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Die EVE 173 – aus USA-Sicht von 1919
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Gerhard Eisenbarth
17.Jan.26 |
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Aus RADIO AMATEUR NEWS, October, 1919, p. 181 Die auf dem Foto abgebildete Vakuumröhre ist eine deutsche (Telefunken-) Röhre, die während des deutschen Rückzugs auf dem französischen Schlachtfeld gefunden wurde. Allem Anschein nach sind die Konstruktionsdetails identisch mit denen der französischen Röhre und wurden offensichtlich von Röhren kopiert, die zuvor während des Vormarsches durch die alliierten Linien erbeutet worden waren. Die Röhre ist sehr robust gebaut und offensichtlich für Feldgeräte konzipiert, bei denen Stabilität von größter Bedeutung war. Aufgrund des Mangels an Metall und geeignetem Isoliermaterial war man gezwungen, einen Ersatz für dieses häufig verwendete Material zu finden. Allem Anschein nach wurde Torf für den Sockel verwendet. Vier Messinganschlüsse ragen aus der Unterseite des Sockels heraus, drei davon sind Stecker. Der vierte Anschluss, der den Anodenanschluss bildet, unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass er eine Buchse für einen Stecker darstellt, der offensichtlich am Bedienfeld des Empfängers oder Senders angebracht war. Dies verhindert auch, dass die Röhre falsch eingesetzt wird, da sie nur in einer Richtung eingesetzt werden kann. Eine weitere große Verbesserung wurde durch ein bestimmtes Verfahren erzielt, das die Spitze der Lampe entfernt und dadurch ihre Lebensdauer zusätzlich verlängert. Dies erscheint uns als ein sehr wertvolles Merkmal, das wir beim Bau unserer eigenen Röhren übernehmen sollten, da die hervorstehende Spitze üblicherweise die Ursache für Brüche ist. Weitere Punkte, die Beachtung verdienen, sind: Die Zuleitungen von Gitter und Anode werden durch sehr dünne Glasröhrchen zum Sockel geführt. Dies gewährleistet eine absolute Isolation zwischen den Heizkreisen und den Gitter-Anoden-Zuleitungen. Da die Halterungen für die zylindrische Anode und den Heizfaden bei anderen Röhren dieser Bauart Vibrationen unterliegen, wurden kleine Glasperlen auf den beiden Trägern in der Mitte zwischen Hauptträger und Anode/Gitter angebracht. Ein Exemplar einer dieser Röhren, das ein heimkehrender Held mitgebracht hatte, wurde getestet. Vergleiche bewiesen, dass diese Röhre unserem derzeitigen Standard VTI weit überlegen ist. Diese Aussage basiert auf dieser einen speziellen Röhre und lässt nicht darauf schließen, dass dies auch für andere Röhren gilt. Da keine Kennlinien aufgenommen wurden, lassen sich keine genauen Angaben zu den Betriebseigenschaften machen. Die Stärke der mit dieser Röhre in einem normalen Stromkreis empfangenen Signale war jedoch fünf- bis zehnmal so hoch wie die Hörbarkeit der Signale, die beim Einsatz einer VTI im selben Stromkreis erzielt wurden. Eine Telefunken-Röhre, gefunden auf den Schlachtfeldern Europas und vergessen von den fliehenden Hunnen. Sie hat sich als Oszillator, Verstärker und Detektor bewährt. Beachten Sie die robuste Bauweise und die einzelnen Konstruktionsmerkmale – wie die Anschlüsse, den Torfsockel, die Glasperlen zur Unterstützung der Zuleitungen zu Anode und Gitter sowie den Verzicht auf die Glasspitze.
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EVE173 (EVE173) Bezeichnung
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Manfred Rathgeb
13.Mar.15 |
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Meine EVE 173 mit der No 180038/3 befindet sich in einer lädierten Schachtel mit der gedruckten Aufschrift (siehe Bilder bei den Schachteln) ' Verstärkungsröhre Type E.V.E. 173 "O" Nr.' und der handgeschriebenen Zahl 181435, ohne Schrägstrich/Zusatz. In die Deckeloberseite der Schatulle ist eingeprägt: Telefunken-Verstärkungsröhre. 1) Was bedeutet der Zusatz "O" ? 2) Warum verwendete Telefunken (wahrscheinlich zeitlich hintereinander, zuerst Verwendung nur für Telefonverstärkung?) die EVE 173 als Verstärkerröhre -so auf den Schachtelbildern von Dietmar Lechner- aber auch als Verstärkungsröhre? Günther/Fuchs (Der praktische Radioamateur) verwenden den Begriff "Verstärker-Röhre" in der 4. Auflage Seite 219 u.a., in der 2. Auflage habe ich diesen Begriff nicht gefunden. |
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Wolfgang Holtmann
13.Mar.15 |
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Hallo Herr Rathgeb
Zur ersten Frage:
Zur zweiten Frage: Ich habe TELEFUNKEN Unterlagen aus den 20er Jahren, wo einmal Raumladungsgitterröhre und dann wieder Raumladegitterröhre geschrieben steht. Was nun grammatikalisch korrekt ist, vermag ich nicht zu beurteilen... MfG
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Hans-Thomas Schmidt
14.Mar.15 |
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Hallo Herr Rathgeb, zu 1.: „O“ bedeutet hier ohne Eisenwiderstand. Die Heizung wurde ausgewählt und die Röhre konnte mit einer genau auf der Banderole angegebenen Spannung betrieben werden. Zwei O-gekennzeichnete Röhren konnten in Serie an 6V betrieben werden. Bei einer war, je nach Spannung ein fester Vorwiderstand nötig. Quelle Telefunken internes Schreiben vom 28. Juni 1921 zu 2.: Wie Herr Holtmann richtig bemerkte, gab es abfangs noch keine einheitlichen Bezeichnungen für Röhren. So neu damals diese Technologie war, so neu waren auch die sprachlichen Begrifflichkeiten. Beste Grüße, H.-T. Schmidt |
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