltbild des SW4 aus Lange/Nowisch:

und hier von meinem Gerät aufgenommen:

Die blau gekennzeichneten Details sind für mich nachvollziehbar. Sie stellen lediglich
1. andere (besser den Röhren entsprechende) negative Gittervorspannungen für Nf-Vorstufe und Endröhre bereit, und
2. durch Wegfall einer Drossel ist die Siebung anders, dafür ist der Lade-C jetzt 6μF groß und in den einzelnen Vorstufen werden Sieb-C von 1μF statt 0,1μF verwendet.

Da ich bezüglich Schaltungsanalyse auch nur ein kleiner Autodidakt bin, habe ich aber Probleme, den Sinn des rot gekennzeichneten Widerstandes von 1MΩ zu erkennen. Dazu kommt, dass er in meinem Gerät "Weltmeister" anders angeschlossen ist, nämlich direkt zwischen Anode der RE604 und Masse.
Hat das irgend etwas mit dem relativ selten zu findenden LC-Lautsprecherausgang zu tun?

Welcher Experte auf diesem Gebiet kann mir hier einmal "Nachhilfe" geben?

Wer kann etwas zur eventuellen "Gleichheit" der Modelle "SW4" und "Weltmeister" sagen?  Möglich erscheint mir das, da es ja den "Gloria" auch mit der zweiten Bezeichnung "SW3" gibt (3 Röhren), der SW4 mit 4 Röhren (ohne Gleichrichter). 

Weitere Einzelheiten zur Restaurierung und Schaltungsaufzeichnung folgen.

Wolfgang Eckardt

 

 
Lumophon, Bruckner &: Weltmeister
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