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Partner International 101

Partner International 101; Telefunken (ID = 187192) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 187193) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 187194) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 1747931) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 1747932) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 187195) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 1747868) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 1747870) Radio
 
Partner International 101; Telefunken (ID = 1747927) Radio
 
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Partner International 101; Telefunken (ID = 302604) Radio
Telefunken: Partner International 101 [Radio] ID = 302604 933x700
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For model Partner International 101, Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Year: 1975–1978 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Semiconductors (the count is only for transistors) 6: BF414 BF441 BF256 BF256 BF241 BC238 TBA570 TCA830
Main principle Superhet, double/triple conversion; ZF/IF 3750/460/10700 kHz
Tuned circuits 6 AM circuit(s)     11 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, more than 2 x SW plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Line / Batteries (any type) / 220 or 6 × 1,5 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) - elliptical
Power out 3 W (max.)
from Radiomuseum.org Model: Partner International 101 - Telefunken Deutschland TFK,
Material Modern plastics (no Bakelite or Catalin)
Shape Portable set > 8 inch (also usable without mains)
Dimensions (WHD) 300 x 170 x 75 mm / 11.8 x 6.7 x 3 inch
Notes

Telefunken Partner International 101: Automatische UKW-Scharfabstimmung, Abstimmanzeige-Instrument. 3 Watt Musikleistung. Eingebautes Netzteil (mit Batterie-Regenerierung). Ein Gerät auch für die Planet UE Handelsgruppe.
KW-Bänder: 49 m, 41 m, 31 m, 25 m, 19 m, 16 m und Marine-Band 68-150 m.
Ausgangsleistung bei Netzbetrieb: 3 W.

Für die 6 KW-Bänder 49 m - 16 m Doppelsuper mit erster ZF 3750 MHz.

6 AM-Kreise bei LW, MW und KW-Marineband. 9 Kreise bei den anderen Kurzwellen-Bändern.

Source of data Handbuch VDRG 1975/1976
Mentioned in Handbuch VDRG 1976/1977 (und 1977/78)
Literature/Schematics (1) Funkschau (18/1977, S. 853 - 855)

Model page created by Herbert Odermatt † 26.Nov.05. See "Data change" for further contributors.



All listed radios etc. from Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Here you find 3449 models, 3033 with images and 2025 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Telefunken: Partner International 101
Threads: 1 | Posts: 19
Hits: 4140     Replies: 18
  telefunken: 101; Partner International, UKW-Fehler
Heiko zur Mühlen
15.Mar.15
  1

Liebe Sammlerkollegen, wer kann mir hier evtl. weiterhelfen?

Manche UKW-Sender erscheinen 2 mal auf der Skala; die im unteren Frequenzbereich
erscheinen ein 2. Mal frequenzmäßig etwas höher, aber etwas schwächer und die Sender
im oberen Bereich erscheinen ein 2. Mal frequenzmäßig etwas niedriger, ebenfalls etwas
schwächer. Diese "Zweitsender" sind dann dicht neben dem eigentlichen Sender.

Folgendes habe ich bereits unternommen, um den Fehler zu lokalisieren:
Am Ratiodetektor die Dioden D 101 und D 102 und alle Widerstände einschließlich dem
Trimmpoti ohmmäßig durchgemessen. Ratioelko überprüft. Keramikfilter Fi 102
probeweise erneuert (danach wieder den Originalfilter eingebaut). Sämtliche im
Schaltplan angegebenen Spannungen gemessen: o.k., AFC und Abstimmanzeige arbeitet
ebenfalls einwandfrei. Die Spulen des Ratiodetektors ohmmäßig durchgemessen.
Am Abgleich nichts verändert, da kein Wobbelsender verfügbar. Empfindlichkeit und
Tonqualität sind einwandfrei.
Leider alles ohne Erfolg - Fehler nicht auffindbar - wer weiß Rat?

Schon mal im Vorraus vielen Dank,

H.M.

Hans M. Knoll
16.Mar.15
 
  2

Lieber Herr zur Mühlen.

 Ihr Radio hat alles was dem Techniker das Bein stellt. UKW-Box mit selbstschwingenden Mixer plus AFC. Ein IC der ersten Generation. Dazu einen Ratio und ein Keramikfilter. Stabi. - Dioden am Mixer und Begrenzerdiode am ZF-Ausgang der UKW-Box. Normalerweise bekommt man beim Beantworten dieser nicht einfachen Frage, ein Wellness- Wochenende für zwei Personen. Das brauche nicht, aber Zeit für einige Durchgänge.


Zum Start:  Ging das Radio bei Ihnen schon einmal?

Wenn Sie die Stabantenne soweit einschieben, dass der gestörte Sender gerade noch hörbar ist, hört man ihn dann auch zweimal? Wenn nein, wie weit muss die Antenne ausgezogen werden, bis der Effekt wieder auftritt.

Wird die AFC ein- und ausgeschaltet wenn sie die echte Stelle hören und was ist wenn die Störstelle gehört wird.  Was ist jeweils zu beobachten?

Normalerweise hätte ich gesagt. den Ratio testen, wenn der Sound aber stimmt, bleibt zunächst die UKW-Box im Visier.

Als Fehler: der Oszillator schwingt zu schwach und wird vom HF-Träger wenn die Abstimmung daneben steht moduliert (Kreuzmodulation, oder Mitnahmeeffekt )

Das kann passieren wenn die DIODE Q 601 BZ102 V1,4 zu wenig Basisspannung erzeugt.

Weil der Effekt sich oben und unten umkehrt, kann zusaetzlich oder alleine der HF-Abgleich

in der UKW -Box (stark) daneben liegen. Dann steigt die vom T601 kommende HF beim Verstimmen an und moduliert (wie in Zeile 1, Block 3 beschrieben)  den Local-Oszillator T602.

Dazu dienen die Antennenversuche. Falls die Antenne einen Einfluss hat, auf der Seite zu 108Mhz den gestörten Sender einstellen, Antenne ganz weit einschieben und am Drehko mit C627 den Nutzsender auf Maximum abgleichen, Antenne ausziehen, ist die Störung noch da?

Die Spannung vor und nach dem R606 messen (soll schon gemacht sein?) stimmen als Differenz 6,6V zu 5,7V = 0,9 Volt = 1,6mA? Die Differenz zählt!

Gruss Knoll

 

 

V

Heiko zur Mühlen
16.Mar.15
  3

Lieber Herr Knoll,
zunächst herzlichen Dank, dass Sie mir so schnell und so ausführlich geantwortet haben.

Das Radio habe ich schon viele Jahre. Es befindet sich - von diesem Fehler abgesehen - in einem sehr guten Zustand und ist unverbastelt. Reparaturen wurden, soweit erkennbar, noch nie durchgeführt. Mit Sicherheit auch noch nie ein Neuabgleich. Als ich das Gerät vor Jahren zum letzten Mal benutzt habe, war dieser Fehler noch nicht da (oder ich habe es nicht bemerkt). Dann stand das Gerät einige Jahre unbenutzt in einem Regal.

Nun zu den Dingen, zu denen es Klärungsbedarf gibt. Zu Ihrer Frage:
"Wenn Sie die Stabantenne soweit einschieben, dass der gestörte Sender gerade noch hörbar ist, hört man ihn dann auch zweimal?"
Antwort: nein - dann nicht mehr. Wenn ich die Antenne etwas hineinschiebe, verschwindet dieser Effekt. Der Sender ist dann nur noch einmal da. Bei starken Sendern muss ich die Antenne recht weit bzw. ganz hineinschieben, damit dieser Feher nicht mehr auftritt und bei schwächeren Sendern etwas hineinschieben.

Zur AFC: Wenn ich den "echten" Sender höre, die AFC einschalte, ändert sich nichts (wenn der Sender exakt eingestellt ist). Verstimme ich den Sender, zieht die AFC ihn wieder richtig hin. Bei der Störstelle ist das genauso. Die AFC arbeitet also in allen Fällen völlig korrekt.

Beim Abstimmen (ohne AFC) ist ein kleiner Mitzieheffekt zu beobachten (kein mech. Schlupf des Antriebes).

Nun zu:
"Dazu dienen die Antennenversuche. Falls die Antenne einen Einfluss hat, auf der Seite zu 108Mhz den gestörten Sender einstellen, Antenne ganz weit einschieben und am Drehko mit C627 den Nutzsender auf Maximum abgleichen, Antenne ausziehen, ist die Störung noch da?"
Ja, wenn ich die Antenne wieder ausziehe, ist die Störung noch da.

Spannung an R 606 erneut gemessen: 0,862 Volt direkter Spannungsabfall am Widerstand.

Noch etwas zu dem Mitzieheffekt - der ist bei eingeschobener Antenne geringer als bei ganz ausgezogener Antenne.

H.M.

Hans M. Knoll
16.Mar.15
 
  4

Lieber Herr zur Mühlen.
Gut gearbeitet!


Jetzt ist es klar, der Oszillator wird vom HF - Träger synchronisiert oder mitgenommen. Dazu neigen alle 2 Transistor UKW-Teile. Nicht ohne Grund haben die etwas besseren Modelle, einen separaten Oszillator. Auch der kann noch mitgenommen werden, dann hat es noch eine (bei GRUNDIG HiFi abgestimmte) Trennstufen zwischen Mixer und Oszillator.
Warum das im unteren Bereich (unterhalb) nein oberhalb  der Nutzfrequenz passiert und im oberen Bereich (oberhalb) nein unterhalb der Nutzfrequenz auftritt, kann und wird nur dann vorstellbar, wenn einmal das Eingangsignal unterhalb und  dann oberhalb der Empfangsfrequenz angehoben wird.  Das synchronisieren ist einmal vom Betrag des synchronisierenden (Sender) Signal abhängig, zum zweiten vom Betrag des zu synchronisierenden Signal, hier der Oszillator.
Damit sind zwei  Zustände möglich. Der HF. Pegel (Sender) ist zu groß.
Das wäre nur möglich, wenn  Sie jetzt einen stärkeren Sendereinfall hätten, oder die Oszillatorspannung ist jetzt kleiner als vorher.
Das muss jetzt verfolgt werden. Ich habe mir einmal zwei andere Telef. Modelle angesehen.  Partner Special 201 und Partner Exclusiv 401, die Schaltungen sind zu 100% identisch zu Ihrem Radio.

Ja was nun?
Wenn wir davon ausgehen, dass der Oszillator zu schwach schwingt, haben wir nicht viel Auswahl. Ausgangspunkt ist der Schwingkreis. Von dessen  Güte d.h, Verlustarmut, geht alles aus.

Als Pkt.1  Der Hauptpunkt! 
Dafür kommt der Plastik-Drehko in Frage. Diese Plastikdreher haben sehr oft oder meistens, einen einfachen Stromabnehmer für die Masse an der Mittelachse.Treten dort Übergangswiderstände auf, was mir bekannt ist, fällt die Kreisgüte ab. Das kann nur mit hochwertigen Reinigern, wie TUNER 600 oder ähnlichem Material optimiert werden.  Auch der UKW- Trimmer im Drehko C628 kommt in Betracht als Fehler.  Diese auch mit HF-Spray behandeln. Kein K60 und dergl. Diese Kontaktunsicherheit, verstimmt auch den HF-Kreis zum Oszillator, weil eine Induktukvität und ein Serienwiderstand eine Verstimmung  und änderung der Phasenlage des Osz. bewirkt, was wie oben steht zum synchronsieren ober-und unterhalb der Nutzfrequenz führt.
Pkt.2
Der Osz. Kreis wird über einen 100pf der sich im 1.ten ZF-Filter befindent, an den Collektor von T602 angekoppelt. Diese Mini-Cs im ZF-Topf sind schon bei 10,7Mhz störanfällig. Hier laufen 100mhz drüber. Nur Probeweise einen 33 oder 22pf parallel zur Diode D603 legen, der 10.7Kreis wird zwar verstimmt, was aber zur Diagnose notwendig ist.
Pkt.3
C610 5,6pF, C611 2,2nF und C 608 47pF in dieser Reihenfolge ersetzen oder testen was nicht einfach ist.(100Mhz)

Damit sind zunächst meine Ferndiagnosen erschöpft. Ein Nachgleichen von L604 und C627 mit eingeschobener Antenne ist dann die „last Order“
Aber, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! 
Gruss  Knoll  
 

Heiko zur Mühlen
16.Mar.15
  5

Lieber Herr Knoll,

nochmals herzlichen dank für Ihren sehr detailierten Bericht. Da kommt ja reichlich Arbeit auf mich zu. In den kommenden Tagen werde ich das mal alles Punkt für Punkt durchprobieren. Von dem Plastik-Dreko mal abgesehen, ist das Gerät ja sehr servicefreundlich aufgebaut. Man kommt überall sehr gut heran. Vor dem Dreko habe ich etwas "Bammel". Nach erfolgter Arbeit werde ich mich dann wieder melden.

Vielen Dank und schöne Grüße, Heiko zur Mühlen

Hans M. Knoll
17.Mar.15
  6

Zusatzinformation für Leser.

Am Ende speziell noch für H. zur Mühlen.


Das doch grosse Interesse veranlasst mich, eine Information zu bringen auf welcher Annahme die Vorschläge beruhen.
Wenn eine Frage aufkommt, zu der man keine exakte Erfahrung hat, muss eine
Theorie  gefunden werden, was das sein kann.
Diese Theorie will ich zum alllgemeinem Verständnis nachtragen .Wohl wissend das es auch anders sein kann.


Grundlage dazu ist, der ungewollte Phantomsender taucht im unteren UKW-Band oberhalb des Nutzsendes auf und im oberen UKW-Band  aber unterhalb auf..
Das kann  als Tatsache gelten. (H.zur Mühlen)

Nun die Theorie dazu.
Wird die Antenne eingeschoben, ist die Störung nicht vorhanden, der Nutzsender ist alleine hörbar. Wird das Radio nach einer beliebigen Seite verstimmt, wird mit der ZF- Trennschärfe der Sender unhörbar. Das ist der Standardfall bei jedem Radio.

Ist die Antenne ausgezogen, wird das Nutzsignal wesentlich erhöht.
Wenn  das Radio wie oben, zu Seite hin verstimmt wird, passiert auf der einen Seite was sein muss, der Sender verschwindet weil die Trennschärfe in ausblendet.
Wir auf die Gegenseite verstimmt, wo wegen der Umkehrung  der Seiten, oben oder unten im Band, der HF-Pegel bei nicht exaktem Abgleich auf der jeweiligen Seite angehoben erscheint.
Damit wird vom FM-modulierten Träger des Nutzsenders,  der Oszillator mitgezogen. Es wird quasi, die Trennschärfe wie mit der AFC ellimiert, das aber dynamisch im Rhythmus der FM-modulation.

Eine Hilfe fiel mir dazu noch ein. Wird wie vor langem  hier gezeigt, der Oszillator mit einem Zweitradio abgehört, muss wie im Teil 4 der PDF Anlage,  statt dem Brumm, der abgehörte Oszillator mit kurzer Antenne unmoduliert sein, mit langer Antenne aber die Modulation des Nutzsenders beinhalten.

Das kann  hier  und oft, vor unnützer Arbeit schützen.

Gruss Knoll
 

Attachments

Heiko zur Mühlen
18.Mar.15
  7

Lieber Herr Knoll,

nochmals vielen Dank für Ihren großen Einsatz in dieser Sache. Folgendes habe ich nach Ihren Empfehlungen durchgeführt:

1) "Der Osz. Kreis wird über einen 100pf der sich im 1.ten ZF-Filter befindent, an den Collektor von
T602 angekoppelt. Diese Mini-Cs im ZF-Topf sind schon bei 10,7Mhz störanfällig. Hier laufen 100mhz drüber. Nur Probeweise einen 33 oder 22pf parallel zur Diode D603 legen, der 10.7Kreis wird zwar verstimmt, was aber zur Diagnose notwendig ist."
Dieses durchgeführt: ohne Erfolg.

2) "C610 5,6pF, C611 2,2nF und C 608 47pF in dieser Reihenfolge ersetzen oder testen was nicht einfach ist.(100Mhz)."
Dieses durchgeführt: ohne Erfolg.
Ursprünglich eingebaute Kondensatoren wieder eingelötet, da
sie z.B. einen anderen TK-Wert haben könnten usw.

3) Zusätzlich C610 (Rückkopplung) probeweise verkleinert und auch mal vergrößert. Parallel zu
D603 (Begrenzungsdiode) probeweise 2 Stck.Germaniumdioden AA112 antiparallel:
leider wieder alles ohne Erfolg.

4) Probeweise den Oszillatortransistor T602 (BF441) durch BF343 ersetzt: ohne Erfolg.
BF441 wieder eingelötet.

5) Die von Ihnen empfohlenen Service-Arbeiten am Drehko, sowie Abgleich des Zwischenkreises stehen noch aus.

Es sind jetzt wieder alle Original-Bauteile im Gerät (damit nicht unbemerkt neue Fehler dazu
kommen).

Werde "am Ball bleiben" und berichte dann wieder.

Nochmals herzlichen Dank und schöne Grüße,
Heiko zur Mühlen

Hans M. Knoll
18.Mar.15
  8

Lieber Herr zur Mühlen.

Gross ist die Trefferquote bis jetzt nicht.


Ich rate daher, doch vorerst den Oszillator des Partner Int 101 mit einem Zweitgerät abzuhören.
Und zwar, mit ausgezogener Antenne am 101 und bei der Sendereinstellung "Nutzsender" und danach auf der "Störstelle"

Wenn  der Oszillator des 101 wirklich mitgezogen wird, muss der Osz. einmal unmoduliert sein und einmal die Modulation des Nutzsender tragen.
Ist das nicht der Fall, kann ich mir (noch) nicht erklären, warum die Störstelle einmal unterhalb und einmal oberhalb des jeweiligen  Nutzsenders erscheint.
Es muss dann eine neue  Überlegung folgen. z..Beispiel ist die Begrenzer Diode D603 8 1N4148) als echte Funktion am ZF-Kreis, nicht unbedingt als Fehlfunktion, aber wissen tue ich das letztere auch nicht.

Gruss Knoll 

Heiko zur Mühlen
20.Mar.15
  9

Lieber Herr Knoll
zunächst herzlichen Dank für Ihren Einsatz.
Nun möchte ich mal wieder berichten.

1) Den Oszillator-Versuch nach der Beschreibung durchgeführt: "Stör"-Sender im Zweit-Radio ist immer unmoduliert.

2) Nach intensivem Durcharbeiten der UKW-Tuner-Beschreibungen in den Grundig TIs aus den 1970er Jahren - dort ist u.A. der Einfluss des Collektorstroms auf das Großsignalverhalten in den Vor- und Mischstufen beschrieben - habe ich versuchsweise 8,2 kΩ parallel zu R 603 (12 kΩ) geschaltet. Dadurch erhöht sich der Collektorstrom des Vorstufentransistors auf etwa 3 mA. Mein Vorbild war hier Grundig RPC 500, beschrieben in Grundig TI 4-1976. Durch das Heraufsetzen des Collektorstroms ist der Fehler jedoch geblieben.

3) Maximum des UKW-Zwischenkreistimmers C 627 überprüft: War bereits 100%ig auf Maximum.

4) UKW-Vorstufentransistor probeweise entfernt und die Antenne direkt an den Zwischenkreis vor dem Mischer angeschlossen. Gerät wird jetzt natürlich etwas unempfindlich; die stärker einfallenden Sender sind aber noch tadellos zu hören. Der Fehler ist jetzt VÖLLIG weg. Sehr sauberes Abstimmen des Senders möglich - ohne Mitzieh-Effekte usw.!

5) Probeweise einen AF 106 als Vorstufentransistor eingesetzt. Die Enttäuschung ist mal wieder groß - Fehler wieder da.

H.M.

Hans M. Knoll
20.Mar.15
  10

Lieber Herr Zur Mühlen.

Dass mit dem letzten Versuch ein Misteffekt der Vorstufe (Transistor) eliminiert ist, wird damit leider nicht belegt. Weil gleichzeitig der Mischer/Oszillator Transistor mit 10dB - 20dB  weniger ausgesteuert wird. Damit wird  die Mischstufe entlastet wie bei jeder Vorstufenregelung absichtlich.

Ich musste davon ausgehen, dass der Empfänger einstmals ging. Diese UKW-Schaltung nimmt zwar die unterste Stufe der Technik ein, doch gibt es dutzende von Modellen aller Firmen, die nahezu identisch sind. Auch etliche Telefunken  Portable arbeiten damit gut, nehme ich an.
Mittlerweile gehen mir die Ideen aus, was damit los ist.

Weil die Bauelemente bisher ohne Tadel waren, habe ich mir (ihnen) das tauschen von C608 (47pF) geschenkt. Was ich aber übersehen habe ist das, die AFC wird auch bei „aus“ nicht völlig abgeschaltet. Das erklärt zwar nicht, warum es mit kurzer Antenne  oder ohne  Vorstufe geht. Es kommt aber vom Ratio noch etwas an die Diode und damit an den Oszillator, das wirkt dann normal als als negativer Hub, auf den Flanken  der  S-Kurve kann da schon was passieren was im Moment nicht klar ist. Auch Heimgeräte von Telefunken haben dort auch ein Lindenblatt wie man in Foren lesen kann.

Aber an der Tastatur diesen Fall bereinigen, geht eben nicht einfach so.
Meine 30 Jahre Erfahrung mit HF -Entwicklungen, brauchen eben auch etwas mehr an Messtechnik als logische Eingebungen.

Trennen Sie mal die AFC ab mit dem einseitigen öffnen einer Seite der DIODE D602. Damit sind 2 oder 3 Effekte die möglich sind eliminiert..
Ansonsten, den Strom im T601 um 30 bis 50 % reduzieren,  nicht hochfahren. Ich will nicht glauben, wie oben gesagt, dass die Vorstufe mit der Stabantenne Probleme macht.
Wenn Sie den Bajazzo TS401 ansehen, der hat bei ähnlicher DC -Einstellung den Kollektor Vorstufe an einem Abgriff und damit weniger Gain bis zum Mischer.
Das ist dann aber keine Reparatur mehr.
Gruß Knoll 

 

Haben Sie auch externe Meinungen erhalten?

Habe Sie Möglichkeit an einen TELEFUNKEN - SPRECHER 56/1971 zu kommen?

Seiten 17 bis 22 liefern da gute Infos zu UKW Frontends.

Heiko zur Mühlen
20.Mar.15
  11

Lieber Herr Knoll,
vielen herzlichen Dank.

Als Nächstes werde ich Ihre Vorschläge gründlich testen und dann wieder berichten.
Externe Meinungen habe ich nicht erhalten.

Telefunken Sprecher 56/1971 habe ich leider nicht.
Wenn Sie das Heft haben, könnten Sie es bitte scannen?
Das Bearbeiten der Dateien würde ich dann übernehmen und die Artikel zum passenden
Modell hochladen. Dann profitieren alle davon.

Vielen Dank und schöne Grüße, H.M.

Heiko zur Mühlen
21.Mar.15
  12

Drei weitere Versuche durchgeführt:

1) Probeweise Abschirmkasten um das Gerät gebaut. Abschirmkasten mit kurzen dicken Verbindungen mit Geräte-GND verbunden: Fehler bleibt.

2) Mit dem Gerät in den Keller gegangen (wieder ohne Abschirmkasten): Fehler weg.

3) Mit dem Gerät zu unserem Lokalsender gegangen - etwa 500 m oder 1 km von meiner Wohnung entfernt (Bürgerfunk für Hildesheim und Umgebung); Leistung: 1 kW, Frequenz 105,3 MHz. Ein zweites Kofferradio zum Vergleich mitgenommen. Jetzt spielt der Telefunken Partner 101 International "völlig verrückt", links und rechts neben dem "richtigen" Sender ist er dann nochmal vorhanden. Je nach dem, wie ich die Antenne halte, kann man den Sender über die gesamte Skala ziehen. Die gleichen Versuche mit dem zweiten Gerät, einem Loewe Opta T48, durchgeführt. Der Loewe zeigt keinerlei Fehler. Das UKW-Mischteil ist genauso einfach aufgebaut wie beim Partner International 101, hat aber ein "richtiges" abgeschirmtes UKW-Mischteil mit "vernünftigem" Drehko aus Metall (vom Drehkohersteller Hopt). Beim Loewe werden auch keine Sender über die Skala langgezogen oder nachgezogen. Allerdings ist der Loewe T48 bei schwachen UKW-Sendern hörbar schlechter als der TFK Partner 101. Ich habe inzwischen den Eindruck, dass der Partner 101 (für diesen doch recht einfachen Schaltungsaufbau) von der Empfindlichkeit her viel zu "hochgepusht" ist. Defekte Bauteile sind ja nicht auffindbar.

H.M.

Hans M. Knoll
21.Mar.15
  13

Lieber Herr zur Mühlen.
Alle Mitleser.

Ich hatte mir ganz am Anfang die  Schaltung angesehen. Ganz ohne Grund habe ich nicht geschrieben:

 Ihr Radio hat alles was dem Techniker das Bein stellt. UKW-Box mit selbst schwingenden Mixer plus AFC. Ein IC der ersten Generation. Dazu einen Ratio und ein Keramikfilter. Stabi. - Dioden am Mixer und Begrenzerdiode am ZF-Ausgang der UKW-Box.

Das ist bei weitem noch nicht alles was sein kann. 


So liegt das erste ZF-Filter mit seiner Kapazität nicht etwa an einem kalten Punkt, sondern mit beiden Beinen auf dem Kollektorpotential des Mischoszillators. Eine Wahnsinnslösung  ;-(


Was jetzt von dieser Oszillatorspannung am FET T101 zusammen mit der die Information tragenden 10,7Mhz ankommt und dort wieder zu der Empfangsfrequenz ( Fe = Fo -Fzf )
gemischt wird, kann niemand wissen ohne es zu testen. Ein Spectrum - Analizer kann da hilfreich sein.


Wenn  Sie die beiden Punkte im Post # 10 C606 =47pF und die AFC - Diode noch abarbeiten wollen, besteht noch eine schwache Hoffnung bei mir. Am guten Willen liegt es bei mir sicher nicht. Aber mehr geht da nicht mehr, ansonsten wie es in „Casablanca“  klingt: It.s Time to …..................

Sorry, und Gruß,  Knoll

der die anfangs erkennbaren Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Heiko zur Mühlen
21.Mar.15
  14

Lieber Herr Knoll,

C 608 (47 pF) geprüft, probeweise Wert verkleinert und vergrößert: Fehler bleibt.
AFC außer Betrieb gesetzt: Fehler bleibt.

Sie haben natürlich völlig recht, solche Fehler per Ferndiagnose zu stellen, ist äußerst schwierig. Ohne Spectrum-Analizer usw. wird man da nicht weiterkommen. Ich werde das Gerät jetzt wieder zusammengebaut in die Sammlung stellen (mit dem Fehler), da ich keine Möglichkeit mehr sehe, den Fehler zu beheben. Trotz des Fehlers lässt sich das Gerät ja noch ganz gut benutzen.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen nochmal meinen besten Dank aussprechen - Sie haben sich da sehr viel Mühe gegeben. Dass die ganze Sache leider nicht erfolgreich war, liegt ja hauptsächlich daran, dass mir kein geeigneter UKW-Messplatz zur Verfügung steht. Vielleicht würde ich auch mit Messplatz nicht fündig werden. Auf jeden Fall haben bestimmt viele Leser dieser Artikel und auch ich viele Erkenntnisse dazu gewonnen. So gesehen, war dann doch nicht alles für die "Katz". Mit Sicherheit werden ihre Tips noch bei der Fehlersuche in anderen Geräten weiterhelfen.

Herzlichen Dank und viele Grüße, H.M.

Heiko zur Mühlen
21.Mar.15
  15

Zur Vereinfachung interessierter Leser hier noch der Schaltplan-Ausschnitt des UKW-Mischteils.

Attachments

Hans M. Knoll
21.Mar.15
  16

Hallo die Leser Runde.

Zu dieser Aussage von H. zur Mühlen:
„ Ich habe inzwischen den Eindruck, dass der Partner 101 (für diesen doch recht einfachen Schaltungsaufbau) von der Empfindlichkeit her viel zu "hochgepusht" ist. Defekte Bauteile sind ja nicht auffindbar.“

Möchte ich einen Beleg anfügen.
Die UKW-BOX  des Partner NT301 ein Zukaufmodell aus dem Jahr 1972. Also gleich nach dem hier besprochenen  Modell. Partner International 101

 

 

Man kann in meiner Markierung erkennen, dass sowohl der Kollektor der Vorstufe als auch die Auskopplung zum Mischer, an einer Anzapfung des Zwischenkreis liegen.

Das Bedeutet: an zwei Stellen ist der Pegel am Mischer - Eingang reduziert im Vergleich zum Objekt der Besprechung, dem  Partner International 101  Die Verstärkung beider Modelle mit unterschiedlicher Schaltung (Em - Basis zur Basis- Schaltung) kann ich nicht angeben.

Die Differenz der Schaltungen geht meist gegen NULL. Wegen der Rückwirkung bei der Em_Basis, kann die nicht hoch gewählt sein. .

Knoll
 

Heiko zur Mühlen
22.Mar.15
  17

Liebe Leser dieser Artikel über Fehler im FM-Tuner.
Im Telefunken-Sprecher Heft 32/1965 gibt es eine Beschreibung des UKW-Mischteils des Bajazzo Sport von 1964/65, den ich hier zur Info einstelle. H.M.

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Heiko zur Mühlen
23.Mar.15
  18

Liebe Interessenten dieser Artikel im Forum. Anbei nun, wie von Herrn Knoll bereits angesprochen, die Scans aus dem Telefunken-Sprecher 56/1971, die mir freundlicher Weise von Herrn Nagel zur Verfügung gestellt wurden. Vielen Dank auch an Herrn Nagel. H.M.

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Heiko zur Mühlen
27.Mar.15
  19

Im Telefunken Sprecher Heft 57/1971 gibt es die Fortzetzung.

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Telefunken: Partner International 101
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