radiomuseum.org
Please click your language flag. Bitte Sprachflagge klicken.

Electrokardiograph

Electrokardiograph ; Siemens; D S.& (ID = 1727541) Misc
Electrokardiograph ; Siemens; D S.& (ID = 1722835) Misc Electrokardiograph ; Siemens; D S.& (ID = 1722834) Misc
Electrokardiograph ; Siemens; D S.& (ID = 1722836) Misc Electrokardiograph ; Siemens; D S.& (ID = 1722837) Misc
Use red slider bar for more.
Electrokardiograph ; Siemens; D S.& (ID = 1722835) Misc
Siemens; D S.&: Electrokardiograph [Misc] ID = 1722835 900x506
Select picture or schematic to display from thumbnails on the right and click for download.
For model Electrokardiograph, Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
Year: 1931 Category: Miscellaneous (Other, Various) - see notes
Valves / Tubes 3: RE034 RE034 RE134
Wave bands - without
Details
Power type and voltage Storage and/or dry batteries / 4 & 72 & 120 Volt
Loudspeaker - - No sound reproduction output.
Power out
from Radiomuseum.org Model: Electrokardiograph - Siemens; D S.& Halske / S.
Material Metal case
Shape Portable set > 8 inch (also usable without mains)
Notes

Transportabler Electrokardiograph.
Stromversorgung aus separatem Koffer. Ausserhalb Gleichspannungen von 4, 72 und 120 V braucht das Modell auch noch eine negative Gittervorspannung für die dritte Röhre.

Model page created by Francisc VISKY. See "Data change" for further contributors.



All listed radios etc. from Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
Here you find 2449 models, 2024 with images and 1272 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Siemens; D S.&: Electrokardiograph
Threads: 3 | Posts: 15
Hits: 1063     Replies: 0
siemens: SIEMENS-Elektrokardiograph
Alexander Bofinger
05.Jun.16
  1

Ein Gerät dieses Typs wurde Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre bei Arbeitsgruppe Koopman in Utrecht zur Erforschung der Elektrenzephalographie (EEG) eingesetzt. Methodisch besonders originell sticht die Doktorarbeit

Electrencephalographie: Een experimenteel-critisch overzicht, resultaten en perspectieven voor de psychiatrische en neurologische kliniek

von Lambert Joseph Franke an der Universität Utrecht aus dem Jahr 1942 hervor. Der mit einem speziellen, zusammen mit Siemens für die Forschungstätigkeiten entwickelten Vorverstärker nachgerüstete Kardiograph wird ausführlich beschrieben.

Attachments

 
Hits: 1568     Replies: 1
siemens: Electrokardiograph: Das Herz sendet
Georg Richter
25.Jan.15
  1

Bericht in "Das Rundfunkwesen" Heft 49/VIII (04.12.1931), Seiten 988 und 989


Das Herz sendet

Von W. Salaan

Wir wissen seit langem, daß in den bewegten Muskeln des menschlichen Körpers elektrische Spannungen und Ströme auftreten, deren Größe und Verlauf mit der Art der Muskelbewegung eng zusammenhängt. Schon die Physiologen des 19. Jahrhunderts studierten diese Erscheinungen und suchten hinter ihre Gesetze zu kommen. Beispielsweise hat sich unser großer Physiker Helm- holtz intensiv mit ihnen beschäftigt. Aber jene Spannungen und Strömchen sind so unendlich gering, daß ihr Nachweis nur mit dem höchstempfindlichen Galvanometer gelang und auch dann nur bei den an der Peripherie des Körpers liegenden Muskeln, an die man mit geeigneten Elektroden unmittelbar herankonnte.

Dies Bild hat sich jedoch gründlich geändert, seitdem die Elektronenröhre und der Elektronenverstärker ihren Einzug nicht nur in die Technik, sondern auch in die Physiologie und Medizin gehalten haben. Da es mit Hilfe solcher Verstärker möglich ist, Spannungen und -Ströme millionenfach zu vergrößern, genügen sogar verhältnismäßig weniger empfindliche und entsprechend wohlfeilere und widerstandsfähigere Galvanometer, um die bei Muskelbewegungen des menschlichen Körpers entstehenden elektrischen Erscheinungen nachzuweisen und in Kurvenform auf die fotografische Platte zu bringen.

Einer der stärksten und auch am stärksten beanspruchten Muskeln unseres Organismus aber ist das Herz, dieser Motor unseres Lebens, der unablässig vom Beginn unseres Seins bis zu unserer letzten Lebenssekunde pulsieren und das Blut durch die Adern treiben muß. Alle Erkrankungen, alle Unregelmäßigkeiten des Herzmuskels bedeuten schwere Störungen der Lebensfunktionen und erregen mit Recht das besondere Interesse des Arztes. Bis vor kurzem aber stand diesem für die Herzuntersuchungen in der Hauptsache nur das Stethoskop zur Verfügung, ein Hörrohr, das gestattet, die Geräusche der in unserer Brust arbeitenden Blutpumpe konzentriert abzuhören und sich danach ein Bild von dem Funktionieren der Herzkammern und -klappen zu machen. Seit kurzem indes ist neben diese akustische Untersuchung mit Erfolg die elektrische getreten, welche die elektrischen Spannungen und Ströme des Herzmuskels über einen Verstärker aufzeichnet und die so gewonnene Kurve zum Gegenstand der ärztlichen Diagnose macht. Die Möglichkeit einer solchen Technik dürfte nach dem vorstehend Gesagten jedem Radiofreund wohl ohne weiteres einleuchten. Aber andererseits wird die Frage auftauchen, wie man denn an die im Brustinneren entstehenden Spannungen und Ströme zwecks Messung herankommen kann. Die Beantwortung dieser Frage erledigt sich praktisch recht einfach.

Wenn ein Patient, dessen Herz untersucht werden soll, ganz ruhig auf seinem Lager liegt und seine Muskeln entspannt, dann arbeiten in seinem Körper ja nur noch zwei Muskelgruppen. Einmal eben das niemals ruhende Herz und außerdem jene Muskelpartien, welche die Ausdehnung und Verengerung des Brustkorbes, d.h. die Atembewegungen bewirken. Aber auch diese zu zweit genannte Muskelbewegung läßt sich für kurze Zeit stillsetzen. In jedem Falle ist sie bei schwacher Atmung sehr viel geringer als die Arbeit des Herzmuskels, und dementsprechend sind auch die von ihr ausgehenden Spannungen und Ströme von einer niedrigeren Größenordnung als diejenige der Herzspannungen und Herzströme. So erklärt es sich, daß die vom Herzen ausgehenden Spannungen eines ruhenden und schwach atmenden Patienten sich bis zur Körperoberfläche und sogar bis in die Extremitäten hinein fortpflanzen und hier mit angelegten Metallelektroden bequem abgenommen und dem Verstärker zugeführt werden können. Es genügt beispielsweise, auf den rechten und linken Arm oder auf einen der Arme und einen Schenkel je eine Metallelektrode zu setzen, um über den Verstärker ein genaues Bild der Herzströme zu erhalten.

Der weitere Vorgang vollzieht sich wie folgt. Vom Ausgang des Verstärkers wird die vergrößerte Energie entweder einem Oszillografen oder einem besonderen möglichst trägheitslosen Galvanometer zugeführt, dessen Zeiger ein Hohlspiegelchen trägt. Der Zeiger pulsiert im Rhythmus der Herzströme. Auf dem Spiegel des Zeigers oder des Oszillografen fällt der feine Strahl einer Lampe und wird auf einen laufenden lichtempfindlichen Film reflektiert. So zeichnet sich der Verlauf der Herzspannungen und -ströme in Form einer Kurve auf, die nach der Entwicklung des Films dann in der Weise sichtbar wird, wie es beispielsweise Bild 1 zeigt.

Der Abstand zwischen je zwei senkrechten Strichen auf diesem Film entspricht der Zeit von je 1/20 Sekunde und wird durch eine andere von einem Uhrwerk getriebene Vorrichtung auf den Film gezeichnet. Jeder einzelne Herzschlag ist durch eine besonders stark nach oben verlaufende Kurvenspitze gekennzeichnet. Aus dem Bild läßt sich ersehen, daß zwei Herzschläge immer um ungefähr 17 Teilstriche, d.h. 17/2o Sekunden auseinander liegen. Es handelt sich hier also um die Aufnahme eines Herzens, das in der Minute 71 Schläge macht. Der flachere Verlauf der Kurve zwischen zwei derartigen Spitzen verrät zunächst einmal durch seine Stärke, daß die Galvanometer-Nadel hier äußerst schnell, wenigstens mehrere tausendmal in der Sekunde hin- und herschwingt, daß der arbeitende Herzmuskel also dauernd einen Wechselstrom recht hoher Frequenz erzeugt. Weiterhin aber zeigt diese Kurve noch mehrere bei jedem Herzschlag recht genau wiederkehrende Ausweichungen, die den Bewegungen der einzelnen Herzkammern und -klappen entsprechen.

Die in Bild 1 gezeigte Kurve stammt von einem gesunden Herzen. Sie stellt also gewissermaßen die Norm dar. Kranke Herzen zeigen ganz typische Abweichungen der Kurve, aus denen der erfahrene Arzt sofort die Art der Erkrankung und deren Sitz ersehen kann. Ohne hier näher auf die Einzelheiten einzugehen, mag nur gesagt werden, daß es z. B. ein recht bedenkliches Zeichen ist, wenn die kleine Zacke nach unten, welche sich in der Kurve jedesmal an die große Zacke nach oben anschließt, wesentlich über die hier gezeigte Größe hinausgeht. Jedenfalls bedeutet dies neue Elektroverfahren eine Erweiterung der älteren rein akustischen Diagnose und dürfte sich in der Praxis um so schneller einbürgern, als die Industrie dafür Geräte hergestellt hat, welche die Untersuchung und die Aufnahme der Herzkurven ohne besondere Umstände, und auch ohne daß irgendwelcher Stromanschluß vorhanden sein müßte, in jeder Privatwohnung an irgendeinem Krankenbett gestatten. Das zweite Bild zeigt eine für diesen Zweck entwickelte Apparatur, die der Arzt bequem im Wagen mitnehmen kann. Der Kasten rechts ist der Verstärker, der Kasten links enthält das Galvanometer, den laufenden Film und die optische Einrichtung für die Aufzeichnung der Kurven auf den Film. Alle erforderlichen Stromquellen sind in der Apparatur selbst enthalten.

Bei den bisher besprochenen Erscheinungen handelte es sich um elektrische Muskelströme. Dabei zeigte die oszillografische Aufnahme der Herzkurve, daß dabei zu erheblichem Teil Wechselströme von einer recht hohen Frequenz auftreten. Interessant dürfte aber die Tatsache sein, daß arbeitende Muskeln des menschlichen Körpers auch elektrische Wellen in den umgebenden Raum ausstrahlen, also im Prinzip durchaus wie elektrische Sender wirken. Der Nachweis dieser merkwürdigen Erscheinung gelang dem bekannten Rundfunktechniker M. v. Ardenne, wie vielleicht erinnerlich, bereits vor einigen Jahren. Seine Versuchsanordnung bestand damals aus einem aperiodischen, sehr kräftigen Verstärker, dessen Eingang an eine Blatt-Antenne in Gestalt einer Metallplatte von etwa Aktenbogengröße geschaltet war, während der Ausgang hinter der Gleichrichterstufe an einem hochempfindlichen Galvanometer lag. Es genügte, daß eine Versuchsperson mehrere Meter von der Blatt-Antenne entfernt die Arm- oder Schenkelmuskeln verkrampfte, um sofort einen recht erheblichen Ausschlag am Galvanometer zu erzeugen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß auch das arbeitende Herz solche Wellen aussendet. Vermutlich werden sie aber durch die das Herz umgebenden Körperpartien stark absorbiert, und vorläufig wenigstens ist ihr objektiver Nachweis noch nicht gelungen, während der Beweis für die Wellenausstrahlungen der in den Extremitäten vorhandenen Muskeln einwandfrei erbracht wurde. Nach wie vor aber bleibt dieses ganze große Gebiet der elektrischen Körperströme und -Strahlungen hochinteressant und seine weitere Durchforschung dürfte vielleicht noch manche Überraschungen bringen.


Anmerkung:

Der Autor hat Bild 2 falsch interpretiert: Galvanometer und Filmaufzeichnung sind in dem rechten Kasten enthalten (siehe Modellbilder). Der linke Kasten könnte die Stromversorgung (Batterien) und und ein Fach für die Elektroden enthalten.

Wolfgang Scheida
25.Jan.15
  2

Dazu schreibt auszugsweise Baron Manfred von Adrenne in seiner Autobiographie "Ein glückliches Leben für Technik und Forschung" Verlag der Nation Berlin DDR 1973 auf Seite 78ff:

"Für diese Erscheinungen (Nebenprodukte des {vergelblichen} Versuches elektrische Gedankenübertragung meßtechnisch zu erfassen) interessierte ich mich aber ... nicht weiter - leider. Denn ich stand hier wohl unmittelbar vor der Entdeckung der Elektroenzephalogramms (EEG)...." 

 

 
Hits: 1168     Replies: 11
Schematics for this Siemens instrument
Francisc VISKY
06.Oct.14
  1

Dear Follow members,

I have this interesting "light writer" from Siemens. There is no type name on it. On the cover lid it is written A2=72 V.

Inside:

- 3 Telefunken valves

- a clockwork

- a film holder

Anybody has any idea about it?

Attached some picture:

 

Attachments

Georg Richter
06.Oct.14
  2

Hi Francisc,

this unit is for registration of electrocardiograms on (35mm?) film.

Here the electrodes are connected to both arms and one leg.

Picture 4 (underside) shows the film spools on the right.

See electrocardiography.

Best Regards,

Georg

Francisc VISKY
07.Oct.14
  3

Yes, there is inside a piece of 35 mm film! The device it luks more industrial than medical. Than the inscription A2=72V it means that a specific electrode has 72V? At first, I was thinking that A2=72V it is the type name.

Georg Richter
07.Oct.14
  4

Francisc,

the electrodes are "pick ups" for the heart signals of the human body which are about plus/minus 0,5 Millivolt.

This signal is affected by the offset voltage of the electrodes, depending of the material plus/minus 300 Millivolt (or so). The amplifier can eliminate this offset voltage by a bias voltage of opposit polarity than the offset.

The signal is also affected by the environmental AC hum or high frequent signals or pulses which has to be filtered or eliminated.

The unit in question has three signal inputs of very high impedance, because the source impedance of the human body and his skin is of certain high impedance.

Folllowing that, 72V sent to the electrodes makes no sense at all. AC50V can be mortal, DC120V is also harzardous. 72V is not very "comfortable" for the body. I don't see "72V" - where it is mentioned?

All the knobs and elements on the front are numbered according to "Bedienungsanleitung" (instruction badge), see below. The three electrodes are missiing?

Please try to evaluate the circuit diagram - it seems not so complicated as three stages might be identilcal (more or less).

Please check parts inside for date codes.

Best Regards

Georg

Instruction
Step Action Knob
1 Power on 2
2 Check the voltages 1
3 Adjust the light spot 3
4 Switch into position I, II, III 4
5 Adjust sensivity 6
6 Switch into position "C" 4
7 Press calibration knob 5
8 Adjust the instrument to "O" 7
9 Start film transport 8
10 Attenuate higher frequencies 9
     

Electrode terminals

Right arm: red (1)
Left Arm: yellow (2)
Left leg: green (3)

 

Francisc VISKY
07.Oct.14
  5

It is written on the wiht label inside the cover (see picture 1).

You are right this is a medical equipment from 1930!!! Thank you for the translation.

I found a picture on "Medical College of Wisconsin", MCW Libraries Digital collections, Siemens Electrocardiograph, but I can not ad the link!

The schematic for it would be intersenting!

 

Georg Richter
07.Oct.14
  6

Francisc,

try to suggest as new model.

Manufacturer: Siemens; D S.& Halske / S. Electrogeräte

Model name: ElektroKardiograph

Type: as "A2=72 V" is obscure - leave it blank meanwhile.

Year: 1930 (but verify with date codes on parts!)

Add the tube layout

Power supply: AC

Line voltage: (check the transformer - if nothing mentioned leave it blank)

I will send you german text for "remarks" soon.

If the model is accepted by the admins (good luck!) you can activate "I search the schematic". If the schematic or an other document will be uploaded you will get an automatic email.

Best regards,

Georg

Here is the link to the Medical College of Wisconsin.

Francisc VISKY
10.Oct.14
  7

I’ve checked out the valves line up: RE034, RE034 and RE 134. All are in good condition.

Mean while the manufacturing year is 1938 as stated on the capacitors!

I start to make the schematics… hope to succeed!

Stefan Hübner
10.Oct.14
  8

Guten Tag,

In Schritt zwei sollen "die Spannungen" geprüft werden, dabei gibt es am Wahlschalter A1 und A2. Für mich liegt nahe, dass A2 auf das Vorhandensein von 72V geprüft werden soll - sicher eher eine Anodenspannung als irgendetwas, das in die Nähe der Elektroden kommen sollte.

Ein Schaltplan wäre sicherlich interesant.

MfG

Stefan Hübner

Francisc VISKY
13.Oct.14
  9

Here is the link ...

Enjoy,

Feri

Francisc VISKY
19.Oct.14
  10

 I asked for a new model... but no answer yet!

 

 

Georg Richter
22.Oct.14
  11

Meanwhile the model is here - but the text in the remarks "Possible use outside medical context as a general signal recorder" is just fantasy:

As it is a German model, the text will be reviised in german langauge, describing the  real purpose only.

Best Regards,

GR

Francisc VISKY
22.Oct.14
  12

Thank you for all you have done to document this model. Of curse, I do not intend to change the initial designation of the electrocardiograph. I just was wondering about the principle which is used in other instruments too.

According to the logo type, the company name should  be Siemens-Reiniger which was busy with medical engineering.

Regards

 

 
Siemens; D S.&: Electrokardiograph
End of forum contributions about this model

  
rmXorg