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Kathotronrohr

Information - Help 
ID = 31319
       
Country:
Germany
Brand: Seibt, Dr. Georg (Nachf.); Berlin, auch München
Tube type:  RECTIFIER TUBE (Detail uncertain)   Power-supply 
Identical to Kathotronrohr

Base Europe 4-Pin B4 (Eu A, E, 4A) 1914
Filament
Description Gleichrichter für Ladegerät (z.B Ariadne von Seibt) 
Information source
 
seibt_kathotron_prosp.jpg
Kathotronrohr: Radio-Kalender 1928
Wolfgang Eckardt

 

from Just Qvigstad

Usage in Models 2= 1927?? ; 1= 1927?

Quantity of Models at Radiomuseum.org with this tube (valve, valves, valvola, valvole, válvula, lampe):3

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Forum contributions about this tube
Kathotronrohr
Threads: 1 | Posts: 7
Hits: 1860     Replies: 6
Nicht gelistete Seibt Röhre
Gerd Junginger
09.Jul.07
  1

Liebe Sammlerfreunde,

seit kurzem besitze ich eine Seibt Röhre mit der Bezeichnung "Kathodron" (Aufkleber auf der Röhre). Bislang habe ich dazu noch keine Daten oder Hinweise auf die Verwendung gefunden.

Im Innern der Röhre habe ich die gestempelte Zahl "1925" entdeckt.  Ist das evtl. das Herstellungsjahr ?

Bevor ich die Röhre als Modell aufnehmen lasse, möchte ich vorher in die Runde fragen, ob jemand diese Röhre kennt.

Mit den besten Sammlergrüßen

Gerd Junginger

 

Attachments

Hans-Thomas Schmidt
10.Jul.07
  2 Hallo Herr Junginger,

die Kathodron ist in meiner Literatur auch nicht gelistet.
Die Röhre sieht mir wie ein Zweiweg-Glimmgleichrichter aus, vergleichbar mit der Telefunken RGN1500 oder Raytheon BH. Die beiden Anodenstifte dürften Graphitelektroden tragen; das kann ich aber auf den Bildern nicht erkennen.

Viele Grüße,  H.-T. Schmidt
Gerd Junginger
11.Jul.07
  3

Hallo Herr Schmidt,

ich habe diese Röhre in der Tat mit der Prüfkarte für die RGN1500 schon im Prüfgerät gehabt. Es gibt auch tatsächlich ein Glimmen um einen der Anodenstifte. Bei der Prüfstellung für das zweite System leuchtet auch wiederum das gleiche System. Man könnte hier meinen, das die Röhre zwei Systeme hat, aber einer der Anodenstifte ist nicht beschaltet.

Ich habe nun die Röhre lose getestet, mit dem Ergebnis, daß je nach Anschluß der Heizung / Kathode nun auch das zugehörige System leuchtet.

Die bereits im Radiomuseum eingestellte Anotron reagiert in der gleichen Art und Weise.

Was mich etwas verwirrt, sind die unterschiedlichen Bezeichnungen Anotron und Kathodron. Entweder ist das nur Wortspielerei oder die Sache hat einen definierten Hintergrund gehabt.

Vielleicht ist die "angebliche Kathodron" auch nur eine  bautechnisch modifizierte Anotron (oder umgekehrt) ?

Ich würde die "Kathodron" trotzdem ins Museum als extra Modell aufnehmen lassen. Was meinen Sie dazu ?

 

 

Wolfgang Eckardt
11.Jul.07
  4

Hallo Herr Junginger,

ich habe etwas zu dieser Röhre gefunden. Im Radiokalender 1928 ist ein "Ariadne-Baukasten für Ladegerät" abgebildet, der das "Kathotronrohr" enthält.

Daraus gehen aber leider keine weiteren Angaben hervor. Aus dem spärlichen Text muss ich aber annehmen, dass diese Röhre - im Gegensatz zum Anotron - für kleine Spannungen (Heiz-Akku laden) bei größeren Stromstärken gedacht ist. Daraus ergäbe sich für mich, dass das Kathotronrohr eine geheizte Katode besitzt, da ja sonst bei den niedrigen Spannungen keine Glimmentladung entsteht (wie bei Anotron, RGN1500). Das Anotron ist ja laut der Beschreibung in diesem Radiokalender für Anoden-Netzanschluss gedacht, also für hohe Spannung bei geringer Stromstärke.

Ich habe diese Röhre angelegt und Sie können Bilder dazu hochladen. Leider scheint auf Ihrem Exemplar die originale Beschriftung nicht mehr lesbar zu sein - schade.
Ich werde auch das Modell des Ladegerätes anlegen mit dem Bild aus dem Radiokalender.

Wolfgang Eckardt

 

Gerd Junginger
11.Jul.07
  5

Hallo Herr Eckardt,

danke für Ihre Ausführungen. Ich habe die Röhre ja als RGN1500 geprüft, gewissermaßen als Notlösung.  Eine Heizung hat diese Röhre nicht, das habe ich mit dem Ohmmeter nochmals geprüft.  Also reine Glimmentladung. 

 Im Innern der Metallzylinders ist mit der Lupe die Zahl  "1925" erkennbar.  Könnte es das Herstellungdatum sein ?

Die restlichen Bilder werde ich in Kürze einstellen.

Viele Grüße

Gerd Junginger

 

Wolfgang Eckardt
11.Jul.07
  6

Hallo Herr Junginger,

Ihre Antwort iriitiert mich bezüglich der Heizung der Röhre.

Hier nochmals die Fakten:
Anotron: 3-Stift-Sockel wie RGN1500, ohne Heizung, Glimmgleichrichter für hohe Spannung und geringe Stromstärke für die Anodenspannung.

Kathotronrohr: 4-Stift-Sockel wie Rectron R44, gedacht als Ladegleichrichter 2-6 V max. 2A Ladestrom (ca. 15 V Wechselspannung erforderlich), also geheizte Kathode.
Ist es denn möglich, mit einer Glimmentladung allein einen Anodenstrom von 2000 mA der Katode zu "entlocken" ohne Glühemission???


Ich werfe hier nur diese Fragen auf, weil  etwas nicht zusammenpasst:
Könnte es sein, dass Ihre Röhre einen Fadenbruch hat? Ich habe auch so eine R44 liegen, die leider nicht mehr Akkus laden kann....
Wozu sollte denn der 4. Stift am Sockel sein, wenn die Röhre wie die RGN1500 nur als Glimmgleichrichter arbeiten soll? Ist für mich nicht logisch. Allerdings kann ich auf Ihrem 2. Bild nur 3 Zuleitungsdrähte im Quetschsockel erkennen.
Ist diese Röhre wirklich ein "Kathotronrohr", die Beschriftung des Etikettes könnte doch auch ein Irrtum des Schreibers sein?

 Da bedarf es noch weiterer Klärung.

Gruß

W.E.

 

 

 

Gerd Junginger
13.Jul.07
  7

Hallo  Herr Eckhardt,

mit der Heizung muss ich Sie leider enttäuschen. Wie Sie aus einem der weiteren Bilder erkennen, hat die Röhre eine Glimmentladung und definitiv keine Heizung.  Wäre es auch möglich, daß zu den damaligen Zeiten auch Röhren entsprechend ausgetauscht wurden so wie die Verfügbarkeit war ?  Eine RGN1500 paßt ja eigentlich nicht mit der R44 zusammen ...

Übrigens, das mit den Zuleitungsdrähten haben Sie richtig gesehen. Einer der Stifte ist nicht belegt. Als Einweggleichrichter würde ich diese Röhre aber nicht bezeichnen. Wie ich schon ausgeführt habe, kann durch entsprechendes Anlegen der Kathode (über die Heizung) das eine oder andere System getrennt angesprochen werden.

Um die Sache genauer zu untersuchen, sollte man doch die Betriebdsdaten der Kathotron kennen.  Ich bleibe am Ball.

Viele Grüße

Gerd Junginger

 

 
Kathotronrohr
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